Flir One: PIN-Ausspähung per Wärmesensor
Mit der in den USA bereits erhältlichen iPhone-Wärmebildkamera Flir One lassen sich offenbar auf einfache Weise PIN-Nummern an Geldautomaten und Kassenterminals ausspähen. Wie das genau funktioniert, zeigt ein Youtube-Video(öffnet im neuen Fenster).
Die Flir One(öffnet im neuen Fenster) sieht auf den ersten Blick aus wie ein Akku-Case. Auf der Rückseite befindet sich jedoch eine Kamera, die Wärmebilder aufnehmen und im iPhone speichern kann. Die Linse ist dabei empfindlich genug, um auch zu erkennen, wenn etwas kurz vorher angefasst wurde.
Abdrücke sind bis zu einer Minute sichtbar
Hat jemand einen Geldautomaten benutzt, reicht es, anschließend ein Foto von dem Keypad zu machen. Die Fingerabdrücke sind laut Video bis zu etwa einer Minute nach Benutzung sichtbar. Der Wärmegrad verrät dabei sogar, in welcher Reihenfolge die Tasten gedrückt wurden. Das Auslesen funktioniert dabei offenbar besser bei Plastiktasten, weil Metalltasten die Wärme schneller abgeben.
Es ist nicht das erste Mal, dass Wärmekameras eingesetzt werden, um PIN-Nummern auszuspähen. In der Vergangenheit kosteten die dafür verwendeten Geräte allerdings mehrere tausend Dollar und waren deutlich größer. In den USA kostet die Flir One 349 US-Dollar und ist optisch nicht von einem normalen iPhone-Case zu unterscheiden.
Um sich gegen das Auslesen zu schützen, reicht es allerdings, nach der Benutzung zufällige Tasten zu drücken.
- Anzeige Hier geht es zum iPhone 17 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.