Abo
  • IT-Karriere:

Flappy Bird ausprobiert: Hass-Spiel mit Suchtpotenzial

Selten habe ich ein Spiel erlebt, das mich derart frustriert, gleichzeitig aber auch nicht mehr loslässt. Flappy Bird ist zu einem Phänomen geworden, das die sozialen Netzwerke beherrscht - und von der Jagd nach dem Highscore lebt.

Artikel veröffentlicht am ,
Flappy Bird kann ein unglaublich frustrierendes Spiel sein.
Flappy Bird kann ein unglaublich frustrierendes Spiel sein. (Bild: Screenshot Golem.de)

Flapp flapp flapp, patsch. Flapp flapp flapp, bing...patsch. Flappy Bird kann anfangs ein sehr frustrierendes Spiel sein - und zwischendrin auch. Das Spielprinzip ist eigentlich recht simpel: Der Spieler steuert einen kleinen, plumpen Vogel durch Tippen auf den Smartphone-Bildschirm und dirigiert ihn durch stets gleich große, aber versetzt angeordnete Hindernisse. Pro Tipp fliegt der Vogel ein wenig nach oben, ohne Tipp stürzt er ab - ein Spielprinzip ähnlich wie bei Jetpack Joyride, nur dass dauerhaftes Drücken bei Flappy Bird den Vogel nicht in der Luft hält.

Stellenmarkt
  1. Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München
  2. Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main

Sobald der Vogel irgendwo auch nur leicht anstößt, ist das Spiel mit einem klatschenden, an eine Ohrfeige erinnernden Geräusch beendet und beginnt von vorne. Die Anzahl der durchflogenen Hindernisse stellt die Punktzahl dar - und hier beginnt der Frust und die Faszination des Spiels. Immer wieder denke ich, dass ich jetzt den ultimativen Weg zum Highscore gefunden habe - nur um anschließend wieder mit klatschendem Geräusch gegen ein Hindernis zu fliegen und anschließend den Drang zu verspüren, mein Smartphone gegen eine Wand werfen zu wollen.

Der nervenaufreibende Wettlauf um den Highscore

Um es kurz zu fassen: Wer auf Anhieb eine Punktzahl von fünf oder mehr erreicht, dürfte als Flappy-Bird-Wunderkind gelten. Ein Punkt, zwei Punkte, dann wieder mehrfach null Punkte - aufhören geht trotzdem nicht, oder nur schwer. Neben dem persönlichen Ehrgeiz ist ein Grund dafür auch, dass Flappy Bird mittlerweile so weit verbreitet ist, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass es im eigenen Freundeskreis gespielt wird. Und damit beginnt dank des Game Centers von iOS und Play Games von Android das Wettrennen um den besten Highscore.

Auch in sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook finden sich zahlreiche Einträge von stolzen Flappy-Bird-Spielern, die sich über für mich aktuell noch unerreichbare Highscores freuen. Flappy Bird hat sich seit Januar 2014 geradezu viral über die Netzwerke verbreitet, wie ein Blick auf die Twitter-Statistik von Topsy zeigt: Seit dem 4. Januar 2014 wurde der Hashtag #flappybird über 350.000-mal auf Twitter erwähnt, alleine am 1. Februar waren es über 65.000 Erwähnungen.

Downloads in Millionenhöhe

In den Downloadstatistiken von Apples App Store und Googles Play Store steht Flappy Bird mittlerweile ebenfalls an der Spitze. In den USA liegt das Spiel bereits seit dem 18. Januar 2014 auf Platz eins, in Deutschland seit kurzem auch - zumindest in der Kategorie der Familienspiele. Bei Googles Play Store ist das Spiel bei den Downloads mittlerweile in der Kategorie 10 bis 50 Millionen angelangt.

Der Entwickler der App, Dong Nguyen, ist offenbar selbst überrascht vom Erfolg seines Spiels, wie er im Gespräch mit Techcrunch erklärt. Er selbst habe keine Werbung für Flappy Bird betrieben und kann sich selber nicht erklären, warum es so beliebt geworden ist. Zum Schwierigkeitsgrad erklärt Nguyen, dass der Platin-Score seinem persönlichen Highscore entspricht - wie hoch er ist, weiß ich nicht, da ich offenbar nicht mal in seine Nähe komme.

Kostenlos für Android und iOS

Flappy Bird kann kostenlos für Android und iOS heruntergeladen werden. Einen Tipp hat Nguyen noch: Es sei bei Flappy Bird am besten, nicht zu schnell und hektisch vorzugehen - ein Rat, den wir schwer zu befolgen fanden. Mittlerweile bin ich über meinen Highscore von 29 sehr glücklich - auch wenn er geschummelt ist und von einer Kollegin stammt, die auf meinem Smartphone gespielt hat. Trotzdem strebe ich natürlich nach mehr. Flapp, flapp, flapp...patsch. Wieder nur drei Punkte.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 50,99€
  2. 2,99€
  3. 4,19€

Hundretzero 28. Mai 2014

vielleicht kennen manche das neeu twitch game "dEXTRIS". fLAPPTRIS ist die mischung aus...

Woodycorn 17. Feb 2014

Badlands is geil - richtig düster und der Suchtfaktor ist seeehr hoch! :) ....achja und...

kman 09. Feb 2014

OMG!!! Siehe auch den Spiegel online Artikel: http://www.spiegel.de/netzwelt/games...

Lokster2k 07. Feb 2014

Naja...aber es wird doch keiner leugnen wollen, dass die Industrie heute aus anderen...

Lemo 06. Feb 2014

Weiß jetzt gar nicht was du von mir willst, ich meinte lediglich, dass Spiele für...


Folgen Sie uns
       


AMD stellt Navi-Grafikkarten vor

Die neuen GPUs sollen deutlich effizienter und leistungsstärker sein und ab Juli 2019 verfügbar sein.

AMD stellt Navi-Grafikkarten vor Video aufrufen
In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Projektorkauf: Lumen, ANSI und mehr
Projektorkauf
Lumen, ANSI und mehr

Gerade bei Projektoren werden auf Plattformen verschiedener Onlinehändler kuriose Angaben zur Helligkeit beziehungsweise Leuchtstärke gemacht - sofern diese überhaupt angegeben werden. Wir bringen etwas Licht ins Dunkel und beschäftigen uns mit Einheiten rund um das Thema Helligkeit.
Von Mike Wobker


    In eigener Sache: Golem.de bietet Seminar zu TLS an
    In eigener Sache
    Golem.de bietet Seminar zu TLS an

    Der Verschlüsselungsexperte und Golem.de-Redakteur Hanno Böck gibt einen Workshop zum wichtigsten Verschlüsselungsprotokoll im Netz. Am 24. und 25. September klärt er Admins, Pentester und IT-Sicherheitsexperten in Berlin über Funktionsweisen und Gefahren von TLS auf.

    1. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
    2. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?
    3. In eigener Sache Was du schon immer über Kubernetes wissen wolltest

      •  /