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Langsame Apps und schnelle Sportler

In Europa benötige ich dazu einen Rechner mit Windows 10 oder MacOS mit einem speziellen Programm von Fitbit sowie Playlists auf iTunes oder dem Windows Media Player - und Geduld: Die Übertragung ist fehleranfällig und kann ein paar Minuten, laut Beschwerden in diversen Foren aber auch ein paar Stunden dauern. Fitbit hat bislang nicht klar gesagt, ob Nutzer in Europa einen eigenen Streamingdienst angeboten bekommen, mit dem das künftig einfacher gehe.

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Fitbit bietet im Netz relativ einfachen Zugriff auf sein SDK, mit dessen Hilfe Drittentwickler eigene Apps auf Basis von Javascript, CSS und SVG für die Uhr schreiben und irgendwann später auch veröffentlichen können. Nach Angaben von Fitbit haben sich bislang rund 1.400 Entwickler für das Programm angemeldet, für den Start des Store werden auch Anwendungen von einigen bekannten Softwareanbietern versprochen.

Ich bin gespannt, wer das ist, und was die Apps auf der Ionic können. Was bislang von den Smartwatchfunktionen zu sehen ist, finde ich mäßig überzeugend. Vieles erinnert an die ersten Tage der Apple Watch, Daten werden vor allem über eine langsame Bluethooth-Verbindung zwischen der Fitbit-App auf meinem Smartphone und der Uhr ausgetauscht. Wenn ich etwa eines der 17 mitgelieferten Zifferblätter installieren will (mehr als eines passt nicht auf die Ionic), dauert das Übertragen der Daten teils länger als eine Minute.

  • Nach dem Training ist die Route nur über die Strava-App auf der Ionic sichtbar. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Das Menü wirkt aufgeräumt und übersichtlich. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Kein Film, sondern nur ein Bildchen zum Start eines Lauftrainings. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Die Armbänder der Ionic lassen sich sehr einfach austauschen. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Das Ladekabel der Fitbit Ionic hält magnetisch. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Diese Animationen wirken nicht sehr flüssig. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Das Traing selbst ist aber gut gemacht. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • In der App (hier iOS) können Nutzer alle Daten abrufen. (Bild: Fitbit/Screenhot: Golem.de)
  • Die Tagesübersicht der App von Fitbit. (Bild: Fitbit/Screenhot: Golem.de)
  • Die Schlafanalyse geht sehr ins Detail und wirkt gelungen. (Bild: Fitbit/Screenhot: Golem.de)
  • App und Zifferblätter werden über die App auf die Uhr übertragen - per Bluetooth. (Bild: Fitbit/Screenhot: Golem.de)
  • Fast alle derzeit verfügbaren App stammen von Fitbit und gehören zur Grundausstattung einer solchen Uhr. (Bild: Fitbit/Screenhot: Golem.de)
  • Die Zifferblätter bieten etwas für fast jeden Geschmack. (Bild: Fitbit/Screenhot: Golem.de)
  • Auf dem Portal von Fitbit im Browser stehen auch alle Daten zur Verfügung. (Bild: Fitbit/Screenhot: Golem.de)
Diese Animationen wirken nicht sehr flüssig. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)

Besonders schnell scheint die Ionic selbst auch nicht zu sein. Beispielsweise wirken einfache Animationen, mit denen mir eine der Fitbit-Apps namens Coach ein paar Gymnastikübungen erklärt, sehr ruckelig. Auch das Abrufen von Benachrichtigungen fühlt sich alles andere als flüssig an.

Inoffiziellen Informationen zufolge verwendet die Uhr einen ARM-Hauptprozessor von Toshiba, der wesentlich weniger leistungsstark als der Hauptprozessor der Apple Watch 3 ist, aber dafür auch weniger Energie benötigt. Außerdem sollen 2,2 MByte RAM verbaut sein - bestätigt ist das ebenfalls nicht. Es wird spannend sein zu sehen, was die Ionic nach der Eröffnung des App Stores auf Basis ihrer Hardware tatsächlich an sinnvollen oder spaßigen Apps bietet.

Wer sie jetzt kauft, bekommt eine sehr ordentliche Sportuhr mit gutem Funktionsumfang. Die Bedienung über drei seitlich angebrachte Tasten und den Touchscreen funktioniert umstandslos und macht Spaß. Fehlbedienungen etwa beim Sport durch den Kontakt mit Kleidung wie zuletzt bei der Vivoactive 3 von Garmin habe ich nicht festgestellt. Das Farb-LED-Display ist im Normalfall ausgeschaltet, es wird durch eine Armgeste, durch ein Antippen oder einen Knopfdruck aktiviert, was gut funktioniert. Die Informationen sind auch unter direkter Sonneneinstrahlung ablesbar.

Auf der Uhr sind Profile für sieben Sportarten vorinstalliert, unter anderem Laufen, Radfahren, Gewichte und ein Intervall-Timer. Weitere Sportarten wie Wandern und Gehen lassen sich dem Training anschließend über die zwingend zum Betrieb der Ionic benötigte App zuweisen. Die bei Aktivitäten angezeigten Zifferblätter lassen sich nicht konfigurieren, sind aber relativ gut zusammengestellt. Um wirklich alle Informationen zu sehen, ist relativ viel Wischen nötig - mich hat das nicht gestört.

Gute Synchronisierung über die App

Fitbit hat die für Mobilgeräte mit iOS, Android und Windows Phone verfügbare Software in den vergangenen Monaten spürbar verbessert. Mir gefällt sie jetzt richtig gut. Besonders praktisch ist die schon länger existierende Fähigkeit, Fitnessdaten über alle Geräte von Fitbit hinweg zu synchronisieren oder schlicht das Smartphone zum Zählen von Schritten zu verwenden - das bietet sonst kein anderer Hersteller in dieser Form. Die von uns bei der Fitbit Alta HR getestete sehr gute Schlafanalyse Sleep Better ist auch auf der Ionic verfügbar.

Die Aufschaltung zu den GPS-Satelliten dauert bei der Ionic relativ lange. Während neue Sportuhren von Garmin das meist in zwei bis drei Sekunden schaffen, benötigt die Uhr von Fitbit mindestens 30 Sekunden oder mehr - danach funktioniert das System aber problemlos und erfasst das Signal auch nach Durchquerung etwa einer Unterführung akkurat.

Vier Tage Akkulaufzeit

Den Sensor für die optische Pulsmessung am Handgelenk hat Fitbit selbst neu entwickelt. Statt ausschließlich grüner Dioden gibt es eine mit grünem, eine mit rotem und eine mit infrarotem Licht. In der Praxis hat das System im Vergleich mit einer Uhr mit Brustgurt minimal mehr Ausreißer abgeliefert, als mir recht ist. Wenn die Herzfrequenzmessung korrekt gearbeitet hat - was in gefühlt 95 Prozent der Aktivitätszeit der Fall war - hat sie aber so gut wie immer nahezu exakt die gleichen Werte angezeigt wie andere Geräte.

Laut Fitbit soll die Ionic die Sauerstoffsättigung im Blut (SpO2) messen können, um auf mögliche Probleme etwa mit Schlafapnoe und Vorhofflimmern aufmerksam zu machen. Wir haben nicht herausbekommen, ob diese durchaus interessante Funktion auf unserem Gerät schon aktiviert und verfügbar war, oder ob das erst später der Fall sein wird.

Für den Akku gibt der Hersteller eine Laufzeit von mindestens vier Tagen im normalen Gebrauch mit konstanter Pulsmessung, der Erfassung von Schritten und ähnlichen Funktionen an. Bei Verwendung des GPS-Signals soll die Ionic bis zu 10 Stunden am Stück schaffen. Mir erscheinen diese Werte realistisch - bei einer Stunde Joggen hat der Akku meist um die zehn Prozent verloren.

Ab Ende 2017 soll man mit der Ionic kontaktlos an Kreditkartenterminals bezahlen können - das soll mit American Express, Mastercard und Visa funktionieren. Fitbit gibt die Wasserdichtigkeit der Uhr mit 5 ATM an. Schwimmen ist möglich, der Puls wird dabei aber nicht erfasst. Wer mag, kann sich bei aktiver Kopplung die Benachrichtigungen seines Smartphones auf dem Display anzeigen lassen. Externe Sensoren über Bluetooth und Ant+ werden nicht unterstützt - noch nicht einmal simple Puls-Brustgurte.

 Fitbit Ionic im Test: Die (noch) nicht ganz so smarte SportuhrVerfügbarkeit und Fazit 
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AmpMan 27. Nov 2017

such mal nach Xiaomi Huami AMAZFIT bip.

koehler.christian 25. Nov 2017

Funktioniert das inzwischen? Ich mache mit einer Fr235 oft Intervalltraining auf dem...

Askaaron 24. Nov 2017

Ja, die Pebble hatte auch hier Probleme und ich bereue es nicht, auf eine Gear S3...

DeathMD 22. Nov 2017

Wie können Daten anonymisiert sein, wenn sie sich das Recht raus nehmen, diese mit meinem...

stoneburner 22. Nov 2017

die müssen mit der implementierung noch warten bis die studie von den betreibern der...


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