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Fixed Wireless Access: Telefónica Deutschland beginnt mit Gigabit-Test

Die Telefónica startet in München und Hamburg Testläufe für Gigabit-Zugänge mit 5G Fixed Wireless Access. 70 Prozent der 26.000 Funkstationen werden mit Glasfaser angeschlossen.

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Telefónica-Chef Markus Haas
Telefónica-Chef Markus Haas (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die Telefónica Deutschland (O2) wird 5G als Fixed Wireless Access für die Überwindung der letzten Meile und für mehr Kapazität einsetzen. Vorstandschef Markus Haas sagte der Rheinischen Post: "Als Test wollen wir dieses Jahr in München und Hamburg jeweils bis zu 50 Haushalte per 5G-Mobilfunk mit Internet versorgen. Dafür bauen wir in den Straßen entlang der vorhandenen Glasfasertrassen kleine Mobilfunkstationen, die dann WLAN-Router in den Wohnungen versorgen. So ähnlich plant es der US-Mobilfunkgigant Verizon in mehreren Städten."

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Die Telefónica wolle mit der künftigen Mobilfunktechnik 5G das von der Bundesregierung geplante Legen von Glasfaser in fast jedes Haus unnötig machen, erklärte Haas. Doch 5G erreicht keine symmetrischen Gigabit-Datenraten und die Nutzer müssen sich die Kapazität teilen, daher kann auch 5G als Fixed Wireless Access Fiber To The Home (FTTH) nicht ersetzen.

Haas: "Wir wollen bis 2022 rund 70 Prozent unserer 26.000 Funkstationen mit Glasfaser anschließen. 5G kann uns dann erlauben, immer mehr Haushalten extrem schnelles Internet per Mobilfunk mit mehr als einem Gigabit/Sekunde anzubieten. Ich kann mir vorstellen, perspektivisch viele Hunderttausend Kunden mit 5G zu Hause zu versorgen."

Huawei hat Lösung für 5G Fixed Wireless Access

Der Netzwerkausrüster Huawei wird neben den Netzprodukten zum Ende des Jahres 2018 ein vermarktungsfähiges 5G-Terminal im Home-Router-Format (CPE) vorstellen. Die Deutsche Telekom hat auf dem Branchenkongress MWC 2018 in Barcelona angekündigt, 5G als Fixed Wireless Access für die Überwindung der letzten Meile für Industrieapplikationen und für mehr Kapazität einzusetzen. Da Huawei einer der wichtigsten Partner der Telekom ist, könnte ein Angebot für 5G Fixed Wireless der Telekom schon bald kommen.

Skeptisch sieht Haas Vorstellungen der Regierung, die Mobilfunkbetreiber würden schnell entlang aller großen Straßen 5G-Stationen aufbauen: "Es gibt bisher kein Geschäftsmodell, wie die hohen Milliardeninvestitionen für dieses sehr spezielle Anwendungsgebiet eines per 5G unterstützten autonomen Fahrens bezahlt werden."

Kein Problem hätte Haas damit, wenn Marktführer Telekom bei Glasfasernetzen von der Regulierung befreit würde: "Der Aufbau der neuen Glasfasernetze sollte nicht wie bisher reguliert werden, um Investitionen anzuregen." Der Telefónica-Konzern setzte wie in der Vergangenheit im Mobilfunk auf freiwillige Vereinbarungen und nicht auf Regulierung. Das Interesse der Telekom und anderer regionaler Anbieter an einer hohen Auslastung und schnellen Refinanzierung des Netzes werde sehr groß sein.



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