Abo
  • Services:

Flexispy will nutzerfreundlich sein

Flexispy wirbt mit großer Benutzerfreundlichkeit. Wer sich auf der Webseite etwas länger umschaut, wird von einem englischsprachigen Supportmitarbeiter im Chat angesprochen. Fragt man dort, ob die Software zur Kontrolle des Partners im Geheimen eingesetzt werden kann, ist die offenherzige Antwort "natürlich". Zum Angebot von Flexispy gehört auch, dass die Malware auf Wunsch von einem Techniker des Unternehmens auf dem Ziel-Smartphone installiert wird.

Stellenmarkt
  1. ADAC Ostwestfalen-Lippe e.V., Bielefeld
  2. Kassenärztliche Bundesvereinigung, Berlin

Wer den Installationsservice buchen will, muss zusätzlich zum Paketpreis rund 30 US-Dollar bezahlen. Schon vorab wird erklärt, dass ein physischer Zugriff auf das Zielsmartphone notwendig ist. Das zu überwachende Gerät muss sich also nicht nur in der Gewalt des Käufers der Spyware befinden, sondern auch entsperrt und betriebsbereit sein. Die Abwicklung und der Service auf der Seite wirken erst einmal professionell. Der Kontakt ist schnell und freundlich, die Angaben präzise. Das wird sich während unseres Versuches allerdings noch ändern.

Wir lassen uns einen Trojaner installieren

Wir entscheiden uns, die Malware mittels Installationsservice auf einem Honor-6X-Smartphone installieren zu lassen. Weil wir vorab wissen, dass wir für die Installation einen Rechner per Teamviewer freigeben müssen, nutzen wir einen dedizierten Virenrechner, der nicht mit dem Redaktionsnetzwerk verbunden ist. Wir starten den Vorgang, indem wir einem Mitarbeiter im Chat unsere Bestellnummer und einige weitere Informationen über die Hardware geben.

Schnell wird klar: Hochtechnisch wird dieser Vorgang nicht werden. Denn wir müssen lediglich das Smartphone mit dem Rechner verbinden, den Developer-Modus auf dem Gerät aktivieren und ADB-Anfragen zulassen. Zwischendurch kommt es immer wieder zu langen Wartezeiten - offenbar ist der Techniker mit mehreren Installationen gleichzeitig beschäftigt.

Zwischendurch vergisst er dann auch, das ADB-Kommando ans Smartphone zu senden und beschimpft uns im Chat, weil wir seinen Anweisungen nicht korrekt folgen würden. Mehrmals schreibt er in durchgängigen Großbuchstaben, dass wir endlich die ADB-Anfrage auf dem Gerät bestätigen sollen - die dort nicht erscheint, weil er das entsprechende Kommando nicht ausgelöst hat. Wir stellen uns dumm. Nach einigen weiteren bösen Kommentaren startet der Supportmitarbeiter dann die ADB-Anfrage, die wir umgehend bestätigen. Es folgt die eigentliche Installation, die nur wenige Augenblicke dauert.

Ohne Technikersupport wäre die Installation wohl schneller gewesen

Letztlich dauert der Infektionsvorgang inklusive einer langwierigen Aktivierungsprozedur rund 40 Minuten. Hätten wir uns selbst die Malware von der Seite geladen, wäre die Installation ohne die Wartezeiten und Fehler wohl schneller vonstatten gegangen.

Schon während der Installation fällt auf, dass die Macher von Flexispy zwar viele Funktionen versprechen, ihre Malware aber offenbar nicht besonders gut getarnt haben. Denn wir werden vor der Installation aufgefordert, im Play Store die Funktion "Google Play Protect" komplett auszuschalten. Offenbar verfügen die Flexispy-Macher trotz ihrer zum Teil reißerischen Werbung nicht über Techniken, Malware tief ins System einzuschleusen, wie es etwa beim Trojaner Skygofree zu beobachten ist.

Mit Play Protect prüft Google regelmäßig die Integrität des Systems und auch die auf dem Smartphone installierten Apps. Der Mechanismus ist also auch ein Schutz gegen regelmäßig im Playstore vorkommende Malware.

In der Liste installierter Apps oder im Task-Manager taucht Flexispy aber tatsächlich nicht auf, nachdem wir es bei Abschluss der Installation einmalig versteckt haben.

 Flexispy: Wir lassen uns Spyware installierenFlexispy hat keine eigenen Exploits 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 169,90€ + Versand
  2. (u. a. Grafikkarten, Monitore, Mainboards)
  3. 399€ (Wert der Spiele rund 212€)

ML82 04. Feb 2018

wozu dient denn das?

vlad_tepesch 02. Feb 2018

als was willst du es denn sonst bezeichnen? Ich hab mir eher die frage gestellt, ob man...

leucen 01. Feb 2018

Mich würde auch mal interessieren, unter welchem Namen die App in Android/data aufgeführt...

User_x 01. Feb 2018

...sooo und hier nun dein neues iPhone Schatz, ich habe es für dich vorkonfiguriert...

Lagganmhouillin 01. Feb 2018

Zusatz: Die Schutzfunktionen (=Tor von Troja) werden eben nicht von innen ausgehebelt...


Folgen Sie uns
       


Energizer Power Max P18K Pop - Hands on (MWC 2019)

Ein Smartphone wie ein Ziegelstein: das Energizer Power Max P18K Pop hat einen 18.000 mAh starken Akku.

Energizer Power Max P18K Pop - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
P30 Pro im Kameratest: Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera
P30 Pro im Kameratest
Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera

Huawei will mit dem P30 Pro seinen Vorsprung vor den Smartphone-Kameras der Konkurrenez ausbauen - und schafft es mit einigen grundlegenden Veränderungen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huawei-Gründer "Warte auf Medikament von Google gegen Sterblichkeit"
  2. 5G-Ausbau Sicherheitskriterien führen nicht zu Ausschluss von Huawei
  3. Kritik an Eckpunkten Bitkom warnt vor deutschem Alleingang bei 5G-Sicherheit

Swobbee: Der Wechselakku kommt wieder
Swobbee
Der Wechselakku kommt wieder

Mieten statt kaufen, wechseln statt laden: Das Berliner Startup Swobbee baut eine Infrastruktur mit Lade- und Tauschstationen für Akkus auf. Ein ähnliches Geschäftsmodell ist schon einmal gescheitert. Dieses kann jedoch aufgehen.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Elektromobilität Seoul will Zweirad-Kraftfahrzeuge und Minibusse austauschen
  2. Rechtsanspruch auf Wallboxen Wohnungswirtschaft warnt vor "Schnellschuss" bei WEG-Reform
  3. Innolith Energy Battery Schweizer Unternehmen entwickelt sehr leistungsfähigen Akku

Anno 1800 im Test: Super aufgebaut
Anno 1800 im Test
Super aufgebaut

Ach, ist das schön: In Anno 1800 sind wir endlich wieder in einer heimelig-historischen Welt unterwegs - zumindest anfangs. Das neue Werk von Blue Byte fesselt dank des toll umgesetzten und unverwüstlichen Spielprinzips. Auch neue Elemente wie die Klassengesellschaft funktionieren.
Von Peter Steinlechner

  1. Ubisoft Blue Byte Anno 1800 erhält Koop-Modus und mehr Statistiken
  2. Ubisoft Blue Byte Preload der offenen Beta von Anno 1800 eröffnet
  3. Systemanforderungen Anno 1800 braucht schnelle CPU

    •  /