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NAND & DRAM: Micron plant riesige Investition in den USA

In den USA investiert Micron 40 Milliarden US-Dollar in Forschung und neue Werke für Speicher . Erst einmal stehen aber schwere Zeiten bevor.
/ Johannes Hiltscher
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Microns Firmenzentrale in Boise, Idaho. (Bild: Micron)
Microns Firmenzentrale in Boise, Idaho. Bild: Micron

Widersprüchlicher kann eine Meldung kaum sein: Flash- und DRAM-Hersteller Micron will in den kommenden zehn Jahren 40 Milliarden US-Dollar in den USA investieren(öffnet im neuen Fenster) , gleichzeitig warnt das Unternehmen vor rückläufigem Umsatz und Gewinn. Über die schlechten Nachrichten informierte das Unternehmen die US-Börsenaufsicht SEC(öffnet im neuen Fenster) .

Als Grund für den schlechteren Ausblick nennt Micron die angespannte Marktlage: Kunden bestellten aufgrund voller Lager weniger, die Preise für Flash und RAM sinken. Ähnlich geht es Nvidia , einem Kunden von Micron. Für das letzte Quartal 2022 erwartet Micron, dass die pessimistische Umsatzprognose sogar noch unterboten werden könnte. Gegenüber dem dritten Quartal 2022 mit 8,6 Milliarden US-Dollar Umsatz waren die Erwartungen mit 7,2 Milliarden US-Dollar bereits zurückhaltend. Das untere Ende der Erwartung, 6,8 Milliarden US-Dollar, würde einen Umsatzrückgang von über einem Fünftel bedeuten.

Noch düsterer sind die Erwartungen für das folgende erste Quartal 2023: Hier rechnet Micron sogar mit Verlusten. Daher sollen hier geplante Investitionen gestrichen werden. Langfristig erwartet das Unternehmen allerdings weiter wachsende Nachfrage nach seinen Speicherchips. In den kommenden zehn Jahren soll daher groß investiert werden: Allein 40 Milliarden US-Dollar in den USA, weltweit sind 150 Milliarden US-Dollar geplant(öffnet im neuen Fenster) .

Auch Micron möchte vom Chips and Science Act profitieren

Bei den Investitionen in den USA erwartet Micron, vom mittlerweile auch durch Präsident Biden unterzeichneten Chips and Science Act zu profitieren. CEO Sanjay Mehrotra erwartet dadurch eine deutliche Steigerung der Speicherproduktion in den USA: "Dieses Gesetz wird es Micron ermöglichen, die heimische Speicherproduktion im nächsten Jahrzehnt von unter zwei auf bis zu zehn Prozent des Weltmarkts zu steigern" . Laut Micron sollen insgesamt 40.000 neue Arbeitsplätze entstehen, 5.000 davon für Entwickler und Führungskräfte.

Wo genau das Geld investiert werden soll, ist noch offen, entsprechende Pläne will Micron in den kommenden Wochen vorstellen. In den letzten Jahren hatte Micron bereits ein neues Entwicklungszentrum in Atlanta, Georgia, eröffnet(öffnet im neuen Fenster) und mit dem Ausbau eines Werks in Manassas, Virginia(öffnet im neuen Fenster) , begonnen. Nicht fehlen durfte der Hinweis, dass die geplanten Investitionen der nationalen Sicherheit und Unabhängigkeit der USA dienen. Die sind zentrales Anliegen des milliardenschweren Förderprogramms, auch andere Unternehmen betonen sie stets .


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