Fixed Wireless Access (FWA): Bisher kein Festnetzersatz von Telekom oder Telefonica

Telefónica hat angeblich ein FWA-Produkt im Angebot. Der Marktführer Deutsche Telekom ist noch eine Antwort schuldig. Tatsächlich haben beide kein Produkt.

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Telekom probiert und plant mit FWA.
Telekom probiert und plant mit FWA. (Bild: Deutsche Telekom / Screenshot: Golem.de)

Während Telefónica angeblich seit Monaten einen Festnetzersatz (Fixed Wireless Access) auf dem Markt hat, äußert sich die Deutsche Telekom aktuell nicht zu dem Thema, trotz vieler Vorankündigungen.

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Telefónica-Sprecher Jörg Borm sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir haben das Thema Fixed Wireless Access in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich zur Serienreife entwickelt." Man biete den Kunden mit dem O2-Homespot für 4G/5G seit dem 3. November 2020 als Teil des O2-Zuhause-Angebots eine Alternative zum klassischen Festnetzanschluss. Zum Beispiel überall dort, wo keine schnelle festnetzbasierte Breitbandinfrastruktur verfügbar sei.

Doch Telefónica hat uns hier sehr ungenau informiert. Als man Golem.de sagte, dass es ein FWA-Produkt für den Massenmarkt gibt, gingen wir davon aus, dass es sich um das von dem Netzbetreiber in Hamburg getestete Produkt handelt, wonach wir auch gefragt hatten. Es ist aber - wie wir jetzt bestätigt bekamen - ein simpler 5G-Router. FWA ist kein standardisierter Begriff, sondern eine Sammelbezeichnung für ein Dienstangebot.

Telefónica hatte Fixed Wireless Access in Hamburg getestet

Telefónica biete "leistungsstarken Mobilfunk anstelle von Festnetzanschlüssen - Stichwort Fixed-Mobile-Substitution - an", sagte Deutschlandchef Markus Haas am 20. Mai 2020. In Hamburg hatte der Betreiber Fixed Wireless Access mit 5G getestet, wobei Samsung-Technik aus dem Bereich der Millimeterwellen (26 GHz) über die letzte Meile zum Einsatz kam. Es handelt sich bei FWA laut allgemeinem Branchenverständnis nicht einfach um einen Router mit SIM-Karte, der ein WLAN im Gebäude aufspannt. Auf der Nutzerseite besteht die FWA-Technologie aus einem Empfangsgerät, einem handelsüblichen DSL-Router und einem WLAN-Zugangspunkt. Gearbeitet wurde im Bereich 26 oder 60 GHz.

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Von der Deutschen Telekom haben wir seit Mitte vergangener Woche noch keine Antwort auf unsere Anfrage bekommen, ob es ein FWA-Produkt in Magenta gibt. Sicher zugesagt hatte der Netzbetreiber FWA noch nicht.

Nemat: Wir setzten auf 5G Fixed Wireless Access

Claudia Nemat, Vorstand Technologie und Innovation bei der Telekom, sagte am 26. Februar 2018 auf dem Mobile World Congress in Barcelona: "Wir setzen 5G für drei Bereiche ein: als Fixed Wireless Access für Leute, die ihren Garten nicht umgraben lassen wollen, für Industrieapplikationen und für mehr Kapazität." Die neue Generation des Mobilfunks sei effektiver bei der Spektrumausnutzung. Die Technik für Fixed Wireless Access kommt laut Nemat von Huawei und Samsung.

Im Rhein-Sieg-Kreis testete die Telekom das Verfahren zum Einsatz von Funk auf der letzten Meile. "Wir haben in Bad Honnef einen Pilotversuch laufen, wo wir die letzte Meile per Funk überwinden. Da bekommt der Kunde eine Außenantenne und über entsprechende Kabel eine Indoorversorgung und dann sind wir gigabitfähig", sagte Walter Goldenits, Technikchef der Telekom Deutschland, im November 2019. Hier gebe es immer neue Möglichkeiten im Mikrowellenbereich. Genutzt würden 26 und 60 GHz, um über kurze Distanzen hohe Bandbreiten zu übermitteln.

"Wir haben das in Bad Honnef ausprobiert, es funktioniert", erklärte Goldenits. Nötig sei aber eine direkte Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger. "Legt man ein Löschblatt dazwischen, geht die Verbindung auf null herunter." Das bedeute einige technische Herausforderungen, die man meistern müsse. Aber es werde Möglichkeiten geben, auch ohne Kabel die letzte Meile zu überwinden. Goldenits: "Wir analysieren gerade dementsprechend und versuchen, ein Produkt zu erstellen, was der Kunde auch nutzen kann."

Nachtrag vom 12. Mai 2021, 16:02 Uhr

Der Artikel wurde überarbeitet, nachdem uns Telefónica nun erklärt hat, dass der Test aus Hamburg nicht zu einem Produkt geführt hat. Danach hatten wir aber ausdrücklich gefragt. "Ganz konkret bezogen auf 26 GHz bisher (noch) nicht, wir haben das jedoch weiterhin im Blick", sagte Telefónica-Sprecher Borm.

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