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Bandlaufwerke, hier ein Storagetek von Oracle, haben noch nicht ausgedient.
Bandlaufwerke, hier ein Storagetek von Oracle, haben noch nicht ausgedient. (Bild: Oracle)

IBM setzt auf LTO und Jaguar

Doch obwohl der Markt für Bandspeicherlösungen noch eine Zukunft hat: Viele Teilnehmer gibt es nicht mehr. Der LTO-Markt besteht weitestgehend aus den Konsortiumsmitgliedern Quantum, Hewlett Packard Enterprise (HPE), IBM sowie diversen Medienherstellern. Beim Jaguar-Tape bleibt IBM sogar bewusst der einzige Anbieter. Das gilt auch für die Oracle-Lösung. Eine Absprache mit anderen Teilnehmern von Konsortien kann sich IBM so sparen. Das ist vermutlich mit ein Grund, warum die Jaguar-Tapes so weit vor den LTO-Bändern sind. Immerhin lassen sich 10 TByte unkomprimiert speichern und Altmedien lassen sich zusätzlich effizienter nutzen.

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So schafft es IBM, mit den Bändern der letzten Generation mehr Daten zu speichern als es die gerade erst veröffentlichte LTO-7-Technik schafft. Nämlich 7 TByte statt zuvor 4 TByte auf einem JC-Band. LTO liegt derzeit bei 6 TByte und behauptet dreist, die Bänder könnten dank Kompression 15 TByte speichern. Das LTO-Konsortium fällt derzeit ohnehin durch übertriebenes Marketing auf.

Jaguar-Technik kostet viel Geld

Die Jaguar-Technik ist allerdings für kleinere Unternehmen kaum bezahlbar. Der Listenpreis eines TS-1150-Laufwerks (Jaguar ist nicht der offizielle Markenname) liegt immerhin bei 50.000 Euro. Dafür bekommt man mit LTO-Technik schon mehrere 2-HE-Rack-Autoloader-Lösungen. Quantums Superloader 3 mit LTO-7-Laufwerken kostet gerade einmal 3.800 Euro im Handel - ein Schnäppchen im Vergleich zur Jaguar-Infrastruktur. Dank integriertem Bandautomaten liegt die Kapazität bei 96 TByte in dem Gerät. Ein einzelnes externes SAS-Laufwerk von HPE (Storeever LTO-7 Ultrium 15000) kostet ähnlich viel. Laufwerke von Quantum sind etwa 1.000 Euro günstiger.

Diesen Markt will sich auch IBM nicht entgehen lassen und bleibt bei einer Doppelstrategie. Auf der Cebit wurde das unterstrichen, indem man eine Tape-Library mit LTO-7-Laufwerken zeigte. Das eigene Jaguar-Produkt hingegen fehlte in Hannover.

  • Statistiken des LTO-Konsortiums muss man genauer studieren. (Grafik: LTO-Konsortium)
  • Die positive Meldung basiert auf einer verkauften Kapazität. (Grafik: LTO-Konsortium)
  • Bei den Stückzahlen geht es hingegen leicht bergab. Der Markt für LTO-Medien ist aber stabil. (Grafik: LTO-Konsortium)
Bei den Stückzahlen geht es hingegen leicht bergab. Der Markt für LTO-Medien ist aber stabil. (Grafik: LTO-Konsortium)

Der aktuelle Shipment Report (PDF) zeigt zudem halbwegs stabile Verkaufszahlen bei den abgesetzten Medien, auch wenn die Hochzeiten von LTO vorbei sind. Dafür gibt es jedoch Statistiken, die - LTO-typisch - in komprimierten PByte Euphorie verbreiten. Die Statistiken verbessern sich alleine schon wegen der Kapazitätssteigerung von Generation zu Generation.

In der Storage-Welt bleiben All-Flash-Konzepte gleichberechtigt zu der alten, aber bewährten Bandspeichertechnik - auch wenn einer der Vorteile der Letzteren gerade die schlechte Leistung ist.

 Flash + Tape = Flape: Der Bandspeicher ist nicht am Ende

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scalty 24. Mär 2016

@GWS, wo bekommt man die so günstig?

Peter Brülls 24. Mär 2016

Völlig unverständlich. Es konnte auch noch niemand erklären, warum Steinzeitmenschen...

x2k 24. Mär 2016

Ich bin grad sehr beeindruckt was ihr im privat umfeld an daten mengen einlagert. Ich...

gehtjanx 23. Mär 2016

Die "Bänder" und Disketten halten aber länger als Festplatte und CDs, soviel ist ja schon...



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