Flex Sense: Microsofts Display-Folie dient als Photoshop-Ebene

Die meisten Nutzer entfernen die Folie vom Display eines Smartphones oder Tablets - denn bisher diente diese einzig als Schutz, bot aber keinen weiteren Nutzen. Microsoft Research zeigt mit seinem Forschungsprojekt Flex Sense einen alternativen Ansatz ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ): Die Folie dient beispielsweise als Ebene in Photoshop oder enthüllt in Filmen, wie eine bestimmte Szene ohne CGI-Effekte aussehen würde.

Hierzu verwendet Microsoft eine dünne, flexible Folie mit insgesamt 16 x 8 piezoelektrischen(öffnet im neuen Fenster) Sensoren - Pyzo Flex(öffnet im neuen Fenster) genannt. Diese reagieren auf Verformungen, aus denen wiederum mit zwei Formeln - aus zuvor per Kameras aufgezeichneter Positionserfassung - berechnet wird, wie der Nutzer die Folie geradebiegt. Das finale System kommt zur Erkennung ohne externe Sensoren wie Kameras aus.
Als mögliche Anwendungsszenarien demonstriert Microsoft Research beispielsweise einen Film mit CGI(öffnet im neuen Fenster) -Effekten: Liegt die Flex-Sense-Folie flach auf dem Tablet-Display, sieht alles normal aus - wird sie aber nach oben gebogen, gibt sie den Blick frei auf den Green Screen ohne Post-Processing. Die gleiche Idee lässt sich bei Kartenmaterial verwenden, um zwischen der Satelliten- und Straßenansicht zu wechseln.














Komplexere Umsetzungen ermöglichen das Anheben von Flex Sense, um darunter liegende Ebenen zu zeigen bei, gleichzeitigem Zeichnen oder Schreiben auf der Folie - etwa in Photoshop, beim Spicken der Lösung eines Kreuzworträtsels oder dem Erstellen von Keyframe-Animationen. Weitere Ideen sind ein Spiele-Controller in Form eines fliegenden Teppichs.
Es ist zwar nicht anzunehmen, dass Flex Sense beispielsweise in einem künftigen Surface-Tablet verwendet wird, die grundsätzliche Idee könnte aber für Branchen wie den Grafik- oder Medizinsektor interessant sein und dort geprüft werden.



