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Unerwartete automatische Addon-Installation

Die Art und Weise der Umsetzung und Verfügbarkeit von Looking Glass wird dabei allerdings nicht nur von Klabnik kritisiert, sondern auch von vielen anderen. Denn installiert worden ist das Addon über die Shield-Schnittstelle, die Mozilla eigentlich dazu nutzt, eigene interne Experimente einem meist kleinen Teil ausgesuchter Nutzer als Addon bereitzustellen und diese dann zu testen. Auch Konkurrent Google nutzt ähnliche Methoden für seinen Chrome-Browser.

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Doch statt als hilfreicher Test für Mozilla durch eine kleine Nutzergruppe ist Looking Glass vielen Kommentaren zufolge vielmehr als ungewollte kommerziell-werbliche Zusatzsoftware wahrgenommen worden, die zudem ohne explizite Einwilligung an fast alle US-Nutzer verteilt worden ist. Schließlich wird die Shield-Schnittstelle im Firefox-Browser standardmäßig aktiviert. Und eben dieses Vorgehen wird von vielen Seiten massiv kritisiert.

Das liegt wohl vor allem daran, dass Nutzer und Community an Mozilla verständlicherweise andere Erwartungen und Maßstäbe anlegen als an dessen gewinnorientierte Konkurrenz wie eben Google. Insbesondere der werbliche Charakter des Addons passt demnach nicht zu den von Mozilla vertretenen Werten.

Der Marketing-Verantwortliche Kaykas-Wolff gibt jedoch an, dass - anders als die meiste Werbung im Web - das Addon keine Nutzerdaten sammelt. Nutzer können diese Aussage selbst überprüfen, da der Quellcode des Addons auf Github zur Verfügung steht.

Auf die teils sehr harschen Kommentare und Kritiken hat Mozilla schnell reagiert und nicht nur Erklärungen zu dem Addon bereitgestellt, sondern auch damit begonnen, Looking Glass nicht mehr über die Shield-Schnittstelle zu verteilen, sondern über den Addon-Store des Firefox. Kaykas-Wolff sagte dazu: "Obwohl wir immer die besten Absichten haben, funktioniert nicht alles, was wir versuchen, so, wie wir es wollen".

 Firefox: Mozilla verärgert Nutzer mit ungefragter Addon-Installation
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