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Firmware: Update für Samsungs NX1 verbessert Videofunktionen enorm

Samsung hat für seine Systemkamera Samsung NX1 ein Firmware-Update bereitgestellt, das besonders Filmemachern mehr Funktionen gibt: Die Kamera kann in Cinema-4K-Auflösung mit H.265 arbeiten.

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Firmware-Update 1.2 für Samsung NX1 ist da.
Firmware-Update 1.2 für Samsung NX1 ist da. (Bild: Samsung)

Samsung hat für seine Systemkamera Samsung NX1 ein Firmware-Update veröffentlicht, das beim Filmen mehr Einfluss auf Belichtung, Autofokus und andere zentrale Einstellungen erlaubt. Auch die Tastenbelegung der Kamera lässt sich nun stärker individualisieren. Bislang ließen sich die Funktionen einiger Knöpfe nicht ändern.

  • Samsung NX 1 (Bild: BHPhoto)
  • Samsung NX 1 (Bild: BHPhoto)
  • Samsung NX 1 (Bild: BHPhoto)
  • Samsung NX 1 (Bild: BHPhoto)
  • Samsung NX 1 (Bild: BHPhoto)
  • Samsung NX 1 (Bild: BHPhoto)
  • Samsung NX 1 (Bild: BHPhoto)
  • Samsung NX 1 (Bild: BHPhoto)
  • Samsung 50-150 F/2,8 für NX-Anschluss (Bild: BHPhoto)
Samsung NX 1 (Bild: BHPhoto)
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Anwender können jetzt den Tonpegel anpassen, wenn sich der Abstand zur Geräuschquelle ändert, ohne die Aufnahme unterbrechen zu müssen. Auch die ISO-Empfindlichkeit lässt sich während des Drehs nachjustieren, wenn trotz schlechter Lichtverhältnisse Blende und Verschlusszeit aus Kontinuitätsgründen gleich bleiben sollen. Außerdem hat Samsung zwei Gamma-Modi eingebaut, die entweder für mehr Kontrast oder einen größeren Dynamikbereich sorgen sollen. Das war einer der Hauptkritikpunkte von Testern wie Cinema5D, die den Dynamikbereich von ungefähr 10,1 Blendenstufen als zu gering einstufen.

Wer will, kann nach dem Update die Autofokus-Geschwindigkeit verändern, um etwa die Schärfeverlagerung für einen natürlicheren Seheindruck zu verlangsamen. In der Regel wird in professionellen Umgebungen die Schärfe allerdings manuell eingestellt. Beim Filmen lässt sich zudem dem kontinuierlichen AF verbieten, die Schärfeebene zu verändern, wenn sich unerwartet ein Objekt ins Bild bewegt.

Durch das Update lässt sich die Kamera weitgehend individualisieren. So kann man zum Beispiel den WLAN-Knopf mit anderen Funktionen belegen. Das ist praktisch, denn die eigentliche Videoaufnahmetaste lässt sich kaum ertasten, da sie im Gehäuse versenkt wurde.

Außerdem können die Tonwerte an das gewünschte Videosystem angepasst werden. Der Schwarzwert lässt sich in 31 Stufen variieren (-15 bis +15). Für die Helligkeitswerte stehen drei Bereiche zur Auswahl (0-255, 16-235, 16-255). Auch das war ein Kritikpunkt der Tester von Cinema5D.

Bei der NX1 lassen sich zudem nach dem Update Gitterlinien und eine Markierung in der Bildmitte einblenden und Video-Seitenverhältnisse wie 4:3 oder 2:35:1 einstellen. Damit Bild und Ton beim Einsatz eines externen Aufnahmegeräts synchron laufen, überträgt die NX1 nach dem Update 1.2 einen Zeitcode über die HDMI-Schnittstelle.

Durch das Update kann die Kamera künftig nicht nur über WLAN, sondern auch über Bluetooth gesteuert werden. Diese Funktion war in den Menüs bislang ausgegraut. Außerdem kann die NX1 nun auch per USB-Kabel vom Windows-PC aus gesteuert werden. Eine entsprechende Software (Samsung Remote Studio Software) will Samsung noch auf den Markt bringen. Auch ein SDK für eigene Entwicklungen soll folgen.

Zwei Probleme bleiben bestehen

Zwei Probleme wird Samsung auch mit dem Firmware-Update nicht lösen können: Die NX1 zeichnet im Format H.265 auf, was derzeit große Probleme macht, weil es von vielen Videoschnittprogrammen nicht unterstützt wird und die Umwandlung in gebräuchlichere Formate sehr zeitraubend ist. Zum anderen bemängelten Tester bei der NX1 einen massiven Rolling-Shutter-Effekt, der bei Fotos oder Videoaufnahmen von bewegten Objekten auftreten kann. Ein gutes Beispiel sind Aufnahmen von rotierenden Propellern, deren Blätter im Film stark gekrümmt aussehen, obwohl sie es in der Realität natürlich nicht sind.

Auch wenn es sich so anhört, als sei das Update nur für Videofilmer interessant - ein wenig profitieren auch Fotografen davon. Der Modus "Automatische Aufnahme" erlaubt es der Kamera, selbstständig Fotos zu machen, wenn das Motiv zum Beispiel gerade einen Ball schlägt oder springt. Die Fotofalle, die die Kamera dank ihrer Autofokussensoren und Bildauswertung aufstellen kann, nennt Samsung "Trap Shot". Hier kann der Nutzer nun den Punkt im Bild festlegen, den ein sich bewegendes Motiv erreichen muss, damit die NX1 auslöst. Dabei empfiehlt es sich, ein Stativ zu verwenden.

Die Firmware-Version 1.2 für die Samsung NX1 steht ab sofort zum Download bereit. Informationen zum Aufspielen hat Samsung online bereitgestellt.

Das Gehäuse der NX1 ist 14 x 10,2 x 6,6 cm groß und wiegt 550 Gramm. Hier zeigt sich der größte Vorteil einer Systemkamera ohne Spiegel: Sie ist sehr leicht. Dazu kommt dann allerdings noch das Objektivgewicht. Samsung bietet das Objektiv 50-150 mm f/2.8 S ED OIS an, das einen Kleinbild-Brennweitenbereich von 77 bis 231 mm abdeckt und über einen Bildstabilisator verfügt. Die durchgängige Lichtstärke von f/2,8 dürfte dabei besonders interessant sein, erlaubt sie doch schnelle Verschlusszeiten auch bei schlechtem Licht. Das Objektiv ist allerdings mit 920 Gramm recht schwer und misst 8,1 x 15,39 cm. Als Zubehör bietet Samsung einen Hochformatgriff mit zusätzlichem Akku an.

Die Samsung NX1 kostet zusammen mit dem Objektiv 16-50 mm F3.5-5.6 1.700 Euro. Der Batteriegriff wird für 250 Euro angeboten und das lichtstarke Teleobjektiv für 1.600 Euro.



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