Abo
  • Services:
Anzeige
Mit Bugzilla verwalten Mozilla und viele andere Projekte ihre Bugreports - auch solche mit Informationen über Sicherheitslücken.
Mit Bugzilla verwalten Mozilla und viele andere Projekte ihre Bugreports - auch solche mit Informationen über Sicherheitslücken. (Bild: Bugzilla)

Firefox-Sicherheitslücken: Angreifer hatte Zugriff auf Mozilla-Bugtracker

Mit Bugzilla verwalten Mozilla und viele andere Projekte ihre Bugreports - auch solche mit Informationen über Sicherheitslücken.
Mit Bugzilla verwalten Mozilla und viele andere Projekte ihre Bugreports - auch solche mit Informationen über Sicherheitslücken. (Bild: Bugzilla)

Ein priviligierter Account für den Mozilla-Bugtracker ist unter der Kontrolle eines Angreifers gewesen. Dadurch gelang es diesem, Informationen über noch nicht behobene Sicherheitslücken in Firefox zu erhalten.

Anzeige

Einem Angreifer ist es offenbar gelungen, mit Hilfe eines gehackten Accounts für den Mozilla-Bugtracker Informationen über noch nicht veröffentlichte Sicherheitslücken zu erhalten. Das teilte Mozilla-Entwickler Richard Barnes in einem Blogeintrag mit. Der Angreifer hatte offenbar mindestens ein Jahr Zugriff auf den Bugtracker.

Zusammenhang mit PDF-Exploit vermutet

Im August hatte Mozilla erklärt, dass Unbekannte eine Sicherheitslücke im PDF-Viewer von Firefox ausgenutzt hätten. Ein Werbebanner auf einer russischen Webseite enthielt einen Exploit, der mittels dieser Lücke versuchte, Daten von Nutzern zu stehlen. Laut Barnes geht Mozilla davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen dem gehackten Bugtracker-Account und dem PDF-Exploit besteht.

Mozilla verwendet zur Verwaltung seiner Bugreports eine selbst entwickelte Software namens Bugzilla. Während normale Bugreports jeder öffentlich sehen kann, werden sicherheitskritische Bugs vorläufig gesperrt. Nur wer die entsprechenden Rechte hat kann die Informationen dazu einsehen. Erst eine Weile, nachdem eine Sicherheitslücke gefixt wurde, werden diese Bugreports öffentlich sichtbar.

Update behebt alle dem Angreifer bekannten Sicherheitslücken

In einer FAQ schreibt Mozilla, dass der Angreifer Lesezugriff auf 185 nicht öffentliche Fehlerberichte hatte. Bei 53 davon handelte es sich um kritische Sicherheitslücken, 22 betrafen als weniger kritisch eingestufte Lücken. Die übrigen 110 Fehler waren keine Sicherheitslücken, sie waren aus anderen Gründen nicht öffentlich. Von den 53 kritischen Fehlern waren 43 bereits behoben, als der Angreifer Zugriff auf sie erhielt. Am 27. August hatte Firefox ein Update veröffentlicht, das sämtliche Lücken, über die der Angreifer Informationen lesen konnte, behob.

Der Mozilla-Entwickler, dessen Account gehackt wurde, hatte offenbar hierfür ein Passwort genutzt, das auch auf einer anderen Webseite zum Einsatz kam. Auf dieser Webseite kam es zu einem Datenleck, dadurch konnte der Angreifer an das Passwort gelangen. Laut der FAQ hatte der Angreifer seit September 2014 definitiv Zugriff auf den Account, einige Hinweise deuten darauf hin, dass der erste Zugriff bereits ein Jahr davor stattgefunden hatte.

Zwei-Faktor-Authentifizierung, neue Passwörter und detailierte Rechteverwaltung

Mozilla will künftig derartige Angriffe verhindern, indem alle Nutzer mit priviligierten Rechten eine Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen müssen. Weiterhin müssen alle priviligierten Bugzilla-Nutzer umgehend ihr Passwort ändern. In Zukunft soll außerdem eine detailiertere Rechteverwaltung zum Einsatz kommen, so dass ein einzelner gehackter Account weniger Informationen preisgibt.

Der Mozilla-Bugtracker bietet Nutzern die Möglichkeit, über Änderungen in ihren Bugs per Mail informiert zu werden. Bereits jetzt ist es so, dass Informationen über sicherheitskritische Bugs dabei nur PGP-verschlüsselt verschickt werden.


eye home zur Startseite
BLi8819 07. Sep 2015

Dennoch muss die zweite Authentifizierung gegen Brute Force sicher sein.

M.P. 07. Sep 2015

Ist ja einee Grundregel, die man beherzigen soll, und nicht z. B. das Chat-Portal...

Kernel der Frosch 06. Sep 2015

Bis heute ist der PDF-Viewer des Firefox ergonomisch und performance-mäßig ein...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, München
  2. Loh Services GmbH & Co. KG, Monheim am Rhein
  3. Brockmann Recycling GmbH, Nützen bei Kaltenkirchen
  4. FTI Touristik GmbH, München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 699€
  2. täglich neue Deals

Folgen Sie uns
       


  1. Liberty Global

    Giga-Standard Docsis 3.1 kommt im ersten Quartal 2018

  2. Apache-Sicherheitslücke

    Optionsbleed bereits 2014 entdeckt und übersehen

  3. Tianhe-2A

    Zweitschnellster Supercomputer wird doppelt so flott

  4. Autonomes Fahren

    Japan testet fahrerlosen Bus auf dem Land

  5. Liberty Global

    Unitymedia-Mutterkonzern hat Probleme mit Amazon

  6. 18 Milliarden Dollar

    Finanzinvestor Bain übernimmt Toshibas Speichergeschäft

  7. Bundestagswahl

    Innenminister sieht bislang keine Einmischung Russlands

  8. Itchy Nose

    Die Nasensteuerung fürs Smartphone

  9. Apple

    Swift 4 erleichtert Umgang mit Strings und Collections

  10. Redundanz

    AEG stellt Online-USV für den 19-Zoll-Serverschrank vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

E-Paper-Tablet im Test: Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
E-Paper-Tablet im Test
Mit Remarkable machen digitale Notizen Spaß
  1. Smartphone Yotaphone 3 kommt mit großem E-Paper-Display
  2. Display E-Ink-Hülle für das iPhone 7

Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test: Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test
Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
  1. Adware Lenovo zahlt Millionenstrafe wegen Superfish
  2. Lenovo Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust
  3. Lenovo Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

  1. Re: CO2 Ausstoß dieses Akkus bei der Produktion?

    Onkel Ho | 03:36

  2. Re: Beweise?

    LinuxMcBook | 02:59

  3. Re: Apple schafft das, was Microsoft nie...

    plutoniumsulfat | 02:54

  4. Re: Und darum brauchen wir eine echte...

    quasides | 02:36

  5. Re: Wie viel muss sich die dubiose "Antiviren...

    bombinho | 02:36


  1. 18:10

  2. 17:45

  3. 17:17

  4. 16:47

  5. 16:32

  6. 16:22

  7. 16:16

  8. 14:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel