Firefly Aerospace: Die Landefähre Blue Ghost setzt zur Mondlandung an

Frühstens am 2. März 2025(öffnet im neuen Fenster) , um 9:34 Uhr (MEZ), will das kommerzielle US-Raumfahrtunternehmen Firefly Aerospace die Mondoberfläche erreichen. Die Landefähre Blue Ghost ist am 15. Januar ins Weltall aufgebrochen und befindet sich seit dem 13. Februar in der Mondumlaufbahn .
Am Morgen des 18. Februars folgte eine drei Minuten und 18 Sekunden dauernde Zündung, womit ein zweites Mondumlaufmanöver abgeschlossen wurde. Dieses Manöver brachte den Lander von einer hohen elliptischen Umlaufbahn auf eine viel niedrigere elliptische Umlaufbahn um den Mond. In einer Höhe von 120 Kilometern über der Trabantenoberfläche folgten erneute Aufnahmen.
Letzte Manöver vor der Landung
Bis zum 20. Februar wurden 18,7 Gigabyte an Daten heruntergeladen. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Raumfahrzeug 3,5 Millionen Kilometer unterwegs. Das dritte und letzte Manöver von Blue Ghost in der Mondumlaufbahn wurde am 24. Februar mit einer 16-sekündigen Zündung der RCS-Triebwerke abgeschlossen.
Dadurch erhielt die Landefähre eine nahezu kreisförmige Umlaufbahn. Das nächste Video, das um das 10-fache beschleunigt wurde, wurde etwa 100 Kilometer über der Mondoberfläche aufgenommen und zeigt die Rückseite des Mondes sowie eine Draufsicht auf die RCS-Triebwerke (Mitte) und die Kühlerplatten auf beiden Seiten der Blue Ghost.
Live-Übertragung der Landung
Am 3. März könnte dem Unternehmen seine erste Mondlandung gelingen, damit wäre es die zweite kommerzielle Mondlandung in der Menschheitsgeschichte. Die Live-Übertragungen von der Landung(öffnet im neuen Fenster) , die gemeinsam von der US-Raumfahrtbehörde Nasa und Firefly veranstaltet werden, werden auf NASA+ ab 8:30 Uhr (MEZ) ausgestrahlt, etwa 75 Minuten bevor Blue Ghost auf der Mondoberfläche aufsetzt.
Das Lunar GNSS Receiver Experiment (LuGRE) hat zum ersten Mal Signale des Global Navigation Satellite System (GNSS) in der Mondumlaufbahn erfasst und verfolgt. Diese erdgestützte GNSS-Konstellationen können damit für die Navigation auf dem Weg zum Mond und möglicherweise auf dem Mond genutzt werden. Dies zeigt laut der Nasa(öffnet im neuen Fenster) , wie leistungsfähig die gemeinsame Nutzung mehrerer GNSS-Konstellationen wie GPS und Galileo für die Navigation ist.
Ispace und Intuitive Machines
Auch das japanisch-luxemburgische Unternehmen ispace ist am 15. Januar ins Weltall aufgebrochen. Seit dem 14. Februar 2025(öffnet im neuen Fenster) befindet sich auch die Landefähre Resilience in der Mondumlaufbahn. Die geplante Landung auf dem Trabanten ist aber erst für April vorgesehen.
Anders sieht es bei dem US-Unternehmen Intuitive Machines und seinem Lander Athena aus. Dieser wurde am 27. Februar ins Weltall befördert und will bereits am 6. März auf dem Mond landen.



