Fitnessarmbänder statt Smartwatches: Xiaomi löst Apple als größten Wearable-Anbieter ab
Mit preiswerten Fitnessbändern hat Xiaomi es laut einer Studie der Marktforschungsfirma Strategy Analytics (öffnet im neuen Fenster) geschafft, mehr Wearables als Apple zu verkaufen. Apple fiel mit der Apple Watch nach Fitbit auf den dritten Platz. Im zweiten Quartal 2017 soll Xiaomi 3,7 Millionen Geräte verkauft und damit einen Marktanteil von 17 Prozent erreicht haben. Fitbit hat ebenfalls hauptsächlich Fitnessarmbänder im Sortiment und hält mit Wearables einen Marktanteil von 15,7 Prozent. Apple ist mit 13 Prozent Dritter.
Anfang 2017 war Apple nach Einschätzung der Marktforscher noch auf Position eins. Das Abrutschen auf Rang drei liege offenbar an der mangelnden Bereitschaft von Apple, auch preiswertere Modelle oder Fitnessarmbänder zu verkaufen. Xiaomi bietet hingegen mit den Mi-Bändern preiswerte Tracker(öffnet im neuen Fenster) an, die in der neuen Version auch den Puls messen können und ein Display besitzen, aber einen Bruchteil der Apple Watch kosten – die derweil mehr Aufgaben beherrscht.
Bedrohlich könnte die Strategie der Chinesen für Fitbit sein, die ebenfalls Fitnessarmbänder, aber zu höheren Preisen verkaufen. Alle Unternehmen können unterdessen auf ein starkes Wachstum im Wearable-Markt hoffen, der um 8 Prozent wuchs. Weltweit sollen 21,6 Millionen Wearables verkauft worden sein. Die Verkäufe der Apple Watch sollen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres laut Apple um 50 Prozent gestiegen sein. .
Exakte Verkaufszahlen von Apple fehlen, weil das Unternehmen die Verkäufe der Apple Watch in der Bilanz mit anderen Geräten gemischt ausweist und keine Stückzahlen nennt. Apple-Chef Tim Cook teilte anlässlich der jüngsten Quartalszahlen allerdings mit, dass sich die Uhrenverkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt hätten.
Zuletzt musste Apple aber Rückschläge bei der Apple Watch verzeichnen: Die Apps von Amazon, Tripadvisor, Ebay und Google Maps werden nicht mehr für die Apple Watch angeboten.
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