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Flexible Displays: Samsung-Zulieferer soll Infos nach China verkauft haben

Flexible Displays könnten die nächste Innovation bei Smartphones werden - entsprechend begehrt ist die Technik. Vorreiter Samsung muss sich jetzt mit einem Fall von möglichem Geheimnisverrat herumschlagen: Ein Zulieferer soll die Technik nach China verkauft haben.
/ Tobias Költzsch
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Samsung stellte vor kurzem sein erstes flexibles Display vor. (Bild: Screenshot: Golem.de)
Samsung stellte vor kurzem sein erstes flexibles Display vor. Bild: Screenshot: Golem.de

Der Samsung-Zulieferer Toptec wird von der südkoreanischen Staatsanwaltschaft beschuldigt, Informationen über Samsungs flexible Display-Technologie an einen chinesischen Konkurrenten verkauft zu haben. Wie Reuters berichtet(öffnet im neuen Fenster) , wurden einer der Geschäftsführer sowie neun Angestellte angeklagt.

Toptec stellt automatisiertes Equipment her, mit dem Displays produziert werden. Das Unternehmen soll extra eine Strohfirma gegründet haben, um Informationen darüber zu verkaufen, wie bestimmte Maschinen verwendet werden müssten. Auch Zeichnungen der Display-Panels sollen verkauft worden sein.

Toptec soll für die Informationen 15,5 Milliarden Won erhalten haben, umgerechnet sind das 12,15 Millionen Euro. Das Unternehmen streitet die Vorwürfe ab. "Unser Unternehmen hat niemals Samsungs Display-Technologie oder Geschäftsgeheimnisse an ein chinesisches Unternehmen verkauft."

Samsung zeigt faltbares Display (SDC 2018)
Samsung zeigt faltbares Display (SDC 2018) (03:07)

Laut Staatsanwaltschaft investierte Samsung in den vergangenen sechs Jahren 150 Milliarden Won in die Entwicklung der gestohlenen Display-Technologie. Umgerechnet sind das 117,5 Millionen Euro.

Toptec wolle mit den Ermittlern zusammenarbeiten, um die Hintergründe aufzudecken. Am Markt hinterließen die Anschuldigungen gegen den Zulieferer bereits Spuren: Der Aktienkurs sank um 20 Prozent.


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