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Firefox: Mozilla bekommt zusätzliches Jahreseinkommen

Die rund 340 Millionen US-Dollar stammen offenbar noch von Yahoo. Neue Geschäftsfelder machen Mozilla aber weiter Probleme.

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Der Firefox-Macher Mozilla hat sich offenbar mit Yahoo geeinigt.
Der Firefox-Macher Mozilla hat sich offenbar mit Yahoo geeinigt. (Bild: Christopher Judd/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Der Browserhersteller Mozilla hat im vergangenen Geschäftsjahr 2019 überraschend extrem hohe Einnahmen verzeichnet, die fast doppelt so hoch sind wie üblich und erwartet. Laut dem Jahresbericht (PDF) hat Mozilla mit der Corporation Einnahmen von rund 828 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Das Unternehmen generierte damit deutlich mehr Einnahmen als noch im Vorjahr 2018 mit rund 451 Millionen US-Dollar. Das dürfte aber nur ein einmaliges Ereignis sein und liegt vermutlich an dem Rechtsstreit mit Yahoo.

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Der Großteil der Einnahmen von Mozilla stammt weiterhin aus Verträgen mit Suchmaschinenanbietern für einen Platz im Browser. Diese fallen im Jahr 2018 mit rund 451 Millionen US-Dollar ähnlich hoch aus wie noch im Jahr 2018 mit etwa 430 Millionen US-Dollar. Als weiterer großer Posten für das vergangene Geschäftsjahr kommen jedoch noch 338 Millionen US-Dollar hinzu. Dazu heißt es in dem Bericht lediglich, dass die Summe Teil der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten ist.

Offenbar Einigung mit Yahoo

Es ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um den Streit mit Yahoo handelt. Mozilla hatte den 2014 mit Yahoo geschlossenen Vertrag zur Vorauswahl der Standardsuchmaschine in Firefox einseitig gekündigt. Daraufhin folgte ein Rechtsstreit über mögliche Vertragsverletzungen beider Seiten. Beide Unternehmen scheinen sich nun geeinigt zu haben.

Bereits im Jahr 2016 hatte das US-Magazin Recode jedoch über eine einseitige Ausstiegsklausel zugunsten von Mozilla berichtet, wonach auch nach der Vertragskündigung weiterhin jährliche Zahlungen zu je 375 Millionen US-Dollar bis 2019 an Mozilla geleistet werden müssten. Einen Teil dieser Zusagen hat Yahoo nun also allem Anschein nach als Teil einer Einigung erfüllt.

Weiter kaum andere Einnahmen

Die Einnahmen aus dem Segment Abonnements und Werbegeschäft belaufen sich den Angaben zufolge auf rund 14 Millionen US-Dollar und damit fast dreimal so viel wie noch im Vorjahr. Dieser Einnahmeposten tauchte im Jahr 2017 erstmals auf und umfasst vor allem die Einnahmen, die Mozilla mit dem Dienst Pocket erwirtschaftet sowie etwa der Werbung in der Neuen-Tab-Ansicht von Firefox.

Wie schon in den Vorjahren weist Mozilla mit Blick auf die Zahlen aber erneut auf das hohe Risiko seiner Konzentration der Einnahmen hin. Der mit 88 Prozent deutlich größte Anteil stammt demnach ausschließlich aus dem Vertrag mit Google im Vergleich zu 90 Prozent im Vorjahr. Der Browserhersteller hat damit weiter akut Schwierigkeiten, seine Einnahmen zu diversifizieren.

Die Verträge mit dem Suchmaschinenanbieter liefen Ende November 2020 aus und mussten dann neu verhandelt werden. Das Ergebnis ist zwar noch nicht bekannt. Allerdings hat das Unternehmen im vergangenen Sommer 250 Beschäftigen gekündigt und damit rund einem Viertel seiner gesamten Belegschaft.

Der größte Anteil der Ausgaben für das Jahr 2019 mit rund 303 Millionen US-Dollar sind Entwicklungskosten für die Software - eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr mit rund 278 Millionen US-Dollar. Diesem Trend der steigenden Ausgaben und der starken Abhängigkeit von Google wollte Mozilla mit dem harten Kündigungsprogramm begegnen. Ob diese Maßnahme jedoch aus Unternehmenssicht erfolgreich sein wird, wird sich wohl erst in den kommenden Jahren zeigen.

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Prof.Dau 09. Dez 2020

Wo liegen für mich als Nutzer die Vorteile in der Nutzung der verschiedenen Browser...

xcvb 08. Dez 2020

Da es sich bei Chromium um einen WebKit-Fork handelt, ist das auch nur eine halbe...


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