Abo
  • Services:

Firefox: Mozilla verärgert Nutzer mit ungefragter Addon-Installation

Der Firefox-Hersteller Mozilla hat Nutzern in den USA ungefragt ein Addon zur Promotion der Fernsehserie Mr. Robot installiert. Die Community zeigte sich wenig erfreut und Nutzer hielten das plötzlich auftauchende Addon für Malware, sodass Mozilla gezwungen war, seinen Kurs zu ändern.

Artikel veröffentlicht am ,
Bei manchen schlechten Ideen bleibt nur noch der etwas peinliche Rückzug.
Bei manchen schlechten Ideen bleibt nur noch der etwas peinliche Rückzug. (Bild: Mats Lindh, Flickr.com/CC-BY 2.0)

Vergangene Woche haben einige Firefox-Nutzer in den USA begonnen, in verschiedenen Foren wie etwa Reddit nach einem neuen Addon zu fragen, das plötzlich und ungefragt in ihrem Browser installiert worden ist. Das Addon heißt Looking Glass und enthielt als einzige verfügbare Beschreibung den Satz: "Meine Realität ist einfach anders als Deine". Vor allem wegen der sehr spärlichen Informationen und der ungefragten Installation hielten viele Nutzer das Addon für Malware oder befürchteten gar, dass ihre Rechner von Angreifern übernommen worden sind.

Kollaboration für Mr. Robot

Inhalt:
  1. Firefox: Mozilla verärgert Nutzer mit ungefragter Addon-Installation
  2. Unerwartete automatische Addon-Installation

Erst nach entsprechend großer Aufmerksamkeit innerhalb der Community sowie durch verschiedene US-Medien hat Mozilla begonnen, eine Erklärung zu dem Addon auf seinen eigenen Hilfeseiten zu veröffentlichen und sich zu dem Addon zu äußern. Demnach handelt es sich bei Looking Glass um eine Kollaboration von Mozilla mit den Machern der Fernsehserie Mr. Robot, um ein Alternate-Reality-Spiel(AR) umzusetzen. Das Addon ist zum Finale der dritten Staffel der Serie vergangene Woche erschienen.

Die Serie handelt von Privatsphäre und Sicherheit in der Online-Welt, was sehr gut zu den Prinzipien von Mozilla selbst passe. Mozillas Marketing-Chef Jascha Kaykas-Wolff sagte dem US-Magazin Cnet, dass die Partnerschaft zu der Serie selbst sowie zu deren Zuschauern in der Vergangenheit gewachsen sei.

Darüber hinaus gibt Kaykas-Wollf an, dass Mozilla für die Kooperation nicht bezahlt worden sei. Das ist insofern nachvollziehbar, da es sich bei der Zusammenarbeit wohl weniger um Werbung für Mr. Robot handelt, sondern eher um Werbung für den Firefox-Browser. Immerhin könnte die exklusive Verfügbarkeit des Spiels einige Fans der Serie dazu bewegen, Firefox zu installieren oder zu nutzen. Andersherum ist es dagegen eher unwahrscheinlich, dass Firefox-Nutzer wegen des Addons beginnen, die Serie zu schauen.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Berlin
  2. OKI EUROPE LIMITED, Branch Office Düsseldorf, Düsseldorf

Bestätigt wird die Äußerung, dass die Inhalte der Serie gut zu Mozilla passen, auch durch den Mozilla-Mitarbeiter Steve Klabnik auf Twitter. Dieser berichtet, dass die Verantwortlichen von Mozilla den Angestellten auf einem sogenannten All-Hands-Meeting vergangene Woche im texanischen Austin über die kommende Kollaboration informiert haben. Klabnik selbst und - so vermutet der Entwickler - auch viele seiner Kollegen, hätten sich dabei nichts weiter gedacht und die Kooperation für gut befunden.

Unerwartete automatische Addon-Installation 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 119,90€

Clown 20. Dez 2017

Erst mal Danke dafür, aber woher weißt Du, dass diese Liste "vollständig" ist?

Anonymer Nutzer 20. Dez 2017

Hey, bitte keine Flamewars in diesem kuscheligen "Ich-mag-Windows-lieber"-Thread, ja?

Hotohori 19. Dez 2017

Der war gut +1

Hotohori 19. Dez 2017

Achja, haben sie das? Dank ihrem Plugin API umgebaue ohne bei der neuen API für...

Seitan-Sushi-Fan 18. Dez 2017

Nein, standardmäßig ist das Add-On deaktiviert und führt gar nichts aus. Man sieht es...


Folgen Sie uns
       


Apple Pay ausprobiert

Dank Apple Pay können nun auch Nutzer in Deutschland kontaktlos mit ihrem iPhone bezahlen. Wir haben den Dienst bei unserem Lieblingscafé ausprobiert.

Apple Pay ausprobiert Video aufrufen
Padrone angesehen: Eine Mausalternative, die funktioniert
Padrone angesehen
Eine Mausalternative, die funktioniert

CES 2019 Ein Ring soll die Computermaus ersetzen: Am Zeigefinger getragen macht Padrone jede Oberfläche zum Touchpad. Der Prototyp fühlt sich bei der Bedienung überraschend gut an.
Von Tobias Költzsch

  1. Videostreaming Plex will Filme und Serien kostenlos und im Abo anbieten
  2. People Mover Rollende Kisten ohne Fahrer
  3. Solar Cow angesehen Elektrische Kuh gibt Strom statt Milch

WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?
WLAN-Tracking und Datenschutz
Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

Unternehmen tracken das Verhalten von Nutzern nicht nur beim Surfen im Internet, sondern per WLAN auch im echten Leben: im Supermarkt, im Hotel - und selbst auf der Straße. Ob sie das dürfen, ist juristisch mehr als fraglich.
Eine Analyse von Harald Büring

  1. Gefahr für Werbenetzwerke Wie legal ist das Tracking von Online-Nutzern?
  2. Landtagswahlen in Bayern und Hessen Tracker im Wahl-O-Mat der bpb-Medienpartner
  3. Tracking Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

CES 2019: Die Messe der unnützen Gaming-Hardware
CES 2019
Die Messe der unnützen Gaming-Hardware

CES 2019 Wer wollte schon immer dauerhaft auf einem kleinen 17-Zoll-Bildschirm spielen oder ein mehrere Kilogramm schweres Tablet mit sich herumtragen? Niemand! Das ficht die Hersteller aber nicht an - im Gegenteil, sie denken sich immer mehr Obskuritäten aus.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Slighter im Hands on Wenn das Feuerzeug smarter als der Raucher ist
  2. Sonos Keine Parallelnutzung von Alexa und Google Assistant geplant
  3. Hypersense-Prototypen ausprobiert Razers Rumpel-Peripherie sorgt für Immersion

    •  /