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Fisker Emotion: Henrik Fisker entwirft Elektroauto mit großer Reichweite

Es soll noch fahren, wenn auch der größte Tesla schon stehen geblieben ist: Henrik Fiskers neues Luxus-Elektroauto Fisker Emotion soll eine Reichweite von 640 Kilometern haben.
/ Werner Pluta
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Fisker Emotion: mehr Platz für die Passagiere als bei der Konkurrenz (Bild: Fisker Inc.)
Fisker Emotion: mehr Platz für die Passagiere als bei der Konkurrenz Bild: Fisker Inc.

Er ist wieder da: Der dänische Designer Henrik Fisker hat wieder ein Elektroauto entworfen. Der Fisker Emotion zeichnet sich durch eine neue Akkutechnik und große Reichweite aus. Das Unternehmen will das Auto im kommenden Jahr der Öffentlichkeit präsentieren.

Das Auto sei eine Luxus-Sportlimousine, erklärt der Hersteller. Der Fisker Emotion hat eine gedrungene Form und eine lange Front. Damit ähnelt er anderen Autos, die Fisker mitentworfen hat, darunter der Aston Martin DB9(öffnet im neuen Fenster), der BMW Z8(öffnet im neuen Fenster) und natürlich der Hybridsportwagen Fisker Karma.

Der Akku kommt von einer UCLA-Ausgründung

Chassis und Karosserie des Autos bestehen aus Aluminium sowie einem kohlenstofffaserverstärkten Verbundwerkstoff. Der Akku ist eine Entwicklung des Unternehmens Fisker Nanotech, einem Joint Venture von Fisker und Nanotech Energy(öffnet im neuen Fenster). Das ist eine Ausgründung der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA), die die von Richard Kaner und Maher El-Kady entwickelten Energiespeicher vermarkten soll.

Der Akku nutzt eine neue Technik mit dem zweidimensionalen Kohlenstoff Graphen. Mit einer Ladung soll das Auto 640 Kilometer weit fahren. Das ist weiter als Teslas Model S P100D. Das Topmodell von Tesla hat laut Hersteller eine Reichweite von 613 Kilometern. Die Motorleistung des Fisker Emotion ist nicht bekannt. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 240 km/h liegen.

Passagiere haben viel Platz

Die Insassen steigen durch Flügeltüren ein, die Fisker Schmetterlingstüren nennt. Das Auto werde trotz seiner sportlichen Form mehr Platz im Innenraum bieten "als seine nächsten Konkurrenten", sagt der Hersteller. Fisker erwähnt explizit den Fußraum im Fond. Das dürfte ein kleiner Seitenhieb auf Tesla sein. Im Model S sitzt der Mitfahrer wegen des Akkus im Unterboden mit angezogenen Knien. Von allen Sitzen aus soll das Infotainmentsystem des Fahrzeugs bedienbar sein.

Fisker wird das Auto mit Assistenzsystemen ausstatten, die ein voll automatisches Fahren ermöglichen. Die Hardware will Fisker von einem Partner beziehen. Welcher das ist, will das Unternehmen in Kürze bekanntgeben.

Fiskers Karma war kein Erfolg

Fisker Inc.(öffnet im neuen Fenster) heißt Fiskers neues Unternehmen. Der Vorgänger Fisker Automotive war nicht so erfolgreich: Zwar kam der Fisker Karma 2011 auf den Markt. Allerdings verkaufte sich das Auto schlecht. Hinzu kamen Probleme mit dem Akku, den der US-Hersteller A123 lieferte. Schließlich zerstörte der Wirbelsturm Sandy 320 Karmas, die für die Auslieferung bereitstanden.

Fisker Karma – Herstellervideo
Fisker Karma – Herstellervideo (02:50)

Wegen interner Querelen verließ Fisker Anfang 2013 sein eigenes Unternehmen. Ende jenes Jahres meldete Fisker Automotive Insolvenz an. Das chinesische Unternehmen Wanxiang kaufte die Reste auf. Es will als Karma Automotive den Hybridsportwagen unter der Bezeichnung Karma Revero bauen.

Karma Revero (Herstellervideo)
Karma Revero (Herstellervideo) (00:55)

Henrik Fisker selbst will seine neue Luxus-Sportlimousine Fisker Emotion Mitte kommenden Jahres präsentieren. Dann will der Däne auch bekanntgeben, wann das Auto auf den Markt kommt. Es soll in einer bestehenden Fabrik in den USA gefertigt werden.


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