Firefox: Mozillas Einnahmen steigen auf halbe Milliarde US-Dollar
Ein weiteres Jahr in Folge konnte das vor allem für den Firefox-Browser bekannte Unternehmen Mozilla seine Einnahmen massiv steigern. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht für das Jahr 2016(öffnet im neuen Fenster) der gemeinnützigen Mozilla Foundation hervor, die als Muttergesellschaft für das kommerzielle Mozilla-Unternehmen agiert. Dem Bericht zufolge konnte das Unternehmen seine Einnahmen um mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 506 Millionen US-Dollar steigern.
Die Einnahmen stammen mit 504 Millionen US-Dollar fast ausschließlich aus "Royalties", also Lizenzgeschäften. Bei Mozilla sind dies die Kooperationen mit verschiedenen Suchmaschinenbetreibern weltweit, deren Dienste als Standard in Firefox integriert werden. Zwar sind genaue Vertragsdetails hierzu nicht bekannt, das meiste Geld für das Jahr 2016 dürfte allerdings aus dem Deal mit Yahoo stammen. Mozilla erwähnt darüber hinaus aber auch explizit Google sowie Duck Duck Go als weitere Kooperationspartner.
Mit der Veröffentlichung der Version 57 alias Quantum des Firefox-Browsers in diesem Jahr hat Mozilla die Vereinbarung mit Yahoo beziehungsweise dessen neuem Besitzer offenbar einseitig gekündigt und nutzt statt der Yahoo-Suche wieder jene von Google. Im vergangenen Jahr hatte das US-Magazin Recode über eine einseitige Ausstiegsklausel zugunsten von Mozilla berichtet, wobei jedoch weiterhin jährliche Zahlungen zu je 375 Millionen US-Dollar bis 2019 an Mozilla geleistet werden müssen. Falls Mozilla diese Klausel tatsächlich nutzt, dürften die Einnahmen in den kommenden Jahren wohl weiter massiv steigen.
Das eingenommene Geld nutzt Mozilla vor allem für die Softwareentwicklung, wofür rund 226 Millionen US-Dollar aufgewendet werden. Die Gesamtausgaben des Jahres 2016 belaufen sich bei Mozilla auf rund 360 Millionen US-Dollar. Die Arbeiten an dem Projekt Quantum für Firefox begannen erst Ende 2016. Es ist also davon auszugehen, dass die Ausgaben für die Entwicklung im Jahr 2017 ebenso wie die Einnahmen steigen werden.
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