Firefox Reality: Mozilla baut speziellen VR-Browser

Mit Firefox Reality kündigt Mozilla einen auf Immersive Reality spezialisierten Browser an. Er soll in Mixed-Reality-Headsets laufen, also sowohl VR als auch AR unterstützen. Die Technik dafür kommt auch aus dem Servo-Projekt.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin/
Firefox soll VR-Headsets erobern.
Firefox soll VR-Headsets erobern. (Bild: Mozilla/CC-BY-SA 3.0)

Seit etwa eineinhalb Jahren arbeitet Mozilla an der Unterstützung von VR-Technik im Web. Der dafür bei Mozilla zuständige Sean White, Senior Vice President (SVP) Emerging Technologies, hat im vergangenen Herbst im Gespräch mit Golem.de die viele Einsatzmöglichkeiten dieser Technik angepriesen und deutlich gemacht, dass Mozilla hier stark investieren will. Nun kündigt Mozilla mit Firefox Reality eine Browser-Variation an, die für den Einsatz in VR-Headsets gedacht ist.

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In dem Demovideo, das in der Ankündigung des VR-Teams gezeigt wird, bedient eine virtuelle Hand den Browser mit einem virtuellen Zeigestock. Das Ganze läuft auf der HTC Vive Focus und orientiert sich noch recht stark an konventionellen Bedienmustern. Allerdings befindet sich der neue Browser auch noch in einer frühen Entwicklungsphase. In den kommenden Wochen will das Projekt regelmäßige Updates zum Designprozess liefern, den Browser mit verschiedenen Headsets testen und neue Möglichkeiten für "Künstler, Designer und Entwickler" ermöglichen.

Technisch dockt der Browser an die neuen technologischen Entwicklungen bei Mozilla an. Das Projekt integriert die in Rust geschriebene Browser-Engine Servo, deren Entwickler die Arbeiten an VR und AR unterstützen sollen. Zudem ist eine experimentelle Computer-Vision-Pipeline geplant, die Webassembly nutzt. Auch an der Interaktion per Stimme, Gerät oder Gesten will Mozilla arbeiten. Alle diese genannten Technikbereiche gehören zum Verantwortungsgebiet von Sean White, der diese offenbar so weit wie möglich zusammenführen will.

Für die nächste Generation VR-Headsets

Wer Firefox Reality testen möchte, kann das zurzeit auch auf Googles Daydream VR und Samsungs Gear VR tun. Dort soll der Quellcode aber nur in der frühen Entwicklungsphase laufen, gedacht ist das Projekt für "die nächste Generation von alleinstehenden VR- und AR-Headsets".

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Die Software sei der bislang einzige plattformübergreifende Open-Source-Browser in dem noch experimentellen Umfeld, heißt es in Mozillas Unternehmensblog. Darüber hinaus fehlten Mozilla aber auch noch Antworten auf einige offene Fragen, etwa wie mit dem Thema Privatsphäre umgegangen werden soll. Das Mozilla-Team sei jedoch fest entschlossen, diese Antworten zu finden. Den Quellcode des neuen Browsers gibt es auf Github, wer will, kann dem Projekt auf Twitter oder über ein VR-Blog folgen.

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