Abo
  • Services:
Anzeige
Mit Hilfe der ausgelesenen Firmware dieser Chips konnte Oleksiuk seinen Exploit des UEFI-Bios schreiben.
Mit Hilfe der ausgelesenen Firmware dieser Chips konnte Oleksiuk seinen Exploit des UEFI-Bios schreiben. (Bild: Dmytro Oleksiuk)

Firmware: Hacker veröffentlicht Anleitung für UEFI-Rootkits

Mit Hilfe der ausgelesenen Firmware dieser Chips konnte Oleksiuk seinen Exploit des UEFI-Bios schreiben.
Mit Hilfe der ausgelesenen Firmware dieser Chips konnte Oleksiuk seinen Exploit des UEFI-Bios schreiben. (Bild: Dmytro Oleksiuk)

Ein russischer Hacker hat eine Anleitung veröffentlicht, wie Rootkits über manipulierte UEFIs eingepflanzt werden können. Wie leicht es ist, aktuelle UEFI-Implementierungen anzugreifen, hatten Hacker bereits auf dem 31C3 demonstriert.

Anzeige

Ihm habe ein Proof-of-Concept gefehlt, schreibt der russische Hacker Dmytro Oleksiuk in seinem Blog. Deshalb habe er eine Anleitung veröffentlicht, wie Malware in UEFIs (Unified Extensible Firmware Interface) eingepflanzt werden könne. Oleksiuk bezieht sich auf einen Vortrag auf dem Hackerkongress 31C3 Ende des vergangenen Jahres in Hamburg. Dort wurde gezeigt, wie einfach es ist, sich Zugriff auf aktuelle UEFI-Implementierungen zu verschaffen.

Oleksiuk beschreibt, wie er zunächst das Bios auf seiner Testplatine, einer DQ77KB von Intel, ausgelesen habe. Dazu verband er ein FT2232H von FTDI mit dem SPI-Flash-Chip seines Mainboards. Damit könne er wiederholt Experimente mit der Firmware machen, schreibt er. Je nach Mainboard lasse sich die Firmware auch per Software auslesen.

Schritt für Schritt beschreibt Oleksiuk anschließend, wie er mit verschiedenen Open-Source-Werkzeugen die Firmware zunächst analysiert. Damit konnte er die BIOS_CNTL-Register auslesen. Über sein selbst programmiertes Exploit-Modul konnte er anschließend beim Neustart das Bit in dem Register setzen, das einen Schreibzugriff auf das Bios erlaubt. Außerdem gelang es ihm, das Schreibbit TSEGMB für den SMRAM zu setzen. Das ist der Speicherbereich für den System Management Mode, der als zweite Hürde für den Zugriff auf den Flashspeicher gilt.

Selbst gebauter Exploit

Mit seiner Methode konnte er sich jedoch noch keinen Zugriff auf die geschützten Bereiche des SPI-Flashspeichers verschaffen, etwa um dort manipulierte Firmware aufzuspielen. Aber auch ohne Zugriff darauf lasse sich mit deaktiviertem BIOS_CNTL-Register beispielsweise Secure Boot ausschalten.

Neben der ausführlichen Beschreibung seines Angriffs auf das DQ77KB hat Oleksiuk den dafür benötigten Code bei Github veröffentlicht. Der Code funktioniert nur mit diesem Mainboard. Prinzipiell lasse sich der Angriff mit wenigen Anpassungen auch auf weiteren UEFI-Implementierungen umsetzen, schreibt der Hacker.

Laut Wjtczuk und Kallenberg sind die Bios-Systeme von American Megatrends und Phoenix Technologies von den Schwachstellen betroffen. Diejenigen von Apple und IBM jedoch nicht.


eye home zur Startseite
eizi 12. Feb 2015

Eventuell wäre es im Bereich der Wirtschaftsspionage interessant da ein Unternehmen...

Dumpfbacke 12. Feb 2015

Das letzte, was ich dazu finden kann, ist die Aussage, dass das Ding nirgendwo wieder...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BSH Hausgeräte GmbH, Traunreut
  2. Interhyp Gruppe, München
  3. Diehl Metering GmbH, Nürnberg
  4. Novotechnik Messwertaufnehmer OHG, Ostfildern


Anzeige
Top-Angebote
  1. 9,99€
  2. 139,90€
  3. 44,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Rime

    Entwickler kündigen Entfernung von Denuvo nach Crack an

  2. Inspiron Gaming Desktop

    Dell steckt AMDs Ryzen in Komplett-PC

  3. Bluetooth-Wandschalter

    Enocean steuert das Licht mit Energy Harvesting

  4. Skylake-X

    Intel kontert mit Core i9 und 18 Kernen

  5. Mobile-Games-Auslese

    Weltraumkartoffel und Bilderbuchwanderung für mobile Spieler

  6. Experten fordern Grenzen

    Smartphones können Kinder krank machen

  7. Wifi4EU

    EU will kostenlose WLAN-Hotspots fördern

  8. In eigener Sache

    Studentenrabatt für die große Quantenkonferenz von Golem.de

  9. Obsoleszenz

    Apple repariert zahlreiche Macbooks ab Mitte 2017 nicht mehr

  10. Komplett-PC

    In Nvidias Battleboxen steckt AMDs Ryzen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Computerspiele und Psyche Wie Computerspieler zu Süchtigen erklärt werden sollen
  2. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  3. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn

Vernetzte Hörgeräte und Hearables: Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
Vernetzte Hörgeräte und Hearables
Ich filter mir die Welt widdewiddewie sie mir gefällt
  1. Polar Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung
  2. The Dash Pro Bragis Drahtlos-Ohrstöpsel können jetzt auch übersetzen
  3. Beddit Apple kauft Schlaf-Tracker-Hersteller

Redmond Campus Building 87: Microsofts Area 51 für Hardware
Redmond Campus Building 87
Microsofts Area 51 für Hardware
  1. Windows on ARM Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail
  2. Azure Microsoft betreut MySQL und PostgreSQL in der Cloud
  3. Microsoft Azure bekommt eine beeindruckend beängstigende Video-API

  1. Re: Gaming-Systeme mit Linux

    wo.ist.der... | 11:13

  2. Re: Trotzdem wird wohl Intel gekauft

    Gubb3L | 11:12

  3. Re: Wenn die Plattformen gleichwertig sein sollen...

    Rainer Sigl | 11:11

  4. Re: Behaupte noch mal jemand

    Trollversteher | 11:10

  5. Fritzbox Cable 6591

    mdxdave | 11:10


  1. 10:23

  2. 10:08

  3. 10:01

  4. 09:42

  5. 09:25

  6. 09:08

  7. 08:30

  8. 08:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel