• IT-Karriere:
  • Services:

Fireeye: Telekom feiert Partnerschaft mit US-Geheimdienst-naher Firma

Die Telekom hat das US-Cybersecurity-Unternehmen Fireeye als Partner "an Bord geholt". Fireeye wurde über den Risikokapitalgeber In-Q-Tel von der CIA finanziert und beschäftigt seit der Übernahme von Mandiant viele frühere Geheimdienstmitarbeiter. Telekom-Vorstand Clemens nannte diese Partnerschaft "in Europa einzigartig."

Artikel veröffentlicht am , /
Cyber Security Summit 2014
Cyber Security Summit 2014 (Bild: Telekom)

Die Deutsche Telekom berichtet heute von einer Partnerschaft mit dem US-Cybersecurity-Spezialisten Fireeye. Damit hole die "Geschäftskundensparte T-Systems einen Partner an Bord, der auf die Abwehr von hoch komplexen Cyberangriffen spezialisiert ist, die von traditionellen Erkennungssystemen nicht schnell genug aufgedeckt werden." Die neue Partnerschaft sei "ein weiterer Schritt in der Innovationsstrategie von Telekom-Chef Timotheus Höttges."

Stellenmarkt
  1. SodaStream GmbH, Frankfurt am Main
  2. Vodafone GmbH, Kaiserslautern

Golem.de publizierte am 26. September 2014 den Hintergrundbericht "Trainingscamp NSA: Ex-Spione gründen High-Tech-Startups". Darin heißt es, dass Fireeye zu den Unternehmen gehört, die vorübergehend von der CIA über den Risikokapitalgeber In-Q-Tel finanziert wurden.

Das Unternehmen analysierte im vergangenen April einen Zero-Day-Exploit beim Internet Explorer und präsentierte jüngst einen kostenlosen Webdienst zum Entschlüsseln von Cryptolocker.

Aufsehen erregte Fireeye zu Beginn dieses Jahres mit der Übernahme der Sicherheitsfirma Mandiant. Diese hat sich auf die Beseitigung von Schadprogrammen in betroffenen Systemen spezialisiert und will die Angriffe chinesischer Staatshacker aufgedeckt haben. Nach Ansicht der New York Times spiegelt der Zusammenschluss der beiden Firmen das gestiegene Sicherheitsbedürfnis nach den NSA-Enthüllungen wider. Viele Mitarbeiter von Mandiant seien allerdings frühere Geheimdienstmitarbeiter, berichtet die Zeitung.

Für Unternehmenskunden in Europa bieten Fireeye und T-Systems laut Telekom einen durchgängig gemanagten Service, um Unternehmen schnell und wirkungsvoll vor IT-Spionage und Cyberattacken zu schützen. "Mit Fireeye erkennen wir einen Angriff innerhalb weniger Minuten und können sofort die Abwehr einleiten", sagte Reinhard Clemens, Telekom-Vorstand und CEO von T-Systems. "Gemeinsam geben wir unseren Kunden nicht nur ein Alarmsignal, sondern erkennen sofort die Relevanz und können in gezielte Gegenmaßnahmen einsteigen. Diese Partnerschaft ist in Europa einzigartig."

Fireeye ist in Milpitas, Kalifornien, ansässig. Das Unternehmen wurde 2004 gegründet und hat heute rund 2.000 Mitarbeiter in etwa 60 Ländern.

Telekom-Sprecher Frank Leibiger betonte auf Anfrage von Golem.de, dass sich In-Q-Tel "längst zurückgezogen" habe. "Für uns gilt: Fireeye bietet die derzeit beste Technologie. Die Nachfrage bei Kunden ist groß. Wir bieten die Lösung als Erste in Europa als gemanagten Service an. Das heißt, die Lösung läuft auf unseren Systemen in unseren Rechenzentren. Wenn der Kunde dies wünscht, bleiben alle Daten in Deutschland. Wir verbinden also die beste Technologie mit dem besten Datenschutz."

Frank Kölmel, Vice President Central & Eastern Europe bei Fireeye, erklärte Golem.de: "Fireeye steht in keinerlei Verbindung zur CIA oder jedweden anderen Geheimdiensten oder Staaten. Wir konzentrieren uns einzig und allein darauf, unsere Kunden weltweit vor Cyberangriffen zu schützen."

Im Jahr 2004 habe Ashar Aziz Fireeye mit Risikokapital gegründet, das von Sequoia Capital bereitgestellt wurde. In nachfolgenden Finanzierungsrunden konnte Fireeye weitere große Investoren, wie Norwest Venture Partners, Jafco Ventures, Dag Ventures, Juniper Networks, Four Rivers Partners, Goldman Sachs und In-Q-Tel gewinnen.

In-Q-Tel sei ein unabhängiger strategischer Investor. Kölmel: "Niemand von In-Q-Tel - oder jedwedem Geheimdienst - sitzt in unserem Vorstand, ist bei uns angestellt oder führt Tätigkeiten gleichwelcher Art im Namen von Fireeye aus." Fireeye teile keinerlei Informationen mit Geheimdiensten, "die nicht allen unseren Kunden zur Verfügung stehen, und erhält auch keine."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 34,99€
  2. 4,99€

logged_in 29. Okt 2014

Nun musste die NSA-BND-Telekom-Kooperation wohl schnell ein paar der US-Spitzenschnüffler...

3xpl0it 29. Okt 2014

Bei welchem Anbieter bist du?

Mauw 29. Okt 2014

Ich sag nur E-Mail made in Germany ... Das ist genauso eine sinnlose Verarsche. Nicht...

tph 29. Okt 2014

http://www.fireeye.com/company/board-of-directors.html soviel zum Zitat "Niemand von In-Q...

Randomguy1991 29. Okt 2014

Ich glaub den besten Datenschutz kann nur jeder für sich selbst garantieren. Welchem...


Folgen Sie uns
       


Ghost of Tsushima - Fazit

Mit Ghost of Tsushima macht Sony der Playstation 4 ein besonderes Abschiedsgeschenk. Statt auf massenkompatible Bombastgrafik setzt es auf eine stellenweise fast schon surreal-traumhafte Aufmachung, bei der wir an Indiegames denken. Dazu kommen viele Elemente eines Assassin's Creed in Japan - und wir finden sogar eine Prise Gothic.

Ghost of Tsushima - Fazit Video aufrufen
Mobilfunk: UMTS-Versteigerungstaktik wird mit Nobelpreis ausgezeichnet
Mobilfunk
UMTS-Versteigerungstaktik wird mit Nobelpreis ausgezeichnet

Sie haben Deutschland zum Mobilfunk-Entwicklungsland gemacht und wurden heute mit dem Nobelpreis ausgezeichnet: die Auktionstheorien von Paul R. Milgrom und Robert B. Wilson.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Coronakrise Deutsche Urlaubsregionen verzeichnen starke Mobilfunknutzung
  2. LTE Telekom benennt weitere Gewinner von "Wir jagen Funklöcher"
  3. Mobilfunk Rufnummernportierung darf maximal 7 Euro kosten

Oneplus 8T im Test: Oneplus gutes Gesamtpaket kostet 600 Euro
Oneplus 8T im Test
Oneplus gutes Gesamtpaket kostet 600 Euro

Das Oneplus 8 wird durch das 8T abgelöst. Im Test überzeugen vor allem die Kamera und die Ladegeschwindigkeit. Ein 8T Pro gibt es 2020 nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Bloatware Oneplus installiert keine Facebook-Dienste mehr vor
  2. Smartphone Oneplus 8 und 8 Pro bekommen Android 11
  3. Mobile Neues Oneplus-Smartphone für 200 US-Dollar erwartet

IT-Jobs: Die schwierige Suche nach dem richtigen Arbeitgeber
IT-Jobs
Die schwierige Suche nach dem richtigen Arbeitgeber

Nur jeder zweite Arbeitnehmer ist mit seinem Arbeitgeber zufrieden. Das ist fatal, weil Unzufriedenheit krank macht. Deshalb sollte die Suche nach dem passenden Job nicht nur dem Zufall überlassen werden.
Von Peter Ilg

  1. Digitalisierung in Firmen Warum IT-Teams oft übergangen werden
  2. Jobs Unternehmen können offene IT-Stellen immer schwerer besetzen
  3. Gerichtsurteile Wann fristlose Kündigungen für IT-Mitarbeiter rechtens sind

    •  /