Massiv parallelisiert

Diese Art der Aufspaltung einzelner Aufgaben nennt Clark in ihrer Beschreibung der Quantum-Arbeiten "grobkörnig". Immerhin könne dies immer noch dazu führen, dass ein CPU-Kern voll ausgelastet ist, während andere keinerlei Aufgaben abarbeiten. Besser sei ein "feinkörniger Ansatz" bei dem die anstehenden Arbeiten in viele kleine Teile zerlegt werden und so immer auf freie Ressourcen verteilt werden könnten, schreibt Clark.

Stellenmarkt
  1. SAP BRIM Consultant (m/w/d)
    nexnet GmbH, Flensburg
  2. Product Manager (m/w/d) - UI/UX
    Bolinda Labs GmbH, Darmstadt
Detailsuche

Diesen "feinkörnigen" Ansatz hat Mozilla mit Stylo, dem Quantum CSS, umgesetzt. Stylo stammt aus der experimentellen Rendering-Enginge Servo, die in der Programmiersprache Rust geschrieben ist. In Stylo werden Algorithmen eingesetzt, die es ermöglichen, die CSS-Style-Berechnung der DOM-Knoten linear zu parallelisieren. Dieses sogenannte Work Stealing sorgt dafür, dass sämtliche verfügbaren CPU-Ressourcen auch ausgelastet werden.

Da Rust selbst klar für die Verwendung in Mehrkern- und -Prozesssystemen ausgelegt ist und etwa auf Sprachebene sogenannte Race Conditions verhindert, werden typische Probleme bei dieser Art der Parallelisierung von vornherein vermieden. Damit wird die von Stylo durchgeführte Aufgabe ein Problem, das beliebig parallelisierbar ist. Zusätzlich dazu nutzt Stylo ein paar weitere Tricks zur Beschleunigung der Arbeiten wie einen Style-Sharing-Cache, der so ähnlich auch in Chrome und dem Safari-Browser verwendet wird.

Quantum Render kommt später

Der letzte große und alleinstehende Teil der Quantum-Arbeiten ist die Integration des GPU-Backends, Quantum Render, in den Firefox. Auch diese Technik stammt ursprünglich aus dem Servo-Projekt und ist in Rust geschrieben. Der Webrender soll dazu genutzt werden, das gesamte Rastern auf der GPU auszuführen. Das betrifft insbesondere die Darstellung von Animationen, welche durch Webrender im Vergleich zu bisheriger Technik deutlich beschleunigt werden. Letztlich wird damit die GPU genau für den Zweck genutzt, für den die Hardware eigentlich gedacht ist. Bisher machen Browser davon aber so gut wie keinen Gebrauch.

Golem Akademie
  1. Linux-Systemadministration Grundlagen: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    16.-20.05.2022, Virtuell
  2. Microsoft 365 Administration: virtueller Drei-Tage-Workshop
    01.-03.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Im Prinzip nutzt der Browser den Webrender dann genauso, wie Videospiele ihre Game-Engine verwenden. Besonders sinnvoll ist die Verwendung entsprechend für grafisch sehr anspruchsvolle Inhalte, die etwa WebGL oder WebVR verwenden. Aber auch vermeintliche Kleinigkeiten wie das Blinken eines Cursors in einem Eingabefeld werden darüber beschleunigt. Auszahlen soll sich der Webrender aber nicht nur auf vergleichsweise leistungsschwachen Laptops, sondern insbesondere auf Smartphones, deren CPU-Leistung oft eher schlecht ist, wohingegen die GPUs eine relativ gute Leistung bieten. Noch ist der Quantum Render aber nicht in den Firefox eingepflegt. Das soll erst im kommenden Jahr geschehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Smarte Multi-Prozesse und Servo-AnleihenAlles im Fluss 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


aluking48 15. Jan 2019

Guten Tag, Das Problem ist das ich Firefox auf insgesamt sieben Rechner (und 5...

ja1 25. Nov 2017

Ich habe heute meine Erfahrungen mit dem neuen Firefox gemacht. 3 Fenster mit jeweils 2...

crazypsycho 24. Nov 2017

Ist ganz einfach. Du gehst zuerst in deinen Profilordner. Wie du den findest ist hier...

crazypsycho 24. Nov 2017

Knapp 2 Monate nennst du genug Zeit? Da die meisten Addons von privaten Leuten...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kitty Lixo
Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten

Laut einer Sexdarstellerin muss man nur die richtigen Leute bei Facebook sehr intim kennen, um seinen Instagram-Account immer wieder zurückzubekommen.

Kitty Lixo: Nach Sex mit Mitarbeitern Instagram-Account zurückerhalten
Artikel
  1. Ebay-Kleinanzeigen: Im Chat mit den Phishing-Betrügern
    Ebay-Kleinanzeigen
    Im Chat mit den Phishing-Betrügern

    Wenn man bestimmte Anzeigen in Kleinanzeigenportalen aufgibt, hat man sofort einen Betrüger an der Backe. Die Polizei kann kaum etwas dagegen tun.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

  2. Autos: Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein
    Autos
    Mercedes' Luxuskurs könnte das Aus für A- und B-Klasse sein

    Mercedes definiert sich neu als Luxuskonzern. Das könnte auch das Ende für die Einsteiger-Modelle bedeuten, weil mit diesen kaum Geld zu verdienen ist.

  3. Ericsson und Telia Norway: Fast 4 GBit/s in 26-GHz-Netz erreicht
    Ericsson und Telia Norway
    Fast 4 GBit/s in 26-GHz-Netz erreicht

    26-GHz-Netz-Antennen erreichen in Norwegen Höchstwerte bei der Datenübertragung. Die 5G-Ausrüstung kommt von Ericsson.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 87€ Rabatt auf SSDs • PNY RTX 3080 12GB günstig wie nie: 974€ • Razer Basilisk V3 Gaming-Maus 44,99€ • PS5-Controller + Samsung SSD 1TB 176,58€ • MindStar (u. a. MSI RTX 3090 24GB Suprim X 1.790€) • Gigabyte Waterforce Mainboard günstig wie nie: 464,29€ [Werbung]
    •  /