Abo
  • Services:

Fit durch Strom: US-Militär testet elektrische Hirnstimulation

Damit Soldaten bei drögen Arbeiten wie der Auswertung von stundenlangen Drohnenvideos wach bleiben, testet das US-Militär den Einsatz elektrischer Ströme zur Aufmerksamkeits- und Leistungssteigerung. Mit Elektroschocks hat das nichts zu tun.

Artikel veröffentlicht am ,
Menschliches Gehirn (Symbolbild): nach Stunden so aufmerksam wie am Anfang
Menschliches Gehirn (Symbolbild): nach Stunden so aufmerksam wie am Anfang (Bild: American Heart Association)

Diese Entwicklung gibt der Redewendung, eine Person stehe unter Strom, eine ganz neue Wendung: Die US-Luftwaffe will müde Soldaten künftig mit Strom wach halten.

Stellenmarkt
  1. Messe Berlin GmbH, Berlin
  2. Convidis AG, Sankt Gallen (Österreich)

Stundenlange Videos von Drohnen oder aus anderen Aufklärungsquellen auszuwerten, ist eine ermüdende Aufgabe, die aber dennoch von demjenigen, der damit vertraut ist, ein hohes Maß an Aufmerksamkeit erfordert. Damit die Soldaten dabei nicht einschlafen, will das US-Militär sie mit einer Methode aus der Medizin wach halten: Das Gehirn soll mit elektrischem Strom stimuliert werden.

Keine Elektroschocks

Dabei wird das Gehirn über Elektroden, die außen am Kopf angelegt werden, mit elektrischen Impulsen stimuliert. Diese Methode wird auch in der Medizin angewandt. Psychiater etwa behandeln auf diese Weise schwere Depressionen. Mit der groben Elektroschockbehandlung früherer Zeiten hat das jedoch nichts zu tun: Die elektrischen Ströme sind nur sehr schwach. Es wird zehn Minuten lang 1 Milliampere angelegt.

Erste Tests im Air Force Research Laboratory auf dem Luftwaffenstützpunkt Wright-Patterson im US-Bundesstaat Ohio hätten bereits positive Ergebnisse gezeitigt, berichtet die Tageszeitung Boston Globe. Die Ergebnisse zeigten, dass sich Aufmerksamkeit und Wachsamkeit verbessert hätten.

Wie in der ersten Minute

Probanden, deren Gehirne auf diese Weise stimuliert worden seien, hätten konsistent gleiche Leistung erbracht, sagte Andy McKinley, ein an den Tests beteiligter Forscher. Nach der Hirnstimulation seien sie auch nach Stunden noch so aufmerksam gewesen wie in der ersten Minute.

Bei den Tests geht es auch darum, mögliche Nebenwirkungen zu erkunden: Eine Vergleichsgruppe bekam zum Wachbleiben Koffein und zeigte die üblichen Nebenwirkungen wie Nervosität, erhöhte Herzfrequenz oder einen rapiden Einbruch, wenn das Koffein aufhört zu wirken. Diese blieben bei den Elektro-Probanden aus. Es seien lediglich in Einzelfällen leichte Hautreizungen durch die Elektroden sowie ein leichter und kurzer Kopfschmerz aufgetreten.

Ein und aus

Trotz der guten Ergebnisse der Tests rät William "Scott" Killgore, Psychologe an der Harvard Medical School, zur Vorsicht: Das Verfahren sei noch nicht sehr genau, sagte er dem Boston Globe. Das Problem sei, dass durch die Stimulation eines Gehirnareals die Aktivität in anderen verringert werde. "Das Schwierige ist, zu wissen, welche Bereiche man ein- und welche man ausschaltet."

Dem US-Militär geht es darum, die Aufmerksamkeit zu erhöhen sowie die kognitive Leistungsfähigkeit zu verbessern. Beim Auswerten von Überwachungsvideos, auf denen kaum etwas passiert, kann die Aufmerksamkeit schon nach 20 Minuten nachlassen. Das Personal kämpfe jeden Tag gegen Ermüdungserscheinungen, berichtet Justin Nelson, ein anderer an dem Programm beteiligter Forscher.

Am Ende sollen bei dem Projekt Elektroden herauskommen, die einfach anzulegen sind und für einen Teil der Soldaten zur Standardausrüstung gehören sollen. Eine zivile Nutzung ist nicht beabsichtigt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und 20€ Steam-Guthaben geschenkt bekommen
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

Rom117 23. Feb 2014

es auch möglich ist damit bestimmte bereiche des gehirns so zu bearbeiten, dass zum...

m9898 22. Feb 2014

Ich denke, dass sich deine Ansicht schon im Biologieunterricht der 8-9 Klasse...

4tzum 22. Feb 2014

b e a b s i c h t i g t .

ITLeer 22. Feb 2014

Den für ethik und moral, dalls die sowas überhaupt haben.

gs2 22. Feb 2014

...nach dem Militär Dienst rennen die Soldaten dann planlos in der zivilen Welt umher...


Folgen Sie uns
       


The Crew 2 - Fazit

The Crew 2 bietet zum Teil wahnwitzige Neuerungen, stolpert im Test aber trotzdem über alte Fehler.

The Crew 2 - Fazit Video aufrufen
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  2. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Zweiter Weltkrieg mit Sprengkraft

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

Bargeldloses Zahlen: Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt
Bargeldloses Zahlen
Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt

Während Google Pay jüngst hierzulande gestartet ist, lässt Apple Pay auf sich warten. Kein Wunder: Der deutsche Markt ist schwierig - und die Banken sind in einer guten Verhandlungsposition.
Eine Analyse von Andreas Maisch

  1. Bargeldloses Zahlen Apple und Goldman Sachs planen Apple-Kreditkarte

    •  /