Firefox: Mozilla testet bezahlte Addon-Reviews
Browserhersteller Mozilla startet mit einem Experiment, das Addon-Entwicklern dazu dienen soll, ihre Erweiterungen für Firefox besser zu bewerben, wie der Hersteller in seinem Addons-Blog schreibt. Der Pilotdurchlauf soll von Ende September bis Ende November dieses Jahres laufen und "zielt darauf ab, die Anzahl der Addons zu erweitern, die wir überprüfen und als mit den Mozilla-Richtlinien konform verifizieren können, und bietet Entwicklern Optionen, damit ihre Addons besser entdeckt werden können" , schreibt Mozilla.
Zwar ist und bleibt das Addon-System von Firefox ein offenes Okösystem, das allen zur Verfügung stehen soll, wie der Browserhersteller versichert. Dennoch habe Mozilla im vergangenen Jahr damit begonnen, ausgewählte empfohlene Erweiterungen vorzustellen. Diese bestünden "aus einer relativ kleinen Anzahl redaktionell ausgewählter Addons, die regelmäßig auf die Einhaltung der Richtlinien überprüft und auf AMO [addons.mozilla.org] und anderen Mozilla-Kanälen an prominenter Stelle empfohlen werden. Alle anderen Addons zeigen einen Warnhinweis auf ihren Seiten an, um die Nutzer darauf hinzuweisen, dass wir diese Addons möglicherweise nicht überprüft haben" , heißt es weiter.
Eigenen Aussagen zufolge würde Mozilla gern alle Addons überprüfen, könne das aber auf Grund der damit verbundenen Kosten nicht leisten. Immerhin werde die Überprüfung von Menschen durchgeführt. Einige Entwickler seien aber an Mozilla mit der Idee herangetreten, eben dafür zu bezahlen, was der Hersteller nun umsetzen möchte.
Zusätzlich dazu will Mozilla auch sogenannte Promoted Addons einführen. Dabei soll es sich schlicht um verifizierte Erweiterungen handeln, die prominent auf AMO angezeigt werden sollen – in einem gesonderten Werbebereich der Webseite. Bei rund 2 Millionen Besuchen im Monat soll sich das auch für die Addon-Entwickler auszahlen, hofft Mozilla. Zusätzlich dazu plane Mozilla auch, Möglichkeiten zur einfacheren direkten Finanzierung der Addon-Entwickler zu erstellen.
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