Five9: Zoom muss Milliardenübernahme aufgeben

Durch das Eingreifen des US-Justizministeriums kann Zoom den Cloud-Anbieter Five9 nicht für 14,7 Milliarden US-Dollar erwerben.

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Unternehmenszentrale von Zoom in den USA
Unternehmenszentrale von Zoom in den USA (Bild: Zoom)

Five9 hat den Vertrag zur Übernahme durch Zoom Video Communications aufgekündigt. Five9 erklärte, dass der Vertrag nicht genügend Stimmen von den Aktionären erhalten habe und der Fusionsplan "im gegenseitigen Einvernehmen beendet" werde. Zoom wollte Five9, das Cloud-basierte Contact-Center-Plattformen für die Kundenbetreuung anbietet, für 14,7 Milliarden US-Dollar in Aktien übernehmen.

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Hintergrund für die Aufkündigung der Übernahme ist die Überprüfung durch das vom US-Justizministerium geführte Team Telecom, weil der Kauf von Five9 durch Zoom "ein Risiko für die nationale Sicherheits- oder Strafverfolgungsinteressen" darstellen könne.

Von WebEx zu Cisco zu Zoom

Laut Informationen des Wall Street Journals soll es bei der Überprüfung um mutmaßliche Verbindungen der Firma des früheren Cisco-Entwicklers, Chefs und Gründers von Zoom, Eric Yuan, nach China gehen. Yuan wuchs in China auf, kam 1997 ins Silicon Valley und arbeitete bei dem Webkonferenz-Startup WebEx. Nach der Übernahme von WebEx durch Cicso wurde Yuan Vice President of Engineering. Im Jahr 2007 wurde Yuan in den USA eingebürgert. Yuan verließ später Cisco, um seine eigene Firma Zoom Video Communications zu gründen und wurde durch den Börsengang von Zoom im Jahr 2019 zum Milliardär.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal sind viele Entwickler von Zoom traditionell in China ansässig.

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Mindestens seit dem Jahr 2016 hatte Zoom mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geworben, die es jedoch nicht gab. Zudem warf die US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) Zoom vor, dass aufgezeichnete Besprechungen nicht wie behauptet auf einem verschlüsselten Cloud-Speicher abgelegt, sondern teils bis zu 60 Tage lang unverschlüsselt auf den Zoom-Servern gespeichert wurden.

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