Firefox: Mozilla hat deutlichen Umsatzrückgang und leichten Verlust

Die Mozilla Foundation und ihre Unternehmen haben ihren Jahresbericht für das Jahr 2018 vorgelegt und verzeichnen einen sehr deutlichen Umsatzrückgang. Die Einnahmen mit Pocket und anderen Diensten sind weiter marginal.

Artikel veröffentlicht am , /Ulrich Bantle/Linux Magazin
Verträge mit Suchmaschinenanbietern sind weiterhin die größte Einnahmequelle für Mozilla.
Verträge mit Suchmaschinenanbietern sind weiterhin die größte Einnahmequelle für Mozilla. (Bild: Mozilla)

Der Browserhersteller Mozilla hat im vergangenen Geschäftsjahr 2018 erstmals seit der Unternehmensgründung im Jahr 2005 einen Umsatzrückgang verzeichnet. Laut dem Jahresbericht (PDF) erwirtschaftet Mozilla mit der Corporation einen Umsatz von 451 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen generierte damit deutlich weniger Umsatz als im Vorjahr 2017 mit noch 562 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von fast 20 Prozent.

Der Großteil der Einnahmen von Mozilla stammt weiterhin aus Verträgen mit Suchmaschinenanbietern für einen Platz im Browser. Diese fallen im Jahr 2018 mit rund 430 Millionen US-Dollar ebenfalls deutlich geringer aus als noch im Jahr 2017 mit 539 Millionen US-Dollar.

Mozilla selbst bezeichnet die Einnahmen im Jahr 2017 aber als Ausreißer, weil das Unternehmen in dem Jahr den Vertrag mit Yahoo beendete und eine neue Vereinbarung mit Google traf. Die aktuellen Verträge laufen Ende November 2020 aus und werden bis dahin wohl neu verhandelt. Eine endgültige Entscheidung in der rechtlichen Auseinandersetzung zwischen Yahoo und Mozilla um den Vertrag gibt es noch nicht.

Kaum andere Einnahmen und leichter Verlust

Die Einnahmen aus dem Segment Abonnements und Werbegeschäft belaufen sich den Angaben zufolge auf rund 5,4 Millionen US-Dollar, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Dieser Einnahmeposten tauchte im Jahr 2017 erstmals auf und umfasst wohl vor allem die Einnahmen, die Mozilla mit dem Dienst Pocket erwirtschaftet.

Im Jahr 2018 wies Mozilla darüber hinaus einen leichten Verlust von rund einer halben Million US-Dollar auf. Der größte Anteil an den Ausgaben mit rund 278 Millionen US-Dollar sind Entwicklungskosten für die Software - eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr mit rund 253 Millionen US-Dollar.

In dem Blogeintrag gibt Mozilla darüber hinaus an, nach wie vor seiner Mission verpflichtet zu sein, einen freien, sicheren und geschützten Zugang zum Internet zu ermöglichen. In den Jahren 2018 und 2019 habe man sich intensiv mit den inzwischen nicht mehr allein auf einen Browser ausgelegten Internet-Zugang konzentriert.

Nutzer seien inzwischen mit Apps, lokalen Services und Embedded Geräten im Web unterwegs, öfter sogar ohne es zu wissen, heißt es im Jahresbericht. Diese neuen Zugangswege versuche man ebenso abzusichern, sei es durch die 2018 gestarteten VPN-Zugänge in Firefox und den Password Manager Lockwise.

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ratti 28. Nov 2019

Beschäftigt Mozilla denn Entwickler? Für mich sieht es so aus, als gäbe es dort...

Anonymer Nutzer 28. Nov 2019

Das ist leider nicht ansatzweise das gleiche. Ich habe es ausprobiert und für ungeeignet...

Nachtschatten 28. Nov 2019

NewPipe ist zwar gut, hat aber dne entscheidenden Nachteil, dass man sich nicht...

Wurzelgnom 27. Nov 2019

+1



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