Firewalls: Monowall wird aufgegeben
Es wird keine Weiterentwicklung der freien Firewall-Distribution "m0n0wall" mehr geben. Das gab der Entwickler Manuel Kasper auf der Homepage des Projekts bekannt(öffnet im neuen Fenster). Er habe versucht, mit seinem Projekt Schritt zu halten, es gebe aber inzwischen bessere Lösungen, die aktiv entwickelt werden. Deshalb will er das Monowall-Projekt offiziell beenden, es wird keine weiteren Veröffentlichungen mehr geben. Die letzte Version, 1.8.1, wurde Mitte Januar 2014 freigegeben.
Kasper empfiehlt Monowall-Benutzern den Umstieg auf OPNsense(öffnet im neuen Fenster) und bisherige Monowall-Entwickler sollten den seiner Meinung nach vielversprechenden Abkömmling seines Projekts unterstützen. Alle Foren und Mailinglisten des Monowall-Projekts werden Ende Februar 2015 geschlossen. Allerdings werde er sämtliche Inhalte der Webseite, Mailinglisten und Foreneinträge sowie das Code-Repository und die bereitgestellten Downloads archivieren und weiterhin zur Verfügung stellen, schreibt Kasper.
Firewall und Router
Monowall ist ein eigenständiges Betriebssystem, das auf FreeBSD basiert. Es kann als Router für diverse Netzwerke eingesetzt werden, darunter auch für die Einwahl über PPPoE. Neben einem DNS- und DHCP-Server ist auch ein VPN-Server mit Unterstützung für PPTP oder Ipsec integriert. Auch als WLAN-Accesspoint lässt sich Monowall nutzen.
Die Firewall-Distribution wurde zunächst als ein CD-Image konzipiert. Dabei konnten die Einstellungen zunächst auf einer Diskette und später auch einem USB-Stick abgelegt werden. Ein später bereitgestelltes Image ließ sich auch auf einem leistungsschwachen Rechner installieren oder auf einer externen Speicherkarte unterbringen. Außerdem gibt es Versionen für eingebettete Systeme.
Monowall war ein Vorbild
Das Projekt gilt als Basis zahlreicher Abkömmlinge, darunter pfSense(öffnet im neuen Fenster), das eine Erweiterung über einen integrierten Paketmanager bietet, oder der proprietäre AskoziaPBX(öffnet im neuen Fenster), mit dem eine Telefonanlage aufgesetzt werden kann. Die bekannteste Variante dürfte aber FreeNAS(öffnet im neuen Fenster) sein, mit dem sich NAS-Systeme zusammenstellen und verwalten lassen.
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