FirePro S7150: AMDs Profi-Grafikkarten virtualisieren in Hardware
AMD hat zwei neue Profi-Grafikkarten vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) , die für Hardware-basierte Virtualisierung gedacht sind. Die FirePro S7150 und S7150 x2 dienen als Rechenwerke für leistungsschwache Clients, um Programme von vergleichsweise einfachen Office-Anwendungen bis hin zu aufwendiger CAD-Software zu beschleunigen. Beide FirePro-Grafikkarten nutzen einen oder zwei Tonga-Chips. Als Schnittstelle zwischen der Hardware und der virtuellen Maschine setzt AMD auf den PCIe-Standard SR-IOV (Single Root I/O Virtualization) und die darauf basierende MxGPU-Software (Multiuser GPU) für bis zu 32 Nutzer pro Karte.
Die FirePro S7150(öffnet im neuen Fenster) liefert AMD zufolge eine theoretische Rechenleistung von 3,77 Teraflops und 8 GByte GDDR5-Videospeicher, der per 256 Bit breitem Interface angebunden ist. Die FirePro S7150 x2(öffnet im neuen Fenster) mit zwei Grafikchips verdoppelt die Geschwindigkeit auf 7,54 Teraflops und den Videospeicher auf 16 GByte. Die thermische Verlustleistung steigt von 150 auf 265 Watt, gekühlt werden die beiden passiven Karten durch Lüfter im Server-Rack. Die FirePros eignen sich für den VMware ESXi 6.0 Hypervisor, den VMware vSphere Hypervisor und die Horizon Enterprise Edition von VMware.
Wie viele Nutzer die Rechenleistung der beiden FirePro-Grafikkarten verwenden können, hängt vom Workload ab: AMD nennt bis zu 15 Nutzer pro GPU bei Office-Anwendungen, 6 bis 10 Nutzer bei CAD-Renderung und 2 bis 6 Nutzer bei sehr grafiklastigen Workstation-Berechnungen. Neben Linux wird Windows bis 8.1 unterstützt – Windows 10 bleibt offenbar vorerst außen vor.
Nvidia spricht bei Hardware-basierter Grafikkarten-Virtualisierung von Grid, die passende Software heißt vGPU. Beides zusammen wird beispielsweise für Geforce Now verwendet, den Spiele-Streaming-Dienst für Shield-Geräte. Der läuft allerdings noch auf Kepler-Karten, für Grid 2.0 setzt Nvidia auf neuere Maxwell-2.0-Modelle wie die Tesla M60 und die Tesla M6.
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