Bug in HPE-SSDs: Datenverlust garantiert
Hewlett Packard Enterprise, HPE, verteilt seit kurzem die neue Firmware HDP8(öffnet im neuen Fenster) für seine Kunden. Das Unternehmen rät dringend dazu, diese für einige Storage-Server sofort aufzuspielen. Der Grund: SAS-SSDs fallen durch einen Fehler in der Firmware garantiert nach spätestens 32.768 Betriebsstunden – drei Jahren, 270 Tagen und acht Stunden – aus. Zu den betroffenen Servermodellen zählen beispielsweise die Proliant-Serie, Synergy, Apollo, Jbod D3000, D6000, D8000, MSA, Storevirtual 4335 und Storevirtual 3220. "SSDs, die zur gleichen Zeit in Betrieb genommen wurden, werden wahrscheinlich gleichzeitig ausfallen", schreibt das Unternehmen. Ein damit erstelltes Raid-System wäre also nicht sicher.
Eine vollständige Liste der genauen Modellnummern der fehlerhaften SAS-Laufwerke stellt HPE in einer Übersichtstabelle(öffnet im neuen Fenster) bereit. Demzufolge sind SSDs mit Kapazitäten von 480 GByte bis zu 15,3 TByte betroffen. Sollten die Laufwerke an einen Smart Array Controller angebunden sein, erfordert das Firmwareupgrade keinen Neustart des kompletten Servers. Administratoren müssen dafür also nicht mehr Zeit einplanen.
Daten und Hardware nicht wiederherstellbar
HPE gibt an, dass nach einem Ausfall der SSD durch den genannten Bug weder das Laufwerk selbst noch die Daten darauf wiederhergestellt werden können. Daher sieht das Unternehmen ein Firmwareupgrade als extrem wichtig an. Es wird nicht genau genannt, um welche Art Fehler es sich handelt. Die Zahl 32.768 könnte darauf hinweisen, dass an einer Stelle im Quellcode ein Signed 16-Bit Integer fehlerhaft ist.
Auf seiner Supportseite stellt der Hersteller die Firmware für Windows Server, Linux-Betriebssysteme und für virtuelle Maschinen mit VMWare zur Verfügung.
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