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Fitbit: Google setzt für neues Wearable offenbar auf Whoop-Prinzip

Google plant offenbar ein Fitbit ohne Display und orientiert sich damit am Whoop-Prinzip. Auch Garmin soll an einem solchen Gerät arbeiten.
/ Peter Steinlechner
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Fitbit-Tracker auf einer Messe (im Jahr 2014) (Bild: JOE KLAMAR/AFP via Getty Images)
Fitbit-Tracker auf einer Messe (im Jahr 2014) Bild: JOE KLAMAR/AFP via Getty Images

Laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) arbeitet Google an einem neuen Fitness-Tracker der Marke Fitbit, der komplett ohne Display auskommen soll. Statt auf klassische Smartwatch-Funktionen soll das Wearable stärker auf Sensorik, Auswertung und App-Anbindung setzen.

Das ist ein Ansatz, der in den vergangenen Monaten vor allem durch den Erfolg von Whoop an Bedeutung gewonnen hat. Auch andere Hersteller vermelden für solche Geräte sehr gute Absätze, etwa Amazfit mit dem Helio-Band.

Offiziell bestätigt ist das Fitbit-Gerät nicht. Der Bericht beruft sich auf mit der Entwicklung vertraute Personen. Technische Details, ein Zeitplan oder ein Produktname fehlen.

Dennoch passt das alles zur aktuellen Lage bei Google: Fitbit spielt im Konzern seit der Übernahme 2021 eine deutlich kleinere Rolle, neue Hardware erschien zuletzt nur zögerlich.

Gleichzeitig positioniert Google seine eigenen Pixel-Watches stärker als Allround-Smartwatches. Ein Tracker ohne Display könnte die Trennung weiter zuspitzen. Während Pixel-Watches klassische Funktionen wie Apps und Benachrichtigungen abdecken, könnte Fitbit wieder stärker als spezialisierte Fitness-Plattform auftreten.

Garmin arbeitet laut Leaks an Cirqa

Im Mittelpunkt stünden dann kontinuierliche Messungen von Herzfrequenz, Schlaf und Belastung sowie deren Auswertung in der App, inklusive möglicher Abo-Modelle für erweiterte Analysen.

Genau dieses Modell hat Whoop erfolgreich etabliert. Das Unternehmen baut sein Angebot in jüngster Zeit weiter aus, investiert in neue Sensorik und internationale Expansion. Auch andere Hersteller prüfen ähnliche Konzepte: Branchenbeobachter erwarten seit einiger Zeit ein entsprechendes Band von Garmin, das unter dem Namen Cirqa erscheinen soll.

Ob Google tatsächlich einen solchen Neustart für Fitbit wagt, bleibt offen. Der Bloomberg-Bericht zeigt aber, in welche Richtung sich der Wearable-Markt zunehmend entwickelt: weniger Display, mehr Daten.


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