Firefox und Pocket: Mozilla steigert Umsatz leicht
Der Browserhersteller Mozilla hat seinen Umsatz auch im Geschäftsjahr 2017(öffnet im neuen Fenster) im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert. Mozilla Foundation, das gleichnamige Unternehmen sowie dessen weltweite Töchter erzielten laut Jahresbericht ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) Einnahmen von rund 542 Millionen US-Dollar über Lizenzgeschäfte und Abos. Das sind rund 36 Millionen US-Dollar mehr Umsatz über die üblichen Einnahmeströme als 2016. Der Gesamtumsatz beläuft sich auf rund 562 Millionen US-Dollar. Das ist im Vergleich zu den 520 Millionen US-Dollar im Vorjahr eine Steigerung von rund 8 Prozent.
Der mit Abstand größte Teil der Einnahmen, rund 539 Millionen US-Dollar, stammt wie bisher auch von Suchmaschinenanbietern, die unter anderem für ihre Platzierungen in den Voreinstellungen von Firefox zahlen. Im vergangenen Jahr schloss Mozilla wieder einen Vertrag mit Google als Standardanbieter. Dem vorausgegangen war der Versuch der Zusammenarbeit mit Yahoo als Standardsuche, was jedoch von Seiten Mozillas gekündigt wurde, um wieder auf einen besseren Anbieter setzen zu können.
Pocket war teuer und bringt kaum Einnahmen
Die Einnahmen aus dem Segment Abonnements und Werbegeschäft belaufen sich den Angaben zufolge auf rund 2,6 Millionen US-Dollar. Dieser Einnahmeposten ist im Vorjahresbericht noch nicht aufgeführt. Aufgrund der Beschreibung kann es sich dabei nur um Einnahmen handeln, die Mozilla mit dem Dienst Pocket einnahm.
Anfang des Jahres 2017 hatte Mozilla bei seiner ersten Firmenübernahme überhaupt das Unternehmen Read it Later übernommen, das die App Pocket herstellt. Nutzer können sich damit Webtexte zum späteren Lesen speichern. Mozilla integrierte Pocket inzwischen in seinen Firefox Browser. Der Kauf von Pocket kostete Mozilla dem Bericht zufolge rund 30 Millionen US-Dollar, wobei der Geschäftswert mit rund 26 Millionen US-Dollar angegeben wird.
Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte Mozilla seine eigenen Werbeausgaben von rund 15 auf etwas mehr als 30 Millionen US-Dollar. Gestiegen sind auch die Entwicklungskosten für Software, und zwar von 226 Millionen im Vorjahr auf rund 253 Millionen US-Dollar im Jahr 2017. Die Gesamtausgaben für den laufenden Betrieb wuchsen von 360 Millionen auf 420 Millionen US-Dollar.
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