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Einen separaten, kleinen Bildschirm finden wir nicht praktisch

Das Galaxy Fold erinnert uns in zusammengeklappten Zustand an ein Klapp-Smartphone aus den 2000er-Jahren. Der kleine Außenbildschirm ist für uns eine Notlösung und kein Dauerzustand - selbst, wenn wir nur Nachrichten beantworten oder schnell unsere E-Mails überprüfen wollen. Für die meisten Tätigkeiten würden wird das Galaxy Fold wohl aufklappen, was uns im Alltag einfach zu umständlich wäre.

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Das Mate X hat aufgrund der Konstruktion zudem Vorteile bei der Kameraausstattung: Huawei muss - anders als Samsung - keine qualitativ schlechtere Frontkamera verbauen, da das Smartphone einfach umgedreht werden kann. Dann lässt sich das Dreifach-Kamerasystem zusammen mit dem rückseitigen 6,38-Zoll-Bildschirm als Sucher für Selbstporträts verwenden. Deshalb kann Huawei auch auf eine Aussparung für die Kameras beim großen Bildschirm verzichten, die Samsung bei seinem faltbaren 7-Zoll-Display verbaut hat.

  • Das Mate X von Huawei hat ein komplett auf der Außenseite eingebautes Display. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim Galaxy Fold von Samsung hingegen liegt das flexible Display auf der Innenseite. (Bild: Samsung)
  • Beim Flexpai von Royole ist der Bildschirm ebenfalls auf der Außenseite. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Mate X lässt sich dank des Falcon-Wing-Gelenks problemlos auf- und zuklappen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Aufgeklappt bietet das Gelenk genügend Widerstand, um das Display plan zu halten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Beim Galaxy Fold ist an der Faltstelle ein deutlicher Knick sichtbar - beim Mate X fällt dieser wesentlich weniger dramatisch aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dem Flexpai von Royole fehlt die Spannung im aufgeklappten Gelenk. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dadurch ist das Smartphone nie wirklich plan. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Beim Galaxy Fold ist an der Faltstelle ein deutlicher Knick sichtbar - beim Mate X fällt dieser wesentlich weniger dramatisch aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nur in einem Punkt könnte das Galaxy Fold einen Vorteil gegenüber dem Mate X haben: beim Display-Schutz. Da bei Samsungs Smartphone der faltbare Bildschirm innen verbaut ist, ist er im zusammengeklappten Zustand komplett geschützt. Das auf der Außenseite liegende, nicht flexible Display lässt sich wie bisher mit kratzfestem Glas schützen. Beim Mate X liegt der flexible Bildschirm hingegen immer auf der Außenseite und ist entsprechend Smartphone-feindlichen Umgebungen wie Hosentaschen oder Rucksäcken mit Schlüsseln drin ausgesetzt.

Wie Huawei dadurch entstehende Kratzer verhindern will, ist momentan offenbar noch nicht ganz klar, wie uns Kevin Ho in einer Gesprächsrunde verraten hat. Auf den ersten Blick wirkt das Mate X nicht besonders kratzempfindlich, ein Schutz wie Gorilla-Glas fehlt aber definitiv. Huawei hat für das Smartphone eine spezielle Hülle vorgestellt, die allerdings den 6,6 Zoll großen Frontbereich offen lässt. Bis zum Marktstart, der für den Sommer 2019 geplant ist, muss Huawei eine für den Kunden funktionierende Lösung finden, die ein zu starkes Zerkratzen verhindert. Generell ist es wohl auch keine schlechte Idee, wenn Besitzer des Mate X dieses eher vorsichtig behandeln.

Grundsätzlich ist bei der Analyse von Smartphones mit faltbaren Displays zu beachten, dass deren Markt noch sehr jung ist. Die bisher präsentierten Geräte sind Modelle der ersten Generation, die möglicherweise in einigen Jahren mit einem Schmunzeln betrachtet werden. Allerdings zeigt sich bereits jetzt, dass es starke Unterschiede in der Qualität gibt, etwa am Beispiel des Royole Flexpai. Ebenso wird deutlich, dass es unterschiedliche Grundkonzepte gibt - von denen wir das von Huawei bevorzugen.

Ob sich Smartphones mit faltbarem Display auf lange Sicht am Markt etablieren werden, hängt neben dem Faktor der Widerstandsfähigkeit der biegbaren Panels auch vom Preis ab. Für 2.000 Euro und mehr dürften sich nicht viele Käufer finden - das Flexpai kostet zwar weniger, ist aber nur in China und den USA erhältlich und kein empfehlenswertes Gerät. Sinkt der Preis, dürfte sich der Markt für faltbare Smartphones öffnen; momentan ist die Technologie aber noch zu neu und zu kostspielig in der Produktion, um die Geräte für den Preis eines herkömmlichen Smartphones anbieten zu können.

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 Galaxy Fold mit Knick in der Optik
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Apfelbaum 14. Mär 2019

Gar kein Problem :-D

Bluray 05. Mär 2019

Wer sagt eigentlich das die Oberfläche weich ist? Habe noch nichts über die Härte...

Sander Cohen 02. Mär 2019

Nicht wirklich! Wenn man sich mal die Fingerabdrucksensoren davor und teils sogar noch...

Eleazar 28. Feb 2019

Es müsste ja "nur" an der Verbundstelle randlos sein... aber ich bin auch kein Ingenieur...

yudji 28. Feb 2019

Meiner Meinung nach das beste Klapp-Smartphone-Konzept weil das weiche, für Kratzer...


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