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Flexispy will nutzerfreundlich sein

Flexispy wirbt mit großer Benutzerfreundlichkeit. Wer sich auf der Webseite etwas länger umschaut, wird von einem englischsprachigen Supportmitarbeiter im Chat angesprochen. Fragt man dort, ob die Software zur Kontrolle des Partners im Geheimen eingesetzt werden kann, ist die offenherzige Antwort "natürlich". Zum Angebot von Flexispy gehört auch, dass die Malware auf Wunsch von einem Techniker des Unternehmens auf dem Ziel-Smartphone installiert wird.

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Wer den Installationsservice buchen will, muss zusätzlich zum Paketpreis rund 30 US-Dollar bezahlen. Schon vorab wird erklärt, dass ein physischer Zugriff auf das Zielsmartphone notwendig ist. Das zu überwachende Gerät muss sich also nicht nur in der Gewalt des Käufers der Spyware befinden, sondern auch entsperrt und betriebsbereit sein. Die Abwicklung und der Service auf der Seite wirken erst einmal professionell. Der Kontakt ist schnell und freundlich, die Angaben präzise. Das wird sich während unseres Versuches allerdings noch ändern.

Wir lassen uns einen Trojaner installieren

Wir entscheiden uns, die Malware mittels Installationsservice auf einem Honor-6X-Smartphone installieren zu lassen. Weil wir vorab wissen, dass wir für die Installation einen Rechner per Teamviewer freigeben müssen, nutzen wir einen dedizierten Virenrechner, der nicht mit dem Redaktionsnetzwerk verbunden ist. Wir starten den Vorgang, indem wir einem Mitarbeiter im Chat unsere Bestellnummer und einige weitere Informationen über die Hardware geben.

Schnell wird klar: Hochtechnisch wird dieser Vorgang nicht werden. Denn wir müssen lediglich das Smartphone mit dem Rechner verbinden, den Developer-Modus auf dem Gerät aktivieren und ADB-Anfragen zulassen. Zwischendurch kommt es immer wieder zu langen Wartezeiten - offenbar ist der Techniker mit mehreren Installationen gleichzeitig beschäftigt.

Zwischendurch vergisst er dann auch, das ADB-Kommando ans Smartphone zu senden und beschimpft uns im Chat, weil wir seinen Anweisungen nicht korrekt folgen würden. Mehrmals schreibt er in durchgängigen Großbuchstaben, dass wir endlich die ADB-Anfrage auf dem Gerät bestätigen sollen - die dort nicht erscheint, weil er das entsprechende Kommando nicht ausgelöst hat. Wir stellen uns dumm. Nach einigen weiteren bösen Kommentaren startet der Supportmitarbeiter dann die ADB-Anfrage, die wir umgehend bestätigen. Es folgt die eigentliche Installation, die nur wenige Augenblicke dauert.

Ohne Technikersupport wäre die Installation wohl schneller gewesen

Letztlich dauert der Infektionsvorgang inklusive einer langwierigen Aktivierungsprozedur rund 40 Minuten. Hätten wir uns selbst die Malware von der Seite geladen, wäre die Installation ohne die Wartezeiten und Fehler wohl schneller vonstatten gegangen.

Schon während der Installation fällt auf, dass die Macher von Flexispy zwar viele Funktionen versprechen, ihre Malware aber offenbar nicht besonders gut getarnt haben. Denn wir werden vor der Installation aufgefordert, im Play Store die Funktion "Google Play Protect" komplett auszuschalten. Offenbar verfügen die Flexispy-Macher trotz ihrer zum Teil reißerischen Werbung nicht über Techniken, Malware tief ins System einzuschleusen, wie es etwa beim Trojaner Skygofree zu beobachten ist.

Mit Play Protect prüft Google regelmäßig die Integrität des Systems und auch die auf dem Smartphone installierten Apps. Der Mechanismus ist also auch ein Schutz gegen regelmäßig im Playstore vorkommende Malware.

In der Liste installierter Apps oder im Task-Manager taucht Flexispy aber tatsächlich nicht auf, nachdem wir es bei Abschluss der Installation einmalig versteckt haben.

 Flexispy: Wir lassen uns Spyware installierenFlexispy hat keine eigenen Exploits 
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