Firefox: Linux Mint und Mozilla gehen Partnerschaft ein

Linux Mint hat sich entschieden, dass Mozillas Firefox-Browser nicht via Snap-Store bereitgestellt wird.

Artikel veröffentlicht am , Lennart Mühlenmeier
Mozilla und Linux Mint reichen sich die Hände.
Mozilla und Linux Mint reichen sich die Hände. (Bild: Unsplash/Cytonn Photography/Unsplash-Lizenz)

Am Montag hat der Gründer der Linux-Distribution Linux Mint eine neue Partnerschaft mit Mozilla bekanntgegeben. Diese Übereinkunft sei technischer sowie finanzieller Art. Mozilla entwickelt beispielsweise den Browser Firefox, der nun nicht mehr aufwendig angepasst für Linux Mint herausgegeben wird. Diese Entscheidung hat Vorteile für Nutzer und Entwickler.

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Linux Mint ereilt das Schicksal aller Distributionen, die auf Ubuntu basieren. Ubuntu entschied sich für Snap als Paketmanager. Das betrifft auch die Browser wie etwa Chromium oder zuletzt auch Firefox, die Ubuntu nun als Snap verteilt. Da Snap aber unbemerkt Pakete installiere, bezeichnete der Projektleiter von Linux Mint dieses "als Backdoor".

Der Hersteller von Ubuntu, Canonical, verteidigte jedoch weiter seinen Ansatz, Snap zu verwenden und verwies auf erhöhte Sicherheit. Das Team von Linux-Mint benötigte letztlich eine Lösung, um auf die Übernahme der Snaps aus Ubuntu zu verzichten und entschied sich deshalb bisher, Firefox selbst als Deb-Paket zu bauen.

Clément Lefèbvre von Linux Mint geht auf diese Streitigkeit nur kurz ein, schreibt aber in seinem Blogpost, dass "diese Änderung eine enorme Vereinfachung in Bezug auf Wartung und Entwicklung" bedeute. So hat die Distribution bisher Firefox selbst gebaut, um eigene Patches einzuspielen. Von nun an nutzen sie Mozilla als Quelle und verzichten auf diese Änderungen. Dies führt zu mehr Vereinheitlichung bei der Auslieferung von Firefox. Lefèbvre nennt das Logo als Beispiel, das nun nach Mozillas Regelwerk dargestellt wird.

Google nun Standard-Suchmaschine

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Auch für Nutzer gibt es Änderungen. Bisher waren Yahoo und DuckDuckGo die Standard-Suchmaschinen bei Linux Mint. Von nun an sind dies die Partner von Mozilla (unter anderem Google, Amazon, Bing, DuckDuckGo und Ebay). In dem Blogpost-FAQ erklärt Lefèbvre, dass Firefox-Konfigurationen durch die Nutzer unverändert bleiben sollen. Standard-Suchmaschinen sind hiervon zwar ausgenommen, sollen aber wieder zurückgeändert werden können.

Der Linux-Mint-Entwickler betont eine leichte Verbesserung der Performance von Firefox. Die Änderungen und somit der ungepatchte Firefox-Browser mit der Version 96 sollen für Linux Mint 19.x, 20.x und LMDE mit den Updates nach dem 11. Januar 2022 zur Verfügung stehen. Für Nutzer von Linux Mint 20.3 fand der Versionssprung bereits während der Beta mit Firefox 95 statt.

In einem weiteren FAQ-Punkt erklärt Lefèbvre, dass Linux Mint einen Teil der Einnahmen durch den Einsatz von Googles Suchmaschine erhalten soll. Weitere Details werden nicht genannt. Die Partnerschaft dürfte für beide Parteien von Vorteil sein, weil Linux Mint Entwicklerkapazitäten neu ausrichten und Mozilla mehr Nutzern seine Suchmaschinen bereitstellen kann. Linux Mint bittet um Berichte im Bug Tracker, sollte etwas nicht funktionieren wie gewollt.

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