Fitbit: Ökonomen warnen vor Übernahme von Fitbit durch Google

Bekannte Wirtschaftswissenschaftler sehen bei der Übernahme von Fitbit durch Google Probleme - dabei geht es nicht nur um Datenschutz.

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Artwork der Fitbit Sense
Artwork der Fitbit Sense (Bild: Fitbit)

14 Ökonomen aus Deutschland, Frankreich, Schweden und anderen europäischen Ländern warnen vor der Übernahme des Smartwatch-Herstellers Fitbit durch Google. Die Wirtschaftswissenschaftler sorgen sich laut einem Bericht von Faz.net, dass der Deal "den Verbrauchern wahrscheinlich Schaden bringt in Sachen Krankenversicherung, medizinische Versorgung und sogar auf dem Arbeitsmarkt."

In ihrem Brief schreiben die Ökonomen laut Faz.net auch, dass Fitbit künftig durch Google bevorzugt werde und es so weniger Wettbewerb gebe. Zu den Unterzeichnern gehören die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer und Tomaso Duso vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

Der Brief ist wohl auch eine Reaktion auf jüngst bekanntgewordene Pläne der Europäischen Kommission, Google den Kauf von Fitbit unter Auflagen zu gewähren.

Google hatte sich Ende September 2020 bereiterklärt, die Daten von Fitbit nicht mit seinen Algorithmen für Werbung zu verknüpfen und dies von einer unabhängigen Stelle überwachen zu lassen. Wenn die Nutzer dies wollen, sollen die Daten außerdem auch Drittanbietern zur Verfügung gestellt werden.

Und: Andere Hersteller von Smartphones sollen weiterhin etwa Android Wear verwenden können. Google hat angekündigt, weiter auf Wear OS zu setzen und es auch auf Fitbit-Smartwatches anstelle des dort momentan genutzten Betriebssystems Fitbit OS nutzen zu wollen.

Google hatte im November 2019 angekündigt, Fitbit kaufen zu wollen. Der Preis soll laut Medienberichten bei rund 2,1 Milliarden US-Dollar liegen. Im Sommer 2020 hatten mehr als 20 Interessenverbände auch aus den USA vor der Übernahme gewarnt.

"Die Aufsichtsbehörden müssen davon ausgehen, dass Google in der Realität das gesamte momentan noch unabhängige Datenmaterial von Fitbit in Kombination mit seinen eigenen Daten verwenden wird", sagten die Gruppen. Die endgültige Entscheidung der Europäischen Kommission dürfte in den nächsten Tagen fallen.

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FreiGeistler 01. Okt 2020

Das Dummchen liegt falsch. Sicher vor Jeff sind sie aber nicht.

Kein Kostverächter 01. Okt 2020

Falsch gefragt. Denn eine Übernahme muss nicht gut für den Arbeitsmarkt und die...

pantena 01. Okt 2020

Also wie beim WLAN-Scanning (mit Google Maps als Ausrede) Oder FB bei der Übernahme von...



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