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Flatrate: GMX und Web.de machen De-Mail kostenlos

GMX und Web.de schaffen die Kosten für private De-Mail-Nutzer ab. Bisher war das Kontingent auf zehn verschlüsselte Mails im Monat begrenzt, jede weitere De-Mail kostete zwischen 33 und 49 Cent.
/ Achim Sawall
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De-Mail-Nutzung bei Gmx (Bild: Gmx)
De-Mail-Nutzung bei Gmx Bild: Gmx

Die beiden 1&1-Marken GMX und Web.de geben zum Start der Cebit 2014 ein verbessertes Tarifangebot für De-Mail bekannt(öffnet im neuen Fenster). Mit der De-Mail-Flatrate können Kunden die De-Mail ab sofort kostenlos nutzen und eine unbegrenzte Anzahl von De-Mails versenden und empfangen.

Bisher hatte 1&1 für Kunden der De-Mail-Dienste das Kontingent auf zehn verschlüsselte Mails im Monat begrenzt, jede weitere De-Mail kostete zwischen 33 und 49 Cent. "Das Gefühl der versteckten Kosten war dabei ein Argument, das aus der Politik und von Nutzern immer wieder vorgebracht wurde", sagte Web.de- und GMX-Geschäftsführer Jan Oetjen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Die von 1&1 unterstützte De-Mail soll rechtsverbindliche elektronische Nachrichten, einen Identifizierungsdienst und eine gesicherte Onlinedokumentenablage ermöglichen.

Drei Standard-De-Mails pro Monat sind bei der Deutschen Telekom inklusive. Bis Ende Januar 2015 sind weitere De-Mails aber auch bei der Telekom kostenlos.

Das konkurrierende Produkt der Post ist der E-Postbrief, der 55 Cent kostet.

Über 500.000 Privatnutzer haben laut den 1&1-Angaben einen De-Mail-Vertrag bei den Marken GMX und Web.de abgeschlossen. Über 20.000 Firmenkunden haben einen De-Mail-Vertrag mit firmenspezifischer De-Mail-Domain bei der Marke 1&1 abgeschlossen.

Hartmut Pohl von der Gesellschaft für Informatik hatte erklärt(öffnet im neuen Fenster): "Grundsätzlich begrüßen wir die Möglichkeit eines Kontaktes mit Behörden auf elektronischem Weg. Allerdings bietet die De-Mail in ihrer derzeitigen Form keine wirklich höhere Sicherheit gegenüber der herkömmlichen E-Mail."

De-Mails werden standardmäßig nicht End-to-End-verschlüsselt. Irreführenderweise, so Pohl, sei die standardmäßig eingestellte Verschlüsselung eine reine Transportverschlüsselung, die den Datentransfer von Server zu Server gegen Abhören absichert – allerdings würden alle E-Mails in den Servern unverschlüsselt zwischengespeichert. Diese Transportverschlüsselung sei nicht neu, sondern werde vielmehr schon seit Jahren von E-Mail-Anbietern verwendet. Pohl: "Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist erst die Voraussetzung für einen sicheren E-Mail-Verkehr."


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