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Fliegender Blitz: Drohnen als Beleuchter beim Fotografen

US-Forscher haben eine Drohne entwickelt, die Fotografen und Modell im Blick behalten und die eingestellte Beleuchtung sichern soll, auch wenn sich beide bewegen.
/ Andreas Donath
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Drohne als Beleuchter (Bild: MIT)
Drohne als Beleuchter Bild: MIT

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Cornell University wollen die Fotografie revolutionieren und mit fliegenden Lichtdrohnen(öffnet im neuen Fenster) das Motiv ausleuchten. Dabei wird die gewünschte Beleuchtung auch dann gehalten, wenn sich der Fotograf oder sein Motiv bewegen sollten. Diese Koordinationsfähigkeit zwischen dem fliegenden Objekt und den Personen am Boden ist der Kernbereich der Forschungsarbeit.

Im Versuch wurde die Drohne mit einer Dauerlichtquelle, einem Blitz und einem Entfernungsmesser ausgerüstet. Künftig könnten auch mehrere dieser kleinen Roboter losgeschickt werden, um das Motiv so zu beleuchten, wie sich der Fotograf das vorstellt und vorgibt. Die Drohnen nehmen dann automatisch die gewünschte Position ein.

Drohne als Beleuchter
Drohne als Beleuchter (03:39)

Die Forscher haben sich eine komplizierte Lichtsetzung ausgesucht, um ihre Technik zu perfektionieren. Sie erzeugen ein Streiflicht, bei dem die aufgenommene Person mit einem Lichtkranz versehen wird, der an den Konturen hervorblitzt. Dabei muss sehr genau auf den richtigen Winkel geachtet werden. Perfekt gelingt das noch nicht, doch irgendwann könnten die Studioleuchten durch fliegende Drohnen ersetzt werden, hoffen die Forscher. Der Lärm, den die Propeller und Elektromotoren erzeugen, dürfte am Set jedoch für Unmut sorgen.

Die Auswertung der Beleuchtung erfolgt im Versuch über die Kamera selbst, die 20 Bilder pro Sekunde an den Rechner weitergibt, der die Aufnahmen kontrolliert und mit dem abstimmt, was der Fotograf vorgegeben hat. Im Fall des Streiflichts soll die Breite des Halo-Effekts um die Silhouette ständig überwacht werden. Das bedeutet, dass die Drohne sehr schnell eine neue Position einnehmen muss, wenn sich Fotograf oder Modell bewegen.

Die Forscher wollen ihre Arbeit auf dem "International Symposium on Computational Aesthetics in Graphics, Visualization, and Imaging" präsentieren. Das Symposium(öffnet im neuen Fenster) findet vom 8. bis 10. August 2014 im kanadischen Vancouver statt.


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