Firmware: Dell verkauft Laptops mit deaktivierter Intel ME

Nach den Ankündigungen der Linux-Hardware-Hersteller Purism und System 76, Intels Management Engine (ME) zu deaktivieren, verweisen Nutzer darauf, dass auch der große kommerzielle Anbieter Dell entsprechende Rechner im Angebot hat. Einfach zu bekommen sind die Geräte aber nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Einige Dell-Laptops gibt es auch ohne Intels ME.
Einige Dell-Laptops gibt es auch ohne Intels ME. (Bild: Dell)

Die auf Rechner mit vorinstalliertem Linux spezialisierten Hersteller Purism und künftig auch System 76 vertreiben inzwischen Rechner, die Intels Management Engine (ME) standardmäßig deaktivieren. Als Reaktion auf die Ankündigung von System 76 beschreiben nun einige daran interessierte Nutzer unter anderem auf Reddit, dass auch der zurzeit drittgrößte Hardwarehersteller Dell ebenfalls entsprechende Geräte im Angebot hat.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (m/w/d) Applikationsentwicklung
    WITRON Gruppe, Parkstein, Rimpar
  2. Technischer Support Mitarbeiter (m/w/d)
    LÖWEN ENTERTAINMENT GmbH, Bingen
Detailsuche

Das gilt für einige wenige Businessgeräte der Latitude-Reihe, die mit Intels vPro-Technologie ausgestattet sind. Eines der Verkaufsargumente für vPro aus Sicht von Intel ist die Integration der Active Management Technologie (AMT), die als Firmware-Bestandteil auf Intels ME basiert. Über AMT können Systemadministratoren an Nutzern und dem Betriebssystem vorbei Updates einspielen oder andere Aufgaben erledigen.

Diese prinzipielle Fähigkeit wird von Nutzern und Forschern jedoch auch als Sicherheitslücke beziehungsweise sogar als Hintertür kritisiert. Sicherheitsforscher des Unternehmens Positive Technologies untersuchen auch deshalb die ME per Reverse Engineering. Sie fanden nicht nur heraus, dass sie auf Minix basiert und diverse, teils gravierende Sicherheitslücken hat, sondern eben auch ein sogenanntes Kill-Bit. So gibt es eine nicht dokumentierte Einstellung, die bei einem Bit-Flip zur dauerhaften Deaktivierung der ME führt.

Letztere Möglichkeit ist wohl aber weder ein Versehen von Intel noch ein spezielles Angebot des Unternehmens nur für Sicherheitsbehörden. Denn auch Dell und vermutlich einige weitere Anbieter vertreiben ihre Geräte mit vPro auch mit der Option, die ME zu deaktivieren. Dies ist eine Custom-Order-Option und kostet deshalb auch extra. Im deutschen Onlineshop von Dell werden entsprechende Geräte lediglich mit der Standardoption "Kein Out-of-Band-Management" angeboten und vertrieben. Die Zusatzoption zum Deaktivieren der ME ist anders als im US-Shop aber augenscheinlich nicht verfügbar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anonymer Nutzer 05. Dez 2017

Klar. Wirtschaftsspionage ist ein weiterer Effekt, so kann der PetroDo seine Bedeutung...

Anonymer Nutzer 05. Dez 2017

denn das ist mindestens 1 Layer unterhalb des Betriebssystems und kann dann Daten...

Mo3bius 04. Dez 2017

Intel hat doch auch einige Open Source Software. HAt schon mal jemand bei Intel...

elgooG 04. Dez 2017

Schau mal erst in dein UEFi. Intel ME stellt außerdem normalerweise den Betrieb ein wenn...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby
Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale

Die Landesmedienanstalt NRW hat zu Recht gegen drei Pornoportale mit Sitz in Zypern ein Zugangsverbot verhängt.

Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby: Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale
Artikel
  1. Zip: Ratenzahlung in Microsoft Edge empört die Community
    Zip
    Ratenzahlung in Microsoft Edge empört die Community

    Die App Zip wird seit Microsoft Edge 96 standardmäßig aktiviert. Diese bietet Ratenzahlung an, schürt aber nur Hass in der Community.

  2. Kompakter Einstieg in die Netzwerktechnik
     
    Kompakter Einstieg in die Netzwerktechnik

    Die Golem Akademie bietet Admins und IT-Sicherheitsbeauftragten in einem Fünf-Tage-Workshop einen umfassenden Überblick über Netzwerktechnologien und -konzepte.
    Sponsored Post von Golem Akademie

  3. Razer Zephyr im Test: Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel
    Razer Zephyr im Test
    Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel

    Einmal Cyberpunk mit Beleuchtung bitte: Tragen wir Razers Zephyr in der U-Bahn, fallen wir auf. Allerdings ist das Produkt nicht ausgereift.
    Ein Test von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Last Minute Angebote bei Amazon • Crucial-RAM zu Bestpreisen (u. a. 16GB Kit DDR4-3600 73,99€) • HP 27" FHD 165Hz 199,90€ • Razer Iskur X Gaming-Stuhl 239,99€ • Adventskalender bei MM/Saturn (u. a. Surface Pro 7+ 849€) • Alternate (u. a. Adata 1TB PCIe-4.0-SSD für 129,90€) [Werbung]
    •  /