Firefly: Blue Ghost ist am Mond angekommen

Seit dem Start am 15. Januar 2025 konnte die Blue-Ghost-Mission vom US-amerikanischen Raumfahrtunternehmen Firefly Aerospace(öffnet im neuen Fenster) einige Meilensteine erreichen. Die ersten Triebwerkszündungen sind erfolgreich gewesen und mittlerweile befindet sich die Landefähre in der Mondumlaufbahn. Dabei liefert das Unternehmen weiterhin Bilder vom Missionsstatus .
Am 27. Januar 2027 folgte ein Bild vom Mond , bei dem er sich noch in weiter Ferne befand. Wenige Tage darauf teilte Firefly mit, dass sie bereits über sieben Gigabyte an Daten an die Erde übertragen sowie die Testläufe der Scalpss-Nutzlast (Stereo Cameras for Lunar Plume-Surface Studies)(öffnet im neuen Fenster) abgeschlossen hat. Das Instrument wurde von der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa bereitgestellt und soll die Auswirkungen der Triebwerksabgase auf den Regolith (Mondstaub) beim Landeanflug beobachten.
Viel Staub auf dem Mond
Beim Anflug kann so viel Staub aufgewirbelt werden , dass die an Bord befindlichen Instrumente nicht mehr die genaue Entfernung zur Oberfläche messen können. Die Triebwerke können sich dann zu früh oder zu spät abschalten, was zum Scheitern der Mission führen kann.
Ähnlich erging es der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos mit ihrer Luna-25-Mission im August 2023 . Die Untersuchung kann zudem Aufschlüsse dazu liefern, ob eine Mondlandung auch das vorhandene Wasser auf dem Trabanten verunreinigen kann.
Der bisherige Missionsverlauf
Am 3. Februar gab es ein Selfie von Blue Ghost und der Erde(öffnet im neuen Fenster) , und am 6. Februar verkündete das Unternehmen, dass es bereits mehr als elf Gigabyte an Daten heruntergeladen habe. Am 8. Februar folgte dann die Trans-Lunar-Injektion, um der Anziehungskraft der Erde zu entkommen. Dem schloss sich ein viertägiger Transit zur Mondumlaufbahn an.
Nach der Trans-Lunar-Injektion führte Blue Ghost einen Tag später erfolgreich ein Flugbahnkorrekturmanöver durch, damit das Raumfahrzeug seinen Kurs zum Mond hält.
Während der nächsten Tage konnten die Nutzlasten von Blue Ghost weiter getestet werden. Dazu gehörten etwa die Messung von Magnetfeldveränderungen mit dem Lunar Magnetotelluric Sounder (LMS)(öffnet im neuen Fenster) und strahlungstolerante Berechnungen während des Fluges durch den Van-Allen-Gürtel (Strahlungsgürtel der Erde) mit dem Rad-PC-Instrument(öffnet im neuen Fenster) .
Einschwenken in die Mondumlaufbahn
Am 11. Februar erfolgte das zweite Flugbahnkorrekturmanöver, gefolgt von einer letzten Triebwerkszündung am 13. Februar. Inzwischen wurden 13 GByte an Daten heruntergeladen.
Am 13. Februar begann das Team schließlich mit den RCS-Triebwerken und dem Haupttriebwerk das 4 Minuten und 15 Sekunden andauernde Einschwenkmanöver in die Mondumlaufbahn. Weitere Manöver folgen, bis Blue Ghost vermutlich am 2. März 2025 auf dem Mond landen soll.



