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First Look Media: Omidyars Journalismus wird nicht gewinnorientiert

Die Medienorganisationen, die der eBay-Gründer Pierre Omidyar plant, sollen nicht gewinnorientiert arbeiten. Das Geld soll die zweite Unternehmenssparte von First Look Media, ein Technikunternehmen, erwirtschaften.

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Pierre Omidyar (2007): unabhängiger Journalismus im Sinne des Gemeinwohles
Pierre Omidyar (2007): unabhängiger Journalismus im Sinne des Gemeinwohles (Bild: Jb Reed/Bloomberg via Getty Images)

First Look Media heißt der neue Arbeitgeber des US-Journalisten Glenn Greenwald. Das hat Pierre Omidyar bekanntgegeben. Der Gründer des neuen Medienunternehmens wird selbst Verleger und finanziert das Projekt.

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50 Millionen US-Dollar hat eBay-Gründer Omidyar zunächst für sein neues Unternehmen bereitgestellt. Das seien 20 Prozent der zugesagten Finanzierung. Die Anschubfinanzierung sei der erste Schritt, um die Vision der neuen Medienunternehmen Wirklichkeit werden zu lassen, sagt Omidyar. Er plane, eine neue und aufregende Plattform für Journalismus aufzubauen, über die Journalisten ihre Arbeit an ein möglichst breites Publikum bringen können.

Zwei Unternehmenssparten

First Look Media wird Niederlassungen in New York, San Francisco und der US-Hauptstadt Washington eröffnen. Es soll aus zwei Unternehmensteilen bestehen, von denen nur einer eine Gewinnerzielungsabsicht hat. Dieser Teil soll technische Werkzeuge für Medien entwickeln. Sie sollen First Look Media selbst zur Verfügung stehen, aber auch vermarktet werden. Um welche Art von Werkzeugen es sich handelt, hat das Unternehmen nicht verraten.

Der andere Teil von First Look Media wird sich dem Journalismus widmen. "Seine Aufgabe wird es sein, unabhängigen Journalismus im Sinne des Gemeinwohls zu veröffentlichen und zu unterstützen", schreibt Jay Rosen in seinem Blog Press Think. Der Journalist und Medienwissenschaftler aus New York berät First Look Media.

Das Bemerkenswerte: Dieser Unternehmensteil soll eine gemeinnützige Einrichtung werden, die nicht auf Gewinn ausgerichtet ist. Die Techniksparte soll, so stellen sich die Initiatoren das vor, die Journalismusabteilung finanzieren. Die erste Publikation wird, das steht bereits fest, digital sein. Einen Namen gibt es noch nicht.

Querfinanzierter Journalismus

Das Modell sei nicht so außergewöhnlich, erklärt Rosen. Journalismus sei schon immer auf irgendeine Art und Weise finanziell unterstützt worden: durch Werbung, Spenden wie bei Pro Publica, einer Organisation für investigativen Journalismus, oder per Querfinanzierung durch einen anderen Unternehmenszweig wie bei Bloomberg. Dort finanziert die Sparte Bloomberg Terminals die Nachrichtenagentur Bloomberg News.

Greenwald, der mit dem ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden zusammen den NSA-Skandal ausgelöst hat, hatte im Oktober 2013 bekanntgegeben, dass er den Guardian verlassen und bei Omidyars Unternehmen arbeiten werde. Er will aber in Rio de Janeiro bleiben.



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