Fliegen und tauchen: Studenten entwickeln amphibische Drohne

Ein Studenten der dänischen Universität Aalborg hat einen Drohnen-Prototyp entwickelt, der nahtlos zwischen Luft- und Unterwassereinsätzen wechseln kann. Andrei Copaci, Pawel Kowalczyk, Krzysztof Sierocki und Mikolaj Dzwigalo realisierten das Projekt im Rahmen ihrer Bachelorarbeit(öffnet im neuen Fenster) am AAU Energy Department in Esbjerg.
Es handelt sich um einen klassischen Quadcopter. Die Innovation liegt in einem variablen Propellersystem. Die Rotorblätter lassen sich ferngesteuert anpassen und erzeugen so optimalen Schub für beide Betriebsumgebungen.
Weil Wasser erheblich mehr Widerstand als Luft erzeugt, ändern sich auch die Stabilitätsanforderungen drastisch. Der Propeller und der Antrieb müssen wesentlich größeren Kräften widerstehen als in der Luft. Außerdem muss die Elektronik vor Kurzschlüssen gesichert werden.
Nahtloser Wechsel von Luft zu Wasser
Die Studenten entwickelten auch eine wasserdichte Hülle für die Drohne. Das Gerät kann nahtlos zwischen Flug- und Tauchmodus wechseln und benötigt keine Pause für den Moduswechsel.
Alle Kernkomponenten wurden hausintern gefertigt – von 3D-gedruckten Einzelteilen bis zu CNC-bearbeiteten Strukturelementen. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig: Schiffsrumpfinspektionen, Hochwasser-Rettungseinsätze, Küstenwachen-Operationen und Meeresforschung. Im Gegensatz zu bestehenden Systemen wie der chinesische Drohne Nezha Seadart(öffnet im neuen Fenster) basiert der dänische Prototyp auf vollständig eigenständiger Entwicklung und lokaler Produktion.
Der Prototyp befindet sich noch in der Testphase, wobei Verbesserungen der Ausdauer, Steuerungssysteme und Nutzlastintegration im Fokus stehen. Ob eine kommerzielle Version erscheint, ist noch nicht klar.



