Firefox-Hersteller: Mozilla startet eigenen VPN-Dienst
Der Browserhersteller Mozilla stellt seinen eigenen VPN-Dienst nun für Windows und Android bereit(öffnet im neuen Fenster) . Zuvor wurde der Dienst länger in einer internen Betaphase getestet, die nur über ein Einladungssystem verfügbar war. Das Angebot startet nun zunächst in sechs Ländern, darunter in den USA, Kanada und im Vereinigten Königreich. Deutschland gehört nicht dazu. Das Mozilla VPN soll aber bald auch in anderen Regionen verfügbar werden.
Das Unternehmen, das fast ausschließlich für die Entwicklung des Firefox-Browsers bekannt ist, teilte erst vor etwa einem Monat mit, den Dienst noch im Jahr 2020 starten zu wollen. In der nun veröffentlichten Ankündigung heißt es: "Ab heute gibt es ein VPN von einem Unternehmen, dem Sie vertrauen." Mozilla setzt für den Dienst also ganz auf seinen Namen und das Vertrauen, das dem Unternehmen bisher von vielen entgegen gebracht wird.
Erste Überlegungen zu einem eigenen VPN-Dienst hatte Mozilla bereits im vergangenen Sommer vorgestellt und später konkrete Tests zum Aufbau eines entsprechenden Dienstes unternommen. Begonnen hatte Mozilla die Arbeiten an dem Firefox Private Network als einfache Browser-Erweiterung , die wie eine Art Webproxy funktioniert und den vom Browser ausgehenden Netzwerkverkehr verschlüsselt überträgt. Damals war noch Cloudflare als Partner genutzt worden.
Inzwischen setzt Mozilla auf ein Full-Device-VPN, bei dem der Netzwerkverkehr aller Anwendungen des Betriebssystems über die verschlüsselte Verbindung getunnelt werden soll. Zur technischen Umsetzung kooperiert Mozilla mit dem VPN-Anbieter Mullvad . Für die VPN-Technik selbst setzt Mozilla auf das freie und vergleichsweise neue VPN-Protkoll Wireguard.
Mit einem klassischen VPN-Angebot, also etwa für Unternehmensnetze, hat das Firefox Private Network aber wenig gemein. In einer Analyse im Frühjahr des vergangenen Jahres legten wir dar, warum die meisten Nutzer solch einen Dienst eigentlich gar nicht benötigen. Zum Start kostet der Dienst rund 5 US-Dollar im Monat, was die Nutzung für bis zu fünf Clients erlaubt.
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