Abo
  • Services:

Flightsim Labs: Flugsimulator-Addon klaut bei illegalen Kopien Passwörter

Ein Flugsimulator-Addon hat bei einigen Nutzern Malware installiert, um einen Cracker zu finden. Das problematische Vorgehen soll auch erfolgreich gewesen sein - wurde aber mittlerweile trotzdem eingestellt.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Hersteller FSLabs ist mit fragwürdigen Methoden gegen Cracker vorgegangen.
Der Hersteller FSLabs ist mit fragwürdigen Methoden gegen Cracker vorgegangen. (Bild: FSLabs)

Das Unternehmen FSLabs hat ein umstrittenes und vermutlich illegales DRM-Verfahren entwickelt, um gegen Nutzer illegaler Kopien vorzugehen: Malware. Denn mit dem Installer für ein Addon für Microsofts Fligh Simulator X lieferte das Unternehmen Code aus, der Passwörter aus Chromes Schlüsselbund ausliest und an das Unternehmen übermittelt, wenn illegale Kopien der Software entdeckt werden.

Stellenmarkt
  1. Dataport, Altenholz bei Kiel, Hamburg
  2. Daimler AG, Sindelfingen

Die umstrittene Praxis wurde mittlerweile eingestellt, die Macher der Software geben die ihnen vorgeworfenen Maßnahmen offen zu, und haben eingesehen, dass ihre Schritte "zu weit" gehen könnten. Konkret hatte das Unternehmen bei der Installation des Addons zunächst die Eingabe der Seriennummer verlangt und diese mit dem eigenen Server abgeglichen. Wenn alles korrekt war, wurde die Software normal installiert.

In einigen Fällen sei aber für die Installation des A-320-X-Addons ein Offline-Keygenerator verwendet worden, der bislang nicht zu stoppen gewesen sei. Aus diesem Grund habe sich FSLabs entschieden, bei Nutzern, die einen als kompromittiert bekannten Schlüssel verwenden, eine Datei mit dem Namen Test.exe zu installieren, die die Passwörter aus dem Chrome-Passwortspeicher an den Hersteller des Spiels überträgt. Konkret soll das Programm nur bei einer bestimmten Kombination aus Nutzername, E-Mailadresse und Seriennummer verwendet worden sein. Das Unternehmen gibt an, den Namen der verdächtigen Person hinter dem Keygenerator zu kennen.

Der Cracker soll Chrome benutzt haben

Chrome wurde nach Angaben des Unternehmens ausgewählt, weil der verdächtige Cracker diesen Browser laut eigener Statistiken benutzen würde. Mit der Aktion wollte FSLabs Zugang zu der Login-geschützten Seite erlangen, auf der der Cracker den illegalen Zugang zu dem Spiel verkauft. Diese Methode hat nach Angaben des Unternehmens auch funktioniert. FSLabs will auf der Seite auch Informationen zu weiteren Keygeneratoren für Flugsimulatoren anderer Hersteller gefunden haben. Offenbar manipulierten die Keygeneratoren den Aktivierungsprozess so, dass statt des eigentlichen Servers ein von den Crackern betriebener Server die Seriennummer überprüfte und als gültig markierte.

Lefteris Kalamaras von Flightsimlabs entschuldigte sich in einem Forenpost für das Vorgehen. Er versprach, alles dafür zu tun, das Vertrauen der Nutzer wiederherzustellen. In Zukunft werde man zudem auf den Einsatz solch drastischer Maßnahmen verzichten - Maßnahmen, die nicht minder illegal sein dürften, als das Cracken des Spiels selbst. In einer aktualisierten Version des Installers ist die Funktion für den Passwortklau nicht mehr enthalten.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. (-78%) 12,99€
  3. 32,99€
  4. (-80%) 6,99€

User_x 22. Feb 2018

Oder gar nichts, weil man die Hoffnung aufgegeben hat und extrovertiert mit "hab doch...

dominikp 22. Feb 2018

Solange Firma A nicht aus Deutschland kommt ist doch alles gut.

daydreamer42 21. Feb 2018

Stimmt schon. Nach einer Weile geht die Meldung im Grundrauschen unter, und alles ist...

PineapplePizza 21. Feb 2018

PilotWings!

pythoneer 21. Feb 2018

Nein, da liegst du völlig falsch. Bitte lies noch einmal den genauen Wortlaut des...


Folgen Sie uns
       


Infiltrator Demo mit DLSS und TAA

Wir haben die Infiltrator Demo auf einer Nvidia Geforce RTX 2080 Ti mit DLSS und TAA ablaufen lassen.

Infiltrator Demo mit DLSS und TAA Video aufrufen
Gigabit: 5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei
Gigabit
5G-Planungen gehen völlig an den Nutzern vorbei

Fast täglich hören wir Erklärungen aus der Telekommunikationsbranche, was 5G erfüllen müsse und warum sonst das Ende der Welt drohe. Wir haben die Konzerngruppen nach Interessenlage kartografiert.
Ein IMHO von Achim Sawall

  1. Fixed Wireless Access Nokia bringt mehrere 100 MBit/s mit LTE ins Festnetz
  2. Funklöcher Telekom bietet freiwillig hohe 5G-Netzabdeckung an
  3. 5G Telekom hat ihr Mobilfunknetz mit Glasfaser versorgt

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Skydio R1 Apple Watch zur Drohnensteuerung verwendet
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  3. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen

Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
Mate 20 Pro im Hands on
Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
  2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
  3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

    •  /