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Flash-Speicher: Sandisk baut 1-TByte-MicroSD-Karten

MWC 2019
Für viel Videomaterial: Sandisk baut eine nach UHS-1 spezifizierte MicroSD-Karte, die 1 TByte an Daten speichern kann. Sie soll hohe Datenraten für 4K-Aufnahmen liefern, ist aber auch nicht ganz preiswert.
/ Oliver Nickel
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Sandisk baut seine MicroSD-Karten auch mit 512 GByte. (Bild: Sandisk)
Sandisk baut seine MicroSD-Karten auch mit 512 GByte. Bild: Sandisk

Sandisk stellt auf der Elektronikmesse MWC 2019 in Barcelona die Extreme MicroSD UHS-I(öffnet im neuen Fenster) vor. Das ist die erste MicroSD-Karte des Unternehmens, die über bis zu 1 TByte Kapazität verfügt. Die Karte wird nach dem SDXC-Standard gefertigt und ist mit exFat-Dateisystem nur zu neueren Geräten kompatibel, die dieses Format unterstützen. Laut Sandisk sollte Hardware, die nach 2010 gebaut wurde, diese Bedingung erfüllen. Die Karte müsste generell mit MicroSDXC- und MicroSDHC-Lesegeräten funktionieren.

Sandisks Micro-SD-Karte ist nach UHS-1 spezifiziert, dessen Busgeschwindigkeit maximal 104 MByte/s erlaubt. Trotzdem gibt der Hersteller Leseraten von 160 MByte/s und Schreibraten von maximal 90 MByte/s an. Die Videogeschwindigkeitsklasse V30 beschreibt dabei, dass kontinuierlich 30 MByte/s erreicht werden können, was das Abspielen und Aufnehmen von Videos in 4K-Auflösung ermöglicht.

Die höheren Übertragungsraten sollen durch den "speziellen Flash-Speicher" ermöglicht werden, den Sandisk-Mutterkonzern Western Digital zur Verfügung stellt. Sicherlich helfen perfekte Laborbedingungen auch dabei, diese Werte zu erreichen. Ein Adapter für das ältere und größere SD-Kartenformat liegt dem Produkt bei.

Gerade das Aufnehmen von Videomaterial in 4K füllt SD-Karten recht schnell, die 1-TByte-Karte von Sandisk hat daher zumindest theoretisch eine Zielgruppe. Allerdings ist sie mit angegebenen 450 US-Dollar nicht gerade preiswert, vor allem, da kleine Produkte wie dieses schnell verloren gehen. Alternativ bietet Sandisk eine 512-GByte-Version mit gleichen Leistungswerten an, die etwa 200 US-Dollar kosten soll. Sie sind ab April 2019 erhältlich.


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