Flightgear 3.6 fällt aus: Neues Release-Konzept gegen Entwicklungsprobleme

Die Entwickler des Open-Source-Flugsimulators Flightgear haben leichte organisatorische Probleme. Die Versionen 3.6 und vielleicht sogar 3.8 werden so nicht mehr erscheinen. Stattdessen soll Flightgear fortan mit automatischen, aber trotzdem stabilen Veröffentlichungen zu beziehen sein.

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Die Flightgear-Entwicklung wird in Zukunft anders ablaufen.
Die Flightgear-Entwicklung wird in Zukunft anders ablaufen. (Bild: Flightgear.org)

Seit dem 17. Februar 2015 gab es keine neue Version des Flugsimulators Flightgear mehr. Eigentlich ist die Version 3.6 längst überfällig und existiert immerhin als Release Candidate, doch eine offizielle Veröffentlichung wird es laut einem aktuellen Blogpost auf der Flightgear-Seite nicht mehr geben. Selbst eine Version 3.8 ist unwahrscheinlich.

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Das heißt aber nicht, dass das Flightgear-Projekt am Ende ist. Schließlich ist das Spiel einer der letzten noch aktiv sich in Entwicklung befindlichen ernsthaften Flugsimulatoren. Das Genre selbst ist im Spielemarkt kaum noch vertreten. Das Projekt hat jedoch personelle Probleme, die offenbar exakte Releases verhindern. Flightgear-Entwickler Thorsten R. bittet um Verständnis. Das Projekt werde von Menschen verwaltet und manchmal kämen einfach Dinge dazwischen. Zugleich entschuldigt er sich für die späte Kommunikation.

  • Die Flugzeuge werden überarbeitet. (Screenshot: Flightgear.org)
  • Auch im Innenbereich soll sich die Darstellung verbessern. (Screenshot: Flightgear.org)
  • Blitz- und Donnerschlag werden mit der nächsten Version korrekt simuliert. (Screenshot: Flightgear.org)
  • Sieht nicht spektakulär aus, ist aber eine wichtige Detailverbesserung: unbefestigte Start- und Landebahnen, die sich in die Umgebung einbetten. (Screenshot: Flightgear.org)
  • Ein aufgrund von Flugsaurier-Daten simulierter Drache findet sich auch in Flightgear.  (Screenshot: Flightgear.org)
  • Neue Texturen sollen den Planeten aufhübschen. (Screenshot: Flightgear.org)
Die Flugzeuge werden überarbeitet. (Screenshot: Flightgear.org)

Statt fixer Releases mit Release-Candidate-Phase und anschließenden finalen Versionen wollen die Entwickler nun automatisierte Veröffentlichungen ausprobieren. Etwa vier Stück soll es davon pro Jahr geben. Gleichzeitig soll sich die Behandlung von Fehlermeldungen vereinfachen, was ebenfalls die Entwickler entlastet. Es ist allerdings ein Experiment mit ungewissem Ausgang.

Um zu betonen, dass die Entwicklung deswegen nicht einfach stoppt, gibt das Flightgear-Team schon einmal einen Ausblick auf das zu Erwartende in den nächsten Versionen. Gewitter mit Blitzschlägen werden jetzt beispielsweise simuliert inklusive der korrekten Beleuchtung von Wolken und dem korrekten zeitlichen Versatz des Donnerschlags zum Flugzeug. Auch die internen Instrumente werden überarbeitet.

Die Drachen kommen

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Zudem gibt es neues Flugmaterial. Etwas seltsam mutet die Ankündigung an, einen Drachen mit ins Spiel zu integrieren. Doch auch dieser hat einen Simulationsaspekt und soll beweisen, wie vielseitig Flightgear ist. Die Macher verwenden rekonstruierte aerodynamische Daten eines Flugsauriers, um diesen realistisch in die Lüfte aufsteigen zu lassen. Und nebenbei spuckt er auch noch Feuer.

Mit neuen Texturen und verbessertem Rendering der Umgebung soll die Simulation zudem schöner werden.

Wer sich die Entwicklung genauer anschauen will, findet auf dem Downloadserver auch die Nightly-Builds von Flightgear für Windows und OS X. Linux-Builds gibt es derzeit dort nicht. Die finden sich aber als Release Candidate.

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