Flight Simulator: Fliegen zwischen Betonbunker Palace und Melbourne Citadel
Nach der Veröffentlichung des Flight Simulator finden Freizeitpiloten immer mehr kleinere Grafikfehler auf dem virtuellen Planeten Erde. Gemeint sind keine grundlegenden technischen Probleme, sondern größtenteils amüsante Bugs – die in einer derartig riesigen Welt wohl fast unvermeidbar sind.
Besonders auffällig ist etwa ein nur in der Spielewelt stehender Wolkenkratzer in der australischen Stadt Melbourne, dessen 212 Stockwerke schon von weitem zu sehen sind.
Zum Vergleich: Das derzeit mit fast 830 Metern höchste Gebäude der echten Welt ist das Burj Khalifa mit 163 Stockwerken. Die Melbourne Citadel müsste also deutlich höher als ein Kilometer sein.
Im Netz sind Videos zu finden, in denen Piloten sich einen Sport daraus machen, auf dem Dach zu landen(öffnet im neuen Fenster). Viel Zeit dafür bleibt möglicherweise nicht mehr, weil der Fehler vermutlich eher früher als später behoben wird.
Er geht nach Angaben von Engadget(öffnet im neuen Fenster) darauf zurück, dass zeitweise in Openstreetmap ein zweistöckiges Hochhaus versehentlich mit 212 Stockwerken eingetragen war, und diese Daten in die Flugsimulation übertragen wurden.
Andere Fehler dürften nicht ganz so leicht zu beheben sein. So haben die Algorithmen offensichtlich aus dem Buckingham Palast in London einen ziemlich hässlichen Betonbunker gemacht(öffnet im neuen Fenster).
Um das zu korrigieren, könnte das Entwicklerstudio Asobo rein theoretisch zwar die Algorithmen ändern – aber das dürfte unerwünschte Effekte an anderen Orten produzieren. Vermutlich ist es einfacher, das berühmte Schloss per Hand zu erstellen und in die Welt einzufügen.

Zumindest ein Teil der Grafikfehler hängt offenbar auch mit den jeweiligen Einstellungen beim Datenstreaming zusammen. So hat ein Nutzer auf Twitter ein Bild eines Sportstadions in Florida(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht, das ähnlich wie der Buckingham Palast an einen Betonklotz erinnert. Andere Nutzer berichten allerdings, dass sie mit höheren Datenraten das Originalgebäude gesehen hätten.
Auch das berühmte Amphitheater in Nîmes ist im Flight Simulator kaum wiederzuerkennen, Bilder gibt es auf Reddit(öffnet im neuen Fenster). Im Thread berichten die Nutzer, dass die nordamerikanischen Städte insgesamt wesentlich aufwendiger ausgearbeitet sind.
Ein Pilot wundert sich in der Diskussion, dass seine belgische Heimatstadt Namur nicht originalgetreu im Flight Simulator auftaucht, obwohl die Daten mit passender Lizenz vorliegen würden. Es ist denkbar, dass die Welt im Laufe der Zeit immer weiter verfeinert wird.
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