Abo
  • IT-Karriere:

Flexible Displays im Trend: Falt-Smartphone ist nicht gleich Falt-Smartphone

Zum diesjährigen MWC waren mehrere Hersteller endlich so weit und konnten ihre ersten Smartphones mit faltbarem Display zeigen. Wir haben die unterschiedlichen Geräte verglichen und festgestellt, dass Huawei das aktuell beste Konzept verwendet.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Beim Galaxy Fold ist deutlich ein Knick in der Mitte des Displays zu erkennen.
Beim Galaxy Fold ist deutlich ein Knick in der Mitte des Displays zu erkennen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Besser hätten die Saalplaner des Mobile World Congress (MWC) 2019 es nicht machen können: In der prominenten Halle 3 liegen sich die Stände von Samsung und Huawei direkt gegenüber. Entsprechend sind die momentan wohl interessantesten Smartphones nur wenige Meter voneinander getrennt: Huaweis Mate X und Samsungs Galaxy Fold.

Inhalt:
  1. Flexible Displays im Trend: Falt-Smartphone ist nicht gleich Falt-Smartphone
  2. Galaxy Fold mit Knick in der Optik
  3. Einen separaten, kleinen Bildschirm finden wir nicht praktisch

Beide Geräte sind Smartphones mit faltbaren Displays. Samsung hatte bereits vor einigen Jahren öffentlichkeitswirksam sein erstes flexibles Display präsentiert, so dass in den letzten Jahren die Erwartungen hoch waren, dass der südkoreanische Hersteller endlich das fertige Gerät präsentiert. Das hat allerdings gedauert, zwischendurch zeigte Samsung immerhin das Display - allerdings auf einer komplett dunklen Bühne. Bei Huawei lief die Entwicklung des faltbaren Mate X in den letzten Jahren weniger öffentlich ab, entsprechend war vor der Präsentation des Gerätes auch wenig darüber bekannt.

Weder Samsung noch Huawei können aber den Titel des ersten Consumer-Smartphones mit faltbarem Display für sich reklamieren - da ist ihnen der chinesische Hersteller Royole zuvorgekommen: Royole stellte bereits Ende 2018 das Flexpai vor, das wie Huaweis Mate X ein großes Display auf der Außenseite hat. Dieses teilt sich beim Zusammenklappen in einen vorderen und einen hinteren Bildschirm auf. Das Galaxy Fold hingegen hat das faltbare Display innen verbaut, auf der Außenseite hat Samsung ein zusätzliches, kleineres Display angebracht. Bei all den neuen Geräten wird es Zeit für eine Bewertung, wer momentan das Konzept hat, das am meisten verspricht.

Das Flexpai von Royole haben wir auf der CES 2019 bereits in einem Hands on besprochen - gut weggekommen ist das Gerät dabei nicht. Auf dem MWC 2019 konnten wir nach einigem Hin und Her auch endlich Huaweis Mate X in den Händen halten. Beide Smartphones verfolgen das gleiche Konzept mit einem außen eingebauten Display. Der direkte Vergleich zeigt aber, dass das Flexpai nicht mit dem Mate X mithalten kann.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe, Ettlingen
  2. MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG, Wolfertschwenden Raum Memmingen

Zum einen erlaubt Huaweis Falcon-Wing-Gelenk einen wesentlich kleineren Radius beim Zusammenklappen des Smartphones. Beim Flexpai können wir im zusammengeklappten Zustand zwischen den beiden Hälften durchschauen, an der Faltstellte ist das Smartphone knapp zwei Finger hoch. Das Mate X hingegen ist zusammengefaltet gut 11 mm dick - immer noch dicker als herkömmliche Smartphones, aber deutlich dünner als das Flexpai.

Zum andere fühlt sich das Mate X wesentlich hochwertiger an als das Flexpai. Das Smartphone ist sehr dünn, aber dennoch stabil. Das Falcon-Wing-Gelenk erzeugt nach dem Aufklappen genug Spannung, um das Display verlässlich in einer flachen Position zu halten. Wir können das Smartphone dann wie ein nicht faltbares Gerät bedienen, ohne Gefahr zu laufen, dass es unter dem Druck unserer Finger zusammenklappt. Das Gelenk rastet in gewisser Weise ein, allerdings ohne, dass es beim Zusammenklappen wieder entriegelt werden muss.

Das tut das Gelenk von Royole nicht, es hat keinen derart definierten Endpunkt, der dem aufgeklappten Display Stabilität verleiht. Daher ist das Flexpai immer etwas gebogen, wie wir auch schon im Hands on des Gerätes festgestellt hatten. Das Mate X hingegen ist plan, in der Mitte ist lediglich eine leichte Furche zu erkennen. Diese hat uns bei der Bedienung des Smartphones aber nicht gestört.

Galaxy Fold mit Knick in der Optik 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 38,99€
  2. 39,99€
  3. (PC-Spiele bis zu 85% reduziert)

Apfelbaum 14. Mär 2019

Gar kein Problem :-D

Bluray 05. Mär 2019

Wer sagt eigentlich das die Oberfläche weich ist? Habe noch nichts über die Härte...

Sander Cohen 02. Mär 2019

Nicht wirklich! Wenn man sich mal die Fingerabdrucksensoren davor und teils sogar noch...

Eleazar 28. Feb 2019

Es müsste ja "nur" an der Verbundstelle randlos sein... aber ich bin auch kein Ingenieur...

yudji 28. Feb 2019

Meiner Meinung nach das beste Klapp-Smartphone-Konzept weil das weiche, für Kratzer...


Folgen Sie uns
       


Tiemo Wölken (SPD) zu Artikel 13

Der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken hofft darauf, dass das Europaparlament am 26. März 2019 den umstrittenen Artikel 13 noch ablehnt.

Tiemo Wölken (SPD) zu Artikel 13 Video aufrufen
Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus
  2. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln
  3. Wasserkühlung erforderlich Leistungshunger von Auto-Rechnern soll stark steigen

Katamaran Energy Observer: Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen
Katamaran Energy Observer
Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen

Schiffe müssen keine Dreckschleudern sein: Victorien Erussard und Jérôme Delafosse haben ein Boot konstruiert, das ohne fossilen Treibstoff auskommt. Es kann sogar auf hoher See selbst Treibstoff aus Meerwasser gewinnen. Auf ihrer Tour um die Welt wirbt die Energy Observer für erneuerbare Energien.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Umweltschutz Kanäle in NRW bekommen Ladesäulen für Binnenschiffe
  2. Transport DLR plant Testfeld für autonome Schiffe in Brandenburg
  3. C-Enduro Britische Marine testet autonomes Wasserfahrzeug

IT-Headhunter: ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht
IT-Headhunter
ReactJS- und PHP-Experten verzweifelt gesucht

Marco Nadol vermittelt für Hays selbstständige Informatiker, Programmierer und Ingenieure in Unternehmen. Aus langjähriger Erfahrung als IT-Headhunter weiß er mittlerweile sehr gut, was ihre Chancen auf dem Markt erhöht und was sie verschlechtert.
Von Maja Hoock

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?
  3. Milla Bund sagt Pläne für KI-gesteuerte Weiterbildungsplattform ab

    •  /