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Firefox: Mozilla fürchtet um Einnahmen wegen Google-Kartellverfahren

Der Browserhersteller Mozilla bangt um Innovation und Wettbewerb. Google erklärt derweil die einfache Nutzung anderer Suchmaschinen.
/ Sebastian Grüner
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Ohne das Geld von Google könnte Firefox wohl nur schwer weiterentwickelt werden. (Bild: Mathias Appel)
Ohne das Geld von Google könnte Firefox wohl nur schwer weiterentwickelt werden. Bild: Mathias Appel / CC0 1.0

Die Geschichte des unabhängigen Browserherstellers Mozilla sei sehr eng mit dem letzten großen US-Kartellverfahren gegen Microsoft verbunden, schreiben die Firefox-Macher. Ebenso sei Mozilla besorgt über die wachsende Macht großer Technikkonzerne. Das Unternehmen äußert nun dennoch Sorgen(öffnet im neuen Fenster) in Bezug auf das Kartellverfahren, welches das US-Justizministerium (DOJ) gegen Google angestrebt.

Mozilla ist in dem Verfahren nicht völlig unbeteiligt. Das DOJ listet vielmehr die Vereinbarung zwischen Mozilla und Google zur Standardauswahl der Google-Suche in Firefox als eines der Beispiele, wie Google seine Monopolstellung nutzt. "Die endgültigen Ergebnisse des Kartellverfahrens sollten nicht genau den Organisationen – wie Mozilla – Kollateralschäden zufügen, die am besten positioniert sind, um den Wettbewerb voranzutreiben und die Interessen der Verbraucher im Internet zu schützen", schreibt der Firefox-Macher.

Sollte Google zum Beispiel tatsächlich am Ende dieses Kartellverfahrens verboten werden, andere Unternehmen für die Vorauswahl oder Installation seiner Suche zu bezahlen, könnte Mozilla den Großteil seiner Einnahmen verlieren. Dem letzten Jahresbericht der Firefox-Macher zufolge hat das Unternehmen weiter massive Probleme damit, alternative Einnahmen zu generieren und hat erst vor wenigen Monaten rund ein Viertel seiner Belegschaft entlassen. Ohne das Geld von Google wäre Mozilla wohl sehr schnell pleite.

Weiter heißt es bei Mozilla: "Ein unbeabsichtigter Schaden für kleinere Innovatoren durch Zwangsmaßnahmen wird sich nachteilig auf das Gesamtsystem auswirken, ohne dass die Verbraucher einen bedeutenden Nutzen daraus ziehen". Zudem würden die tatsächlichen Probleme mit den großen Tech-Konzernen so nicht gelöst. Stattdessen müsse das gesamte Ökosystem betrachtet werden.

Erwartbare Verteidigung von Google

Google hatte als Reaktion auf das Kartellverfahren bereits mitgeteilt: "Menschen nutzen Google, weil sie sich dafür entscheiden – nicht, weil sie dazu gezwungen werden oder weil sie keine Alternativen finden können". Dies hat der Konzern in seinem Unternehmensblog weiter ausgeführt(öffnet im neuen Fenster).

Dort verweist Google etwa darauf, dass jedes Windows-10-Gerät vorinstalliert mit dem Edge-Browser und der Bing-Suche ausgeliefert wird, jedoch ohne Chrome und Google. Darüber hinaus sei es sehr leicht, alternative Suchmaschinen etwa im Safari-Browser von Apple zu nutzen. Hier gebe es außerdem einen freien Wettbewerb um die Voreinstellung. Ähnliches gelte für Android-Geräte, in denen Alternativen zur Google-Suche leicht verfügbar seien und von verschiedenen Herstellern auch genutzt würden.


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