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Fischertechnik 3D-Drucker
Fischertechnik 3D-Drucker (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Der erste Druck begeistert uns nicht

Schließlich sind wir soweit. Wir spannen das beiliegende Druckfilament ein, versorgen den Drucker über das beiliegende Laptop-Netzteil mit Strom und schließen die Steuerungseinheit per USB an den PC an. In der Software laden wir ein Druckobjekt; Fischertechnik liefert einige Beispieldateien mit, darunter auch Bauteile des eigenen Baukastensystems. Ein Designprogramm liefert Fischertechnik nicht mit, stellt aber einige Programme in seiner Anleitung vor.

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Wir klicken den Drucken-Button an und der Drucker legt los. Gerade die ersten kritischen Schichten werden korrekt gedruckt. Dank der auf dem Drucktisch aufgeklebten Buildtak-Folie haften sie sehr gut. Die XY-Abmaße unseres Druckobjekts sehen exakt aus. Mit zunehmender Höhe des gedruckten Objekt wird aber ein Problem deutlich: Der Druckkopf fräst sich zunehmend in das noch warme und weiche Druckmaterial. Er bewegt sich bei einem Schichtwechsel nicht hoch genug.

Nachzählen löst das Problem

Wahrscheinlich drehen sich die beiden Gewinde zum Senken und Heben der Z-Achse nicht wie erforderlich. Wir prüfen das Spiel der Z-Achse, doch sie sitzt stabil. Wir prüfen, ob der Schrittmotor richtig angesteuert wird. Ob die mittlerweile relative warme Steuerungselektronik Probleme verursachen könnte? Fischertechnik gibt nach einer Rücksprache Entwarnung. Wir erhalten den Tipp, noch einmal großzügig zu schmieren. Doch auch das hilft nicht.

Auf die Lösung kommen wir eher durch Zufall: Die einzelnen Glieder der Antriebskette für die Gewinde müssen von Hand zusammengesetzt werden - es müssen 137 Glieder sein. Wir zählen nach und tatsächlich haben wir 139 verbaut, der Kettenantrieb hat zu viel Spiel. Nachdem wir zwei herausgenommen haben, klappt es auch mit der Z-Achse.

  • Der Inhalt des Baukastens nimmt bereits einen Großteil der Werkbank ein. (Foto: Alexander Merz)
  • Hotend und Extruder sind vormontiert. (Foto: Alexander Merz)
  • Nützliche Kleinigkeiten wie Spachtel und Buildtak-Folie sind ebenfalls enthalten. (Foto: Alexander Merz)
  • Die Motorfassung aus Bauklötzchen ist erstaunlich stabil und auch optisch ein kleines Kunstwerk (Foto: Alexander Merz)
  • Das beschriftete Elektronikgehäuse vereinfacht die Verkabelung. (Foto: Alexander Merz)
  • Darin steckt eine Steuerplatine der German Reprap GmbH. (Foto: Alexander Merz)
  • Der fertige Drucker noch ohne vollständige Verkabelung (Foto: Alexander Merz)
  • Trotz des Kunststoffgewindes an allen 3 Achsen arbeitet der Drucker erstaunlich akkurat. (Foto: Alexander Merz)
  • Hinter der Abdeckung steckt ... (Foto: Alexander Merz)
  • ... das Hotend. Obwohl es im Betrieb mehr als 200 Grad erreichen kann, ist die Kunststoffbefestigung kein Problem. (Foto: Alexander Merz)
  • Die Kabelführung ist nur bedingt vetrauenswürdig. (Foto: Alexander Merz)
  • Leider sind die Kabel am Steuergerät nicht noch einmal gesichert. (Foto: Alexander Merz)
  • Diese Gliederkette besteht aus 137 Einzelteilen. (Foto: Alexander Merz)
  • Die für Fischertechnik umgelabelte Repetier-Software (Bild: Alexander Merz)
  • Slic3r-Integration (Bild: Alexander Merz)
  • Unsere ersten Druckversuche waren nur bedingt erfolgreich, da fehlt noch die Feinabstimmung und mehr Abschmierung an den Achsen. (Foto: Alexander Merz)
  • Mit einen zusätzlichen Lüfter wagten wir uns dann sogar an das Benchy-Modell mit halbwegs respektablem Ergebnis. (Foto: Alexander Merz)
  • Die Druckvorlage für die kleine praktische Box wird beim Drucker mitgeliefert. (Foto: Alexander Merz)
  • Am wohlsten fühlt sich der Drucker doch mit kleinen, flachen Objekten. (Foto: Alexander Merz)
Leider sind die Kabel am Steuergerät nicht noch einmal gesichert. (Foto: Alexander Merz)

Bei der Fehlersuche kommt uns die offene Bauweise sehr entgegen. Wir können problemlos die Bewegungen der Mechanik verfolgen und auf Unregelmäßigkeiten achten oder den festen Sitz aller Bauelemente prüfen.

Fehlender Lüfter stört nicht nur an Sommertagen

Ein anderes Problem lässt sich allerdings prinzipbedingt nicht einfach lösen: Es fehlt ein Lüfter am Druckkopf. Bei flachen Objekten, Objekten mit nur geringe Wandstärken und ohne Schrägen beziehungsweise Überhängen fällt das nicht sehr auf. Je höher aber das Objekt, je massiver oder bei vielen kleinen Details, desto mehr macht sich das bemerkbar. Dann wird das Druckbild sehr unsauber, da die schon ausgedruckten Schichten nicht schnell genug abkühlen und sich verziehen

Wenn wir per Tischventilator eine zusätzliche Kühlung bereitstellen, können wir zum Beispiel das gern für Druckertests verwendete Benchy-Schiffchen in durchaus akzeptabler Qualität drucken. Ohne Lüfter ist das eher ein Glücksspiel. Nach einigen entmutigenden Versuchen verzichten wir darauf, die Test-Druckmodelle des US-Make-Magazins zu Ende zu bringen, ohne Lüfter haben wir hier keine Chance. Kleine, einfache Objekte, die auch innerhalb einer Schulstunde gedruckt werden können, klappen allerdings trotzdem. Erfolgserlebnisse sind für Schüler also möglich.

Auch wenn der fehlende Lüfter den Eindruck erweckt, der Drucker wäre von Laien konzipiert worden, andere Details sprechen dagegen. Um die Haftung des Druckobjektes auf dem Tisch zu verbessern, liegt Buildtak-Folie zum Aufkleben bei, die unter 3D-Druck-Profis beliebt ist und empfohlen wird. Teil des Sets ist auch ein Spachtel, um einen fertigen Druck einfacher vom Drucktisch zu lösen - ein preiswertes und nützliches Werkzeug, dessen Kauf Anfänger aber oft vergessen.

Auch die Elektronik überrascht in diesem Zusammenhang. Nachdem wir das Gehäuse aufgeschraubt haben, zeigt sich, dass Anschlüsse für einen Lüfter und ein beheiztes Druckbett zu Verfügung stehen. Es handelt sich bei der Platine auch nicht um eine Entwicklung von Fischertechnik, sie stammt vom deutschen 3D-Druckerhersteller German Reprap.

 Nutzer brauchen PlatzPreis und Verfügbarkeit 

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Ach 12. Nov 2016

Hallo, die Stabilität der FT Bauteile ist ja erst in zweiter Linie der Stabilität der FT...

am (golem.de) 10. Nov 2016

Doch, das ist ja das Prinzip beim Prusa-Design.

mfeldt 10. Nov 2016

... wenn man sie nur noch ein bißchen verbessert udn sie sich selbst replizieren können!

Moe479 09. Nov 2016

och, das dauert nur noch ein paar jahrzehnte, tintenstrahl und dann laser brauchten auch...



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