Firefox-Macher: Mitchell Baker übernimmt erneut Chefposten bei Mozilla
Die langjährige Vorstandsvorsitzende der Mozilla-Foundation, Mitchell Baker, wird künftig dauerhaft die Führung der Mozilla Corporation als CEO übernehmen, wie das Unternehmen in seinem Blog mitteilt(öffnet im neuen Fenster) . Das mit Abstand wichtigste Produkt der Mozilla Corporation ist der freie Firefox-Browser.
Baker hatte das Amt bereits im Januar interimsmäßig übernommen, nachdem der vorherige Mozilla-Chef Chris Beard seinen Posten nach fünf Jahren im Amt im vergangenen Jahr aufgab . Baker war eine der ersten Angestellten des Netscape-Unternehmens, aus dem später Firefox sowie die Mozilla Foundation hervorgingen. Sie war außerdem selbst maßgeblich an der Gründung der Foundation beteiligt sowie später auch CEO bei der Gründung des Mozilla-Unternehmens.
Der alten und neuen Mozilla-Chefin steht allerdings keine einfache Aufgabe bevor, denn Firefox hat in den vergangenen Jahren massiv an Nutzern verloren und Mozilla hatte im vergangenen Jahr einen großen Umsatzrückgang zu verzeichnen . Darüber hinaus kommen die Versuche, alternative Geschäftsmodelle zu etablieren, nur sehr schleppend voran. Anfang dieses Jahres musste Mozilla deshalb auch rund 7 Prozent seiner Belegschaft entlassen , was bereits in den Verantwortungsbereich von Baker fiel.
In einer persönlichen Meldung zum Antritt schreibt Baker(öffnet im neuen Fenster) , dass die derzeitige Coronakrise zeige, dass das Internet eine Rettungsleine für einen großen Teil der Menschheit sei. Für jene ohne Zugang zum Internet werde dies nun aber zu einem besonders Bedürfnis. Mozilla existiere jedoch, um eben das Online-Leben aller zu verbessern. An dem bisherigen Kurs, auch nach weiteren Geschäftsmodellen und Produkten suchen zu wollen, will Baker zudem festhalten.
Baker schreibt: "Es liegt eine Menge harter Arbeit vor uns. Es ist wichtige Arbeit, die heute genauso von Bedeutung ist wie für die Zukunft. Ich bin der Vision und der Arbeit verpflichtet, um sie zu verwirklichen."
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